Ihr ganz vorzügliches Demo ist noch gar nicht so lange her, da besorgt die Band aus Melbourne auch schon wieder erstklassigen Nachschlag von ihrem kaputten Lärm, den man irgendwo in der Wildnis zwischen klassisch krudem Killed By Death-Gerümpel, Garage- und Fuzz Punk, Noise- und Weirdcore verorten kann.
Ein einziges Fest in einer knietiefen Pfütze aus Distortion ist das zweite Tape von Fuckin‘ Lovers aus Philadelphia. Irgendwo zwischen Isländischer Noisecore-Schule (Roht, Dauðyflin), diversen amerikanischen Unfällen (Soupcans, Vulture Shit, Gumming) und ein wenig berliner Wahnsinn (Stinkhole), werden hier nur die besten Rohstoffe verarbeitet.
Whoa, was für’n Kraftpaket! In einem Songs-zu-Laufzeit-Verhältnis von etwa 1:1 haut diese Band aus San Diego elf mal hochexplosives Gut um die Ohren, dass ich nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Dabei greift ihr abgespaceter Fuzzpunk und Noisecore unter anderem auf psychedelische Flächen á la Wash, alten Westküstenhardcore, Surf-Vibes und etwas garagiges MC5-chaos zurück.
Aus Berlin kommt dieser dissonante Dreck zwischen Noise und Hardcore. So kranke Genossen die etwa Soupcans, Lumpy And The Dumpers, Gumming oder Vulture Shit abkönnen wird das Tape hundertprozentig zufriedenstellen.
Die Noisepunks aus Reykjavík sorgten vor geraumer Zeit ja schon mit einer exzellenten 7″ auf Iron Lung Records für wunderbar schlechte Laune. Aus dem gleichen Hause ist jetzt eine weitere EP zu bekommen, auf der sie alles was beim Vorgänger schon auf Anschlag saß endgültig über die Klippe schubsen.
Wenn mich jemand fragte was dieses Jahr musikalisch ausmache, fiele mir unter anderem auf, dass einige Bands das angestaubte Hardcore-Genre neu aufleben lassen und für dringend nötigen frischen Wind sorgen. Das Tape von The Bug aus Chicago reiht sich da sehr gut ein mit seinem charmanten Chaos und Versatzstücken aus Noiserock und Postpunk.