XYZ – XYZ

XYZ

Tausendsassa Ian Svenonios. Bekannt als Frontmann von Bands wie (unter anderem) Nation Of Ulysses, The Make Up, Weird War und Chain And The Gang, als Kolumnist und Autor von so schlauen wie ironisch-ernstgemeinten Büchern wie Supernatural Strategies for Making a Rock ’n‘ Roll Group, als gefragter DJ, Moderator der höchst ungewöhnlichen Talkshow Soft Focus und jetzt offenbar auch als Regisseur ist er längst die personifizierte Rock’n’Roll-Dekonstruktion für Menschen mit Hirn.
Jetzt also mit seinem Projekt XYZ. Das ist eigentlich gar nicht so neu, die Platte erschien schon letztes Jahr in Europa, fiel mir aber erst jetzt anlässlich des ganz frischen US-Releases auf. Svenonius gibt hier die gewohnt absurde Comicfigur ab, sonnt sich dabei aber in einem sexy minimalistischen Sound aus elektrischen Beats und Synths vermengt mit sonnigen Surf- und Fuzzgitarren. Muss man einfach lieb haben, den schrägen Pop-Philosophen.


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Radical Dads – Universal Coolers

radical dads

Die New Yorker Band liefert hier ihr bisher bestes Album ab. Ihren warmen, melodischen Indierock hab ich schon spätestens seit dem 2013er Album Rapid Reality ins Herz geschlossen, aber auf Universal Coolers haben sie im Songwriting deutlich zugelegt. Die Platte ist um einiges konsistenter und frei von Füllern. Einfach schön, das.


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Krill – A Distant Fist Unclenching

krill

Die von mir am gespanntesten erwarteten Platten dieses Jahr kommen von zwei Bands aus Boston, die mit etwas Glück beide deutlich größere Wellen schlagen werden als bisher. Da wären einerseits Pile, die in Kürze ihr neues Album auf die Welt los lassen werden. Und dann sind da Krill, die im letzten Jahr zufälligerweise auch voll Meta eine Konzept-EP um einen Charakter aus einem Pile Song gesponnen haben. Auch wieder kein Wunder, bestehen doch gewisse Ähnlichkeiten im Sound beider Bands und grasen auch beide im Gehege des New Yorker Labels Exploding In Sound. Man kennt und schätzt sich.
Jetzt machen also Krill den Auftakt und erfüllen mit Leichtigkeit die hohen Erwartungen mit einer Platte voller zeitlosem und ausgeklügeltem Indierock, dem aktuelle Trends mal so was von am Arsch vorbei gehen. Mehr als nur etwas exzentrisch und von einem böse verspulten Humor durchtränkt. So überzeugend gab’s derartiges schon länger nicht mehr zu hören.



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The Hissy Fits – No Way Out EP

the hissy fits

Drei Grrrlz aus Norfolk, Virginia spielen tollen melodischen Indie Rock klassischer Prägung. Die Platte wirkt dabei wie zweigeteilt. In der ersten Hälfte dominieren mitreißende Powerpop-Melodien und ein Sound, der wie warmer Honig den Gehörgang durchspült und doch genug Reibung mit sich bringt, um sich dort zu verfestigen. Der zweite Teil kehrt dann die ungeahnt moderige Sludgepunk-Seite der Band hervor und auch die kann überzeugen.


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The Larch – And Now, No. 1…

The Larch

Sympathiepunkte für die Monty Python-Refezenz. The Larch aus Brisbane spielen punkigen Indierock, der ungefähr so herauskommen sollte, wenn man das melodische Geschrammel früher Dinosaur Jr. und die Noise-Wände von Sonic Youth um eine ordentliche Ladung Shoegaze anreichert.

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The Yours – Teenagarten

the yours

Sehr, sehr toller und arschtretender Indierock/Noisepop aus Hongkong. Das kann wahlweise mal an Bands wie Solids, Playlounge oder Kicking Spit, plus ein wenig Sonic Youth erinnern. Im Verlauf der Platte scheinen dann aber auch noch so einige postpunkige Untertöne und ein kleines bisschen Shoegaze durch. Eine abwechslungsreiche und selbstsichere Platte, die mit ihrer großen Hitdichte zu erstaunen weiß.



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Red Temples – Queen / Spring / Intrepid

red temples

Auf der ersten EP dieser New Yorker Band gibt’s oldschoolig melodischen Punk-/Indierock, der so auch aus den späten 80ern kommen könnte. Mich erinnert’s besonders an die alten bostoner Postpunker Moving Targets.

Surveillance – Stressed And Depressed

surveillance

Wunderschöner LoFi-Indierock aus dem kanadischen Halifax. Als hätte man die auffälligsten Attribute von Klassikern wie Guided By Voices, Sonic Youth, Pavement mit der aktuellen Welle von Noisepop-Zeugs á la Playlounge, Gold-Bears oder Joanna Gruesome zusammengekippt.


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The Cats – Relax On Everyone

The Cats

Das zweite Album der Cats aus Philadelphia weist, nicht nur in seiner wechselhaften Lo-Fidelität, starke Ähnlichkeiten zu Guided By Voices in ihrer besten Phase auf. Das wäre an sich noch nicht so spannend, aber die Trefferquote auf dieser naturgemäß etwas zerfahrenen Platte braucht sich hinter ihren Vorbildern auch nicht zu verstecken. Gut um den Winterblues kurzfristig zu vertreiben, wenn die bunten Pillen nicht wirken wollen.



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