Melodischer Punk- und Indierock aus Helsingør und Kopenhagen. Molly lassen den alten Sound der mittleren und späten Phase von Hüsker Dü sowie des Solowerkes von Bob Mould neu aufleben. Das stört mich jetzt auch gar nicht, denn von dieser speziellen Schule gibt’s ja eher selten was zu hören und die Songs sind allesamt sehr gut.
In bester Vierspur-LoFi-Technik produzierter Powerpop aus dem Kaff Morgantown in West Virginia. Der vergleich zu Guided By Voices drängt sich natürlich auf, aber auch Woolen Men kommen mir beim hören in den Sinn.
UV-TV aus Gainesville machen einen auf Jekyll und Hyde. Wie selbstverständlich alternieren sie auf ihrem Demo zwischen sonnig-fluffigem Indiepowerpop und kratzigem Garagen- und Postpunk. Beides überzeugt.
Fluffig melodisch lärmender Indierock mit leichtem Surf-Vibe aus dem vollkommen Surferunfreundlichen Glasgow. Erinnert mich sehr positiv and verschiedene Bands wie etwa Solids, Wavves, Pale Angels, frühe Surfer Blood oder Playlounge.
Die neueste Veröffentlichung des etwas irreführend benannten Kassettenlabels Fleeting Youth Records kommt vom Soloprojekt eines gewissen Julien Maltais aus dem kanadischen Städtchen Alma. Der macht punkig-melodischen Indierock mit einem sonnigen Replacements-Vibe. Kann aber auch mal an Superchunk, Guided By Voices oder frühe Archers Of Loaf erinnern.
Band aus Chicago. Die Typen spielen eine interessante Mischung aus punkinfiziertem Indierock mit Popmelodien, Noiserock-Einflüssen und einer ordentlichen Schaufel Garagen-Dreck obendrauf.
Das ist bereits das zweite Album der Band aus Cleveland, bei der unter anderem der Cloud Nothings-Drummer Jayson Gerycz mitmischt. Zu hören gibt’s abgehangenen Indierock, mal entspannt, mal mit Feuer unter’m Arsch, mit sonnigen Popmelodien und gelegentlich auch einem leichten Garagen-Vibe.
Gefallen an Glazer gefunden? Das Duo King Azaz aus Philadelphia schlägt in eine ähnliche Kerbe, gibt sich aber noch ein ganzes Stück roher und ungeschliffener. Wieder einmal drängen sich Dinosaur Jr und Sebadoh als vergleiche auf, diesmal aber mit so einigen Ausläufern in Richtung Grunge und Noiserock.
Zeitlos schöner Indierock mit melancholischer Grundstimmung und viel Punk-Feuer unter’m Arsch aus der Kleinstadt New Brunswick in New Jersey. Ruft erinnerungen an Klassiker von Dinosaur Jr, Hüsker Dü, Swervedriver oder die unvermeidlichen Sonic Youth wach, gelegentlich auch an Milk Music. Und wer die letzte Platte von California X genau so enttäuschend fand wie ich, könnte in Glazer einen guten Ersatz finden.