Pink Room – Zum Kotzen

Noiserock mit deutlicher Sludge-Kante, irgendwo in der Grauzone zwischen den AmRep- und Touch&Go-Mikrokosmen und angereichert um etwas neumodischen Kram á la Tropical Trash oder Metz, begegnet dir auf dem Debütalbum von Pink Room aus Ghent, Belgien. Fraglos ist das ein eher stumpfes Werkzeug, aber sicher auch genau das richtige um diesen Job zu erledigen.

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Foyle – Diamant / Als Ich Die Welt Verriet / Vitamin, Vitamin

Schickes Demo einer Band, deren Mitglieder sich irgendwo in der Gegend von Köln und Düsseldorf rumtreiben. Durchaus kompetenten Noiserock gibt’s dabei auf die Ohren, der nicht zuletzt auch durch die Umstellung auf deutschsprachige Texte (das erste Demo war noch auf Englisch gesungen) einiges an Charakter gewonnen hat. Das kann was, da könnte ich noch mehr von vertragen.

Mod Vigil – Automatic Remorse

Auch Album Nummer zwei der Band aus Coburg, Australien liefert wieder astreine Qualität. Weiterhin behält die Band gekonnt die Balance zwischen den Eckpunkten Garage Punk, Postcore und Noise Rock. Tempomäßig geht es diesmal etwas entspannter zu, dafür haben die Songs und Arrangements einen deutlich erkennbaren Feinschliff erfahren und wiederholt kommt so ein spezieller Vibe auf, der an eine leicht gedrosselte Variante der Hot Snakes denken lässt.

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Cutie – Cutie

Cutie aus New York konnten mich ja schon mal vor einem Jahr mit ihrer ersten EP und einem Arschtritt aus Noise Rock, Fuzz Punk und etwas Postcore vollends zu überzeugen. Auf dem erneut selbstbetitelten Nachfolger schickt die Band in gewohnter Manier zehneinhalb Songs in ziemlich genau zehn Minuten auf die Reise und hat dabei noch mal einiges an Druck und Fahrtwind zugelegt, klingt nun ein bisschen wie ’ne Kreuzung aus Tunic, Mclusky und einer kleinen Dosis Drive Like Jehu/Hot Snakes.

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Bloody Head – Narco Bulldozer​ / ​Black Dog Blues 7″

Eine Band aus Nottingham liefert auf diesem Kurzspieler zwei ultra-stumpfe Jams zwischen Noise Rock und Sludge Punk ab. Ein Sound der eher quetscht als drückt, eine durchaus effektive Strategie.

Tunic – Complexion

Nachdem die Noiserocker aus Winnipeg in den letzten Jahren schon mit der einen oder anderen EP beachtlich viel Staub aufgewirbelt haben, erweist sich erwartungsgemäß auch ihr erster Langspieler als ein kompromissloser, wuchtiger Schredder par excellence.

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Thematix – Thematix

Exzellentes Zeug, die Debüt-EP die Debüt-EP von Thematix aus Baltimore. Post Punk gibt’s zu hören von einer schnörkellosen, direkten Machart und mit deutlichen Tendenzen in Richtung Noiserock, der etwa in der Nachbarschaft von Institute, Tunic, Negative Space und vereinzelt auch mal Bambara gut aufgehoben ist. Wie die Faust auf’s Auge passt dazu die rohe Klangästhetik der Produktion, die genau die richtige Balance zwischen Knarz und Druck findet.

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Eat Avery’s Bones – Where’s Eat Avery’s Bones?

Trading Wreckage meldet sich mal wieder zu Wort, das „Fake Label“ rund um ein in Austin, Texas ansässiges, nur lose definierbares Szenekollektiv im Dunstkreis von Noise und No Wave. Hier bereits zu bewundern gewesen in Form der Bands Flesh Narc und Gay Cum Daddies. Zu denen gibt’s auch in dieser Formation wieder massive Überschneidungen im Lineup, insgesamt war an dieser Platte aber eine rotierende Besetzung von mindestens elf Krawallerzeugern beteiligt. Geringfügig geradliniger und zugänglicher wirkt das hier als bei den genannten Bands, in manchen Momenten fast schon tanzbar. Dennoch ist das Zeug alles andere als normal und nicht zuletzt aufgrund der epischen Spielzeit erstklassig nervtötend.

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Whep – Welp

Noise Rock und Sludge Punk aus Denton, Texas. Klar ist das nichts neues unter der Sonne und einige werden sicher schon mit den Augen rollen wenn ich erwähne, dass die ein bisschen nach der allseits beliebten Oldies-Kapelle Jesus Lizard klingen. Also hier: Die klingen etwas nach Jesus Lizard. Siehste? Schon sind ’se am rollen. Vereinzelt spülen auch die ebenso unvermeidlichen, frühen Shellac an die Oberfläche oder ein Hauch von Slug. Aber ziemlich gut ist das eben auch, bringt beachtlichen Wumms und eine angenehm räudig-rustikale Kante mit.

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Tropical Trash – Southern Indiana Drone Footage

Nachdem die Noisecombo aus Louiseville, Kentucky vor ein paar Jahren mit ihrem Debütalbum UFO Rot bereits einen starken ersten Eindruck hinterlassen hat, hab ich die Band erstmal etwas aus den Augen verloren bis eine Split 7″ mit den Italienern Brutal Birthday wieder meine Aufmerksamkeit geweckt hat. In der Zwischenzeit hat ihr Sound aus Noise Rock, Sludge Punk, Postcore und einer rauen Garagenkante ganz schön an Wucht und Bestimmtheit dazugewonnen und erinnert mich mal an eine zugänglichere Variante von Nearly Dead, verquickt mit jeder Menge alter Hot Snakes, ein paar subtilen Sonic Youth-Momenten, der Dissonanz von Spray Paint und dem kompromisslosen Druck von Metz. Bin überzeugt.

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