Tin Charm – The Engine is Bleeding

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Die Mitglieder von Tin Charm aus Dublin spielten sich schon in den 90er Jahren in zahlreichen Bands die Finger wund. Entsprechend ausgereift und selbstbewust kommt jetzt ihr Debütalbum daher. Von den ersten Akkorden an wird mir gleich ganz warm ums Herz, fühlt sich die Platte doch fast so an wie eine Rundreise durch das beste was der Indie Rock in den mittleren bis späten Neunzigern hervorgebracht hat. Dabei fällt eine genaue stilistische Einordnung schwer, zu zahlreich sind die Einflüsse die hier verbraten werden. In einem Moment haben wir hier Pavement-artiges Geschrammel, dass dann von dichten Gitarrenwänden aufgebrochen wird die mich etwas an Six.By Seven erinnern. Häufig liegen frühe Dinosaur Jr. oder späte Hüsker Dü als Vergleich nicht so fern, subtile Postcore-Einflüsse sind nicht zu verleugnen und immer wenn sie alles auf elf drehen fühle ich mich angenehm an die alten Shoegazer von Bailterspace erinnert. Das alles schaffen sie dennoch in einen halbwegs kohärenten Sound zu verpacken, der auf Albumlänge nie langweilig wird.
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Turbo Lightning – Faster Than Light

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Aus den Scherben der alten Noiserocker Mae Shi hervorgegegangen sind Turbo Lightning aus Los Angeles. Auf ihrer kürzlich erschienenen ersten EP „Faster than Light“ überzeugen sie mit einer etwa zehn Jahre verspätet wirkenden Art von Indie Rock, die man so unverwässert schon länger nicht mehr gehört hat. Trotz aller Euphorie und Melodiösität  die diesen Songs innewohnt, driftet die Platte nie in seichte Beliebigkeit ab, dafür sorgen gekonntes Songwriting und die leicht kantigen, rhythmisch wohl vom 90er Dischord-Sound beeinflussten Arrangements.

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