Angenehm altmodischer Indierock aus Saint Paul, Minnesota. Die ersten beiden Songs erinnern stark an das Solowerk von Bob Mould, im weiteren Verlauf der EP scheinen aber auch deutliche Anklänge an die Indie-/Powerpop-Szene der späten Achtziger und ein wenig Shoegaze-Vernebelung durch. So was geht schnell in die Hose, aber die Jungs haben so ausgezeichnete Songs am Start, dass selbst der geradezu Stadionkompatible Rausschmeißer Permission ganz unpeinlich bleibt.
Sehr erfrischender, zu Beginn melancholisch-meditativer, zum Ende der EP zunehmend punkiger Indierock mit hohem Fuzz-Faktor von einem Typen aus Seattle. Das ganze steht auch mit jeweils einem Fuß im Shoegaze-Gedöns sowie im Postrock.
Ausgezeichneter Indierock von einem Duo aus Toronto. Das passt ganz gut rein in die derzeitige Welle melodischer Krachduos. Wer schon Bands wie Playlounge, Solids, Andalucia oder frühe Japandroids mochte, wird auch hiermit Spaß haben. Die beiden Tapes sind Teil einer geplanten Reihe von Cassingles, zwei weitere Tapes sollen in Kürze erscheinen. Download gibt’s derzeit für umme bei Bandcamp.
Reden wir nicht um den heißen Brei herum. Ghost Of Jack Nance aus Helsinki klingen ziemlich exakt nach The Jesus And Mary Chain und fügen dem auch nix neues hinzu. Andererseits ist das eine der besten JMC-Kopien in letzter Zeit. Die Songs machen Spaß und würden auf Psychocandy keinesfalls negativ auffallen.
Neue EP der Bostoner auf Exploding In Sound. Im Vergleich zu ihrem letzten Album Life Is Murder haben sie einigen Ballast abgeworfen und gehen hier deutlich entschlossener und weniger verschwurbelt zur Sache. Damit positionieren sie sich ganz in der Nähe ihrer Labelmates Krill und Pile.
Negative Scanner aus Chicago wussten mich schon mit ihrer letzten, ebenfalls selbstbetitelten, 7″ zu begeistern. Hier lassen sie kein bisschen nach, ihr melodischer Postpunk gibt sich diesmal etwas zurückgelehnter, dafür ist das Songwriting deutlich gereift.
Zwei mal eingängiger Indierock aus Philadelphia. Ein mal von der punkigen, Fuzz-lastigen Sorte. Ein mal in der verträumt flächigen Variante. Beides toll.
Die erste EP der Band aus Cambridge hätte ich hier sicher auch schon gepostet, dummerweise war 12XU im August 2013 noch nicht gestartet. Dafür kann ich euch jetzt ihren neuesten Streich ans Herz legen, wieder eine ausgezeichnete EP mit treibendem Rock’n’Roll im Spannungsfeld von Noise, Postpunk und Post-/Emocore. Sonic Youth treffen auf Rites Of Spring und vielleicht ein bisschen Unwound.
Ausgezeichneter, waviger Indiepop/Postpunk aus Los Angeles einer subtil psychedelischen Note. Etwa so als hätte man Beach Boys mit New Order und einer Prise Spacemen 3 verwquirlt.
Das schwächste an dem Debütalbum von Tyrannosaurus Dead aus Brighton ist der etwas schläfrige Einstieg. Relaxtes Pavement-Geschrammel steht diesen Jungs und Mädels einfach nicht wirklich und die etwas dünne Produktion tut der Sache dabei auch keinen Gefallen. Der Rest der Platte hingegen ist ein fast perfektes Indie-/Noisepop-Album, das zwar gar nicht erst versucht aus den engen Grenzen des Genres auszubrechen, die beschränkten Mittel aber sehr gekonnt auszuschöpfen weiß. Am etwas gewöhnungsbedürftigen Gesang werden sich die Geister scheiden, ich find’s aber ganz charmant so. Freunde von Joanna Gruesome oder Gold Bears sollten mal zwei Ohren riskieren.