Bad Breeding – Divide

Es ist gerade mal ein halbes Jahr vergangen, seit Bad Breeding aus dem britischen Stevenage mit ihrem Debütalbum ein ganz beachtliches Loch in den Boden gesprengt haben. Auf ihrem neuen Minialbum untermauern sie die Vermutung, dass wir es hier mit einer der besten Postcore-Bands dieser Tage zu tun haben. Musikalisch ist die neue Platte nochmal einen Tick unbequemer ausgefallen und die Noiserock-Einflüsse sind präsenter als zuvor. Das Songmaterial macht einen rohen, fragmentarischen Eindruck, was eine eher spontane Entstehungsweise der Songs nahe legt. Das trägt sehr zum Charme der Platte bei, setzt einen schönen Kontrast zum fast schon zu perfekten ersten Album.



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Root Rat – Estranged​/​Faulty Glamour 7″

Root Rat aus Melbourne überraschen auf ihrer Debüt-7″ mit einer äußerst gelungenen Verschmelzung von groovelastigem Postpunk und sägendem Noiserock-Geschredder.

STNNNG – Veterans Of Pleasure

Das fünfte Album der Band aus Minneapolis ist ein unaufhaltsam vorwärts drückendes Noiserock-Spektakel allererster Güte mit gelegentlichen Postcore/-punk-Einsprengseln. Etwas mehr Touch&Go als AmRep im Blut, agieren Kopf und (Wut im) Bauch gleichberechtigt als Triebfeder. Das ist ordentlich kantig, dennoch unverschämt eingängig und angetrieben von wuchtigen Grooves. Dass Steve Albini für die Konservierung verantwortlich zeichnet, hat sicher auch nicht geschadet.



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Bilge Rat – Bilge Rat

Bilge Rat sind ein Trio aus New Haven, Connecticut. Ihr Debütalbum gefällt mit oldschooligem Indierock und Stilelementen aus Noise- und Mathrock, über dem unüberhörbar der Geist von Slint’s Spiderland schwebt. In der aktuellen Musiklandschaft erinnert es aber auch sehr an einige Bands aus dem Exploding In Sound-Gehege, insbesondere an Pile (neues Album dieses Wochenende!), Krill und Kal Marks. Mit letzteren beiden haben sie dann auch den nasalen Gesangsstil gemeinsam, den Gitarrist/Vokalist Mike Kusek hier von sich gibt.



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Cold Sweats – Most High

Mit einem schön entschlossen vorwärts scheppernden Klanghybrid irgendwo im Grenzbereich zwischen Noiserock und Postpunk weiß die aktuelle EP dieses New Yorker Trios zu gefallen.


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Advertisement – Advertisement

Das nenn ich mal ’n Brett. Auf dem Debütalbum von Advertiesment aus Lethbridge, Alberta trifft derber Noiserock auf ebenso derbe druckvollen Post-, Sludge- und Stonerpunk, der in circa dreißig Minuten alles zu Staub verarbeitet, was sich ihm in den Weg stellt.



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Lardo – Sinking

Das zweite Album der Noiserocker aus Chicago knüpft nahtlos an das ausgezeichnete Debütalbum an, mit Lärm aus hochkonzentrierten, rasiermesserscharfen Grooves, der sich in seinen Mitteln klar aus den uralten Genre-Traditionen bedient, dabei aber dennoch eine starke, eigene Stimme entfaltet.



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This Is Wreckage – Q.Y.C.

Auf dem Debütalbum dieser Band aus Cardiff setzt es Noiserock der eher klassischen Art. Irgendwann in den Neunzigern hätten Genrefans das vermutlich als eine eher kommerzielle Variante abgetan, die auf das breitere Alternative-Publikum schielt. Über zwanzig Jahre später wird mir hingegen ganz warm ums Herz, wenn mir auf einer aktuellen Platte so was charmant altmodisches begegnet.



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Idles – Brutalism

Idles aus Bristol haben nach ein paar Kurzspielern jetzt ihr Langspieldebüt am Start und oh boy… Das ist ein kompromisslos vorwärts dreschender Drecksack von einer Platte geworden. Bis zum Anschlag angepisster Lärm auf der Schwelle zwischen Noiserock und (Post-)Punk, der lyrisch wie musikalisch einen passenden Soundtrack zum Alltag im Brexitland abgibt.


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