Gloss Rejection – Meet Yourself Inside
Schöner Indierock aus London. So Breeders-meets-Slint plus ein paar schummrige Postpunk-Anleihen.
Schöner Indierock aus London. So Breeders-meets-Slint plus ein paar schummrige Postpunk-Anleihen.
Das 2012er Album Sceptre Hole von Rat Columns aus Perth war eine meiner Lieblingsplatten aus jenem Jahr. Schräger und vernebelter Pop wie aus einer anderen Welt, alles an dieser Platte war extrem seltsam konzipiert, arrangiert und produziert. Nachdem ich mit der letzten Platte Leaf nicht so vollständig warm wurde, gefällt mir die aktuelle EP wieder sehr gut. Die hält eine gute Balance zwischen dem unverschämten Powerpop des letzten und der Verschrobenheit des ersten Albums.
Zwei Livetracks der New Yorker. Die A-Seite ist eine Indierock-Hymne wie man sie leider nur noch selten zu hören bekommt. Der Sänger nölt desinteressiert über einen höchst infektiösen funky Groove, bevor in alter Sonic Youth-Manier die Noise-Hölle losbricht. Der flotte Punkklopper auf der B-Seite kann da Qualitativ nicht mithalten, ich bin trotzdem gespannt auf das lange angekündigte Album, das vielleicht irgendwann auch mal wirklich erscheint.
Ein kleiner Nachschlag von den Indierockern aus Oakland. Die sind und bleiben der beste California X-Ersatz derzeit.
Neuester Eintrag in der genialen LAMC-Serie von Famous Class Records. Die Erlöse gehen wie immer an den Ariel Panero Memorial Fund, der finanzielle Unterstützung für den Musikunterricht in US-Schulen bereitstellt.
Diesmal sind’s zwei Musiker/Bands denen ich in der Vergangenheit eher lauwarm gegenüberstand, für diese Splitsingle geben sie sich aber in Bestform, das sind zwei starke Songs. Nicht mehr, nicht weniger.
Schönes Album von einem Londoner Trio. Vielseitiger Indierock und Postpunk mit leichten Spätneunziger Dischord-Anleihen und noiserockigen Momenten.
Leider kein Album-Stream verfügbar.
Neues von den Indierockern aus Chicago. Bathroom At The Beach ist ein erstklassiger Indie-Smasher in bester 90er-Tradition. Noch besser gefällt mir allerdings die leicht progressiv angehauchte B-Seite Piss Wizard, die bei Bandcamp leider nicht als Stream zur Verfügung steht. Ein klassisches Doom-Riff wird da mit süßem Noisepop verschmolzen. Einfach hinreißend.
Mann, diese Kollaboration hatte ich aufgrund meines Untergrund-Tunnelblicks ja mal gar nicht auf dem Schirm. Beide Bands sind mit ihrem Erfolg eine angenehme Randerscheinung im von Jahr zu Jahr madiger werdenden Indierock-Sumpf, denn derart mitreißende Rocker mit emotionalem Punch und massig Popappeal vermögen sonst nur wenige aus dem Ärmel zu schütteln ohne dabei kischig oder beliebig zu werden. Die gebündelte Durchschlagkraft und Songkonsistenz beider Frontmänner lässt hier nichts zu wünschen übrig, die Songs sind durchweg erste Sahne und einen leicht fuzzy-garagigen Vibe haben sie der Platte auch verpasst.
Melodischer Postpunk mit melancholisch verträumten C86-Powerpop/Proto Shoegaze-Elementen und ein bisschen Surf-Vibe aus dem Städtchen Lethbridge in der kanadischen Provinz Alberta. Die letzte Platte von denen fand ich noch ziemlich unausgereift, hier sind sie aber mit stärkerem Songmaterial und einem deutlich gereiften Sound unterwegs. Erinnert ein wenig an so unterschiedliche Bands wie Piles, Blank Realm, Wild Moth oder Male Bonding.
Düsterer Indie Rock aus Adelaide mit Elementen aus Surfpop, Psych, Folk und Dreampop. Man kann eine gewisse Verwandtschaft mit den frühen Crystal Stilts nicht verneinen.
Neighbourhood Threat – Neighbourhood Threat