Fun – 1/3 7″

fun

Fun, ohne Punkt dahinter, gottseidank. Also kein weichgespülter Indie¹ Rock² sondern wunderbarer Noise-/Mathrock aus Helsinki á la Shellac und Tar, mit einem leichten Sludge-Vibe.
¹auf einem Warner-Sublabel
²rockt nicht so wirklich

Danly Jesu & Barge With An Antenna On It – Split 12″

barge jesu

Das Plattenlabel meines australischen Lieblingsblogs Sonic Masala hat mal wieder eine saustarke Veröffentlichung am Start. Eine Splitscheibe ist es diesmal geworden von zwei recht unterschiedlichen aber ebenbürtig lauten Krachduos.
Danyl Jesu kommen aus Toowoomba und machen stark perkussiv geprägten Experimentalnoise von hoher Musikalität, der mit seinem abgrundtiefen Bassgewummer in die Magengrube geht und im restlichen Frequenzspektrum fleißig am Trommelfell rumsägt.
Barge With An Antenna On It aus Brisbane gehen mit einer etwas traditionelleren Drums-und-Gitarre-Besetzung zu Werke und erzeugen damit sehr ausgebufften, über weite Strecken instrumentalen Math- und Noiserock mit leicht postrockiger Note und ausgeprägter Dynamik. Beide Bands spielen meines Erachtens in der ersten Liga ihres jeweiligen Subgenres.


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UT – Noise Deadening Barrier

ut

Die zuletzt hier vorgestellten Gerda sind offenbar nicht die einzige Arschtretende Noiserock-Band aus Italien. Das Trio UT aus Genua spielt eine absolut oldschoolige und zeitlose, leicht Math-lastige Variante davon, so etwa Drive Like Jehu meets frühe Shellac oder Big Black. Und auch ein bisschen 90er/00er Dischord-Krempel. Die sträflich unterbewerteten Faraquet lassen grüßen…


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Multicult – Variable Impulse

multicult

Die eher technische, Math-orientierte Seite von Noiserock lässt mich zwar meistens ziemlich kalt, aber das Trio Multicult aus Baltimore ist eine derart tighte Maschine, dass sie jeden noch so abstrakten, krumm oder gerade getakteten Groove ungewohnt sexy daherwalzen lassen. Das erinnert teils sehr positiv an Big Black, Jawbox oder frühe Shellac.


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Tendril – Am Ought

tendril-1

Explosives Zeug von einer Band die vermutlich aus Norfolk, Virginia daherkommt. Stilistisch irgendwo zwischen den Stühlen Postpunk/-core, Noiserock, Mathzeug und etwas Sludge angesiedelt, gehen die ideenreichen zwanzig Minuten um wie im Flug. Besonders die erste Hälfte mit ihren im Schnitt einminütigen Attacken wirkt wie aus einem Guss, man merkt kaum dass da ganze acht Songs mal eben so an einem vorbeigerauscht sind. Im zweiten Teil wird das Tempo dann etwas gemächlicher, die Stimmung mieser und die Songs montotoner. Auch das steht ihnen gut



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Girl Arm – Trading Cities

girl arm

Der Noise-/Mathrock dieses Quartetts aus Montreal erinnert mich beim ersten Track ein wenig an die alten SubPop-Helden Green Magnet School. Die beiden folgenden Songs werden dann deutlich technischer und verkopfter, dann fühlt man sich eher an Fugazi oder andere Vertreter der späten Dischord-Ära erinnert wie etwa Faraquet oder Q And Not U.

Thank you, Weird Canada!

Pord – Wild

pord

Die vergangenen Tage waren nicht ganz arm an oldschooligem Noiserock, stellt euch mal auf einen leicht erhöhten Lärmfaktor für diese Woche ein.
Den Auftakt macht eine Band aus dem französichen Lozère mit einer recht metallischen, knietief in den Mittneunzigern verwurzelten Spielart mit deutlichem Math-Faktor. Der konzentriert hinterhältige Punch von Shellac trifft auf die kompromisslose Brutalität von Jesus Lizard und Konsorten, oberndrauf noch eine Kinderschaufel voll Neurosis. Dabei wird das ganze aber mit einem sehr punkigen Vorwärtsschub dargeboten, so dass die Platte nie in öde Prog-Gefilde abrutscht.


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Stella – Big Table No People

stella
Chaotischer Math-/Noiserock aus Columbus, Ohio. Das trägt die Gene der üblichen Genre-Verdächtigen in sich, aber man kann auch parallelen zu etwas unwahrscheinlicheren Referenzen wie Minutemen oder The Pop Group ziehen, wenn man will.


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Poino – Bon Ick Voyeur

bon ick voyeur
Sehr, sehr toller Noise-/Mathrock von einem Trio aus London, der sich stilistisch aus der Blütezeit des Genres bedient. Bands wie Faraquet, Shellac, Jesus Lizard oder auch mal Helmet dürften hier Pate gestanden haben. Davor müssen sich Poino aber keineswegs verstecken; Bon Ick Voyeur ist ein sehr frisches Album geworden. Eins der wenigen, das seine Einflüsse nicht nur oberflächlich kopiert, sondern mit seinen ausgefuchsten Kompositionen von vorne bis hinten Sinn ergibt und trotz seiner Komplexität erstaunlich eingängig bleibt.


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