Curelight Wounds – Constant Mind

Die aktuelle EP dieser New Yorker Band gefällt mit einem Sound, der gekonnt Elemente aus 90er Indierock und Shoegaze vermischt und von einem kräftigen Postpunk-Motor vorangetrieben wird. Die alten Swervedriver ruft das ins Gedächtnis oder – wie z.B. im Noisepop-Highlight Hot House – frühe Wavves.


Album-Stream →

Drahla – Third Article

Auch auf dem Kurzspieler Nummer drei der Formation aus Leeds kommt ihre Mischung aus Post Punk, Noise und Indierock ausgesprochen souverän und trittsicher rüber. Mehr als auf den Vorgängern kommen hier sehr deutliche Anklänge an 80er Sonic Youth zum Vorschein.


Album-Stream →

Bed Wettin‘ Bad Boys – Rot

Mit den Powerpoppern aus Sydney hatte ich eigentlich kaum noch gerechnet, immerhin sind seit ihrem Debütalbum Ready For Boredom schon knapp fünf Jahre ins Land gezogen. Man möge mir also verzeihen, dass ich die Band innerlich schon unter „ist mal gewesen“ einsortiert hatte. Ihr neuer Langspieler präsentiert die Band jedenfalls in überraschend guter, frischer Form. Die elf Songs gehören durchweg zu ihrem besten Material und wurden hier in einer unglaublich beherzten, vor Spielfreude berstenden Darbietung festgehalten. Ohne dass sich ihr Sound dabei grundlegend verändert hätte: Das ist immer noch wunderbar oldschooliger Indie Rock und Power Pop, der an Replacements, 90er Guided By Voices, späte Hüsker Dü und in der aktuellen Landschaft öfter mal auch an Woolen Men oder Royal Headache (von denen hier auch ein Ex-Mitglied mitspielt) denken lässt.



Album-Stream →

The Newsletters – The Newsletters

Das Debütalbum von diesem Duo aus Melbourne weiß mir auf Anhieb zu gefallen mit einem recht minimalistischen, verträumten und sehr oldschooligen Sound, der auf Stilelemente aus früh-80er Power Pop, C86, neuseeländische Flying Nun-Schule und ein bisschen (Proto-)Shoegaze zurückgreift, ergänzt um leicht postpunkige Zwischentöne. Natürlich darf man sich dabei an The Clean oder Galaxie 500 erinnert fühlen, aber auch an Jüngeres Zeug von Posse, Blank Realm oder Shy Boys.



Album-Stream →

Brutal Poodle – Long Time No See

Solides Debüt-Tape einer Band aus Vancouver. Schrammeliger Indierock, der unter anderem klassische Replacements-, Volcano Suns- oder Hüsker Dü-Vibes versprüht.


Album-Stream →

Seafog – Dig It On Up

Eine nicht mehr brandaktuelle aber umso exzellentere EP kommt von einer Band aus Dunedin, Neuseeland. Einen Sound rollen sie darauf aus, bei dem ich mir kaum vorstellen könnte, dass er irgendeinem anderen Ort entspränge. Das hat einfach diesen speziellen Flying Nun-Vibe. Relaxter Indierock und Jangle Pop mit postpunkigen Grooves, durchzogen von psychedelischen Drones, immer eine Zehenspitze vorsichtig in die Avantgarde getaucht. Und natürlich erinnert mich das an The Clean sowie an aktuelle Bands á la Surf Friends, T54 und Boomgates.


Album-Stream →

Eight – Eight

Eight kommen aus Philadelpia und spielen diese selten gewordene Art von klassischem Indierock, dessen Wurzeln klar in den frühen 90ern zu finden sind. Ultraeingängiges Zeug, das Soundmäßig dennoch kräftig zubeißen kann. Neben vielen anderen Bands sind hier Anklänge an Swervedriver, Superchunk, Sugar oder Archers Of Loaf wahrnehmbar.


Album-Stream →

Goon – Happy Omen

Wunderschön, diese EP einer Band aus Los Angeles. Eine formschöne Verschmelzung aus Indierock, (Neo-)Psychedelia, Power- und Jangle Pop, etwas folkigem Gedöns gibt’s zu hören. Das weckt z.B. Erinnerungen an Spacemen 3, Galaxie 500 und die alten Paisley Underground-Traditionen.



Album-Stream →

Bike Thiefs – Lean Into It

Bike Thiefs sind ein Trio aus Toronto und hierbei handelt es sich um ihre dritte EP. Die macht ziemlich Laune mit einem schön druckvoll vorwärts walzenden Klangkostüm, das zwischen postpunkigem Indierock und wuchtigem Postcore oszilliert, beides ist mit einer herzhaften Noise-Kante versehen. In der erstgenannten Eigenschaft erinnert mich das ein wenig an die Gotobeds, in der letzteren an aktuelle Bands wie Tunic, Greys oder Batpiss. Das fluppt ganz hervorragend.


Album-Stream →

Fragile Rabbit – Fragile Rabbit

Erinnert sich noch wer an Blessed State? Diese Band aus Northampton, deren ansonsten recht straighter Hardcore-Sound durch eine unerwartete Vorliebe für Dinosaur Jr.-artige Gitarrenleads und -solos auffiel? Keine Ahnung ob die Band noch existiert, jedenfalls spielen zwei der Mitglieder von denen jetzt bei Fragile Rabbit, außerdem gibt es personelle Überschneidungen mit den Indierockern Left & Right. Nix mehr mit Hardcore hier, der melodische Lärm mit J. Mascis-Bezug darf diesmal seinen freien Lauf nehmen. Außerdem liegt man auch nicht ganz falsch, fühlt man sich etwa an sich an California X oder die Debüt-EP von Milk Music erinnert.