Moist Boy – Deep Rest

Moist Boy aus New Bedford, Massachusetts sind einer der seltenen Fälle in denen sich eine Band dem Pop Punk-Gehege annähert, ohne mich sofort in die Flucht zu treiben. Aber ehrlich gesagt liegt das eher daran, dass die meisten Pop Punk Bands einfach massiv saugen und die fundamentalsten Bausteine von genießbarem Punkrock nicht geregelt kriegen in einem Subgenre, das scheinbar eh keine Qualitätsstandards kennt.
Moist Boy hingegen saugen ganz und gar nicht, sondern reißen vom ersten Moment an mit. 1A Songmaterial, jede reichlich Sprengkraft in einer tighten Darbietung, eine deutliche Garagenkante und durchaus finstere Lyrik sind ihre Mittel dazu. Hat unter anderem was von Cheap Wine, Dark Thoughts, Steve Adamyk Band und gar ein bisschen Marked Men. Erstklassiger Scheiß und Pflichtprogramm für denjenigen, der genannten Bands etwas abgewinnen kann.

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The Fur Coats – The League of Extraordinary Octopuses

fur coats
In der Pelzmodeabteilung des Internets findet man dieses spaßige Powerpop-/ Poppunk-Trio aus Chicago. Nicht gleich wegrennen wenn ich Poppunk sage, das ist nämlich keine Kindermucke mit aufgeklebtem Iro, sondern viel eher in den Urvätern des Genres verankert; insbesondere die Buzzcocks finden sich hier immer wieder. Dazu hat’s noch ’ne leicht garagige Kante und einen hohen Fuzz-Faktor. Außerdem heben sie sich mit durchweg ausgezeichneten Songs vom Genre-Einheitsbrei ab und lehnen sich gelegentlich ein kleines bisschen aus dem Fenster; ich glaube hier und dort auch mal subtile Anklänge von The Gun Club oder sehr frühen Wire zu vernehmen. Eine Ärsche tretende Glückspille ist das.


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