Dumb Punts – Coupla Couplas

dumb punts

Auf der EP der Dump Punts aus Melbourne findet sich eine launige Mischung aus relaxten, an die Bed Wettin‘ Bad Boys erinnernde Slacker-Hymnen mit deutlichem Southern-Einfluss und ein paar ebenso ausgezeichneten Punk- und Garagen-Perlen.


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Telstar Sound Drone – Jäegerklause Berlin Jan 2014

telstar sound drone

Druckvoll atmosphärischer Psych-/Spacerock aus Kopenhagen. Wie schon am Titel erkennbar, findet man auf dieser EP vier mitreißende Livemitschnitte. Die Jungs beherrschen das Austeilen genau so gut wie die Vernebelung der Sinne.

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Sheer Mag – II 7″

sheer mag

Endlich gibt’s Nachschub von den gegenwärtigen Königen des Southern-beeinflussten Power Pop. Die neue EP von Sheer Mag aus Philadelphia setzt das Feuerwerk aus klassischen Popmelodien und entwaffnenden Hooks schnörkellos fort. Der knarzige LoFi-Sound, der zu dieser Musik einfach passt wie Arsch auf Eimer, ist weiterhin präsent; die eh schon sehr ausgefuchsten Arrangements haben hier aber noch ein ganzes Stück mehr Feinschliff erfahren.

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The Blind Shake – Fly Right

The Blind Shake

War ihr letztjähriges Album „Breakfast of Failures“ noch eine unaufhaltsam vorwärts walzende Riffattacke, hat die Band aus Minneapolis für ihre neue Platte auf Slovenly wohl absichtlich etwas Sand ins Getriebe gestreut. Die neue Reibung und Knarzigkeit lässt sie streckenweise an Useless Eaters oder Ex-Cult erinnern, gelegentlich mit einer gewissen Surfseligkeit.


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Male Gaze – Gale Maze

male gaze

Castle Face Records lehnen sich hier mal ein kleines bisschen aus dem Fenster und hauen das Debüt-Minialbum der weniger Garagen- als Postpunk-affinen Male Gaze aus San Francisco raus. Passt trotzdem hervorragend in den Labelkatalog, weil sie sich mit den anderen Acts die Vorliebe für einen dicken Fuzzmantel und eine Aura aus warmer Psychedelia teilen. Von drückendem Stonerpunk hin zu fluffigem Psychpop erstreckt sich hier das Spektrum, jeder Song überzeugt.


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The Vagoos – The Vagoos

the vagoos

Das Debütalbum der Rosenheimer ist schon ’ne ganze Weile auf schwarzem Bodenbelag erhältlich, aber jetzt endlich auch für böse Vinyl-Agnostiker wie mich digital zu bekommen. Die Platte übertrifft bei weitem, was das LoFi-Demo vor einem guten Jahr schon andeutete. Die Band spielt 60s Retro-Garagenrock auf ausgezeichnetem Niveau und mit einer Authenzität die man gerade hierzulande selten zu hören bekommt. Dabei decken sie souverän eine ganz bemerkenswerte Bandbreite des Genres ab, inklusive Schlenkern in Richtung Surf und Psych.


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Pinecones – Sings For You Now

pinecones

Starkes Teil von dieser Band aus Atlanta. Relaxt aber druckvoll vor sich hin groovende und rollende Retro-Jams mit stark garagiger Note und deutlichen Southern-Einflüssen, ein wenig Psych, aber alles gefiltert durch den Indierock der neunziger und nuller Jahre. Dazu ein Sänger, dessen monotones Sprechgebell dem ganzen noch mal eine ganz eigene prägnante Note hinzufügt. Trotz durchgängigem Midtempo schaffen sie es, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.


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XYZ – XYZ

XYZ

Tausendsassa Ian Svenonios. Bekannt als Frontmann von Bands wie (unter anderem) Nation Of Ulysses, The Make Up, Weird War und Chain And The Gang, als Kolumnist und Autor von so schlauen wie ironisch-ernstgemeinten Büchern wie Supernatural Strategies for Making a Rock ’n‘ Roll Group, als gefragter DJ, Moderator der höchst ungewöhnlichen Talkshow Soft Focus und jetzt offenbar auch als Regisseur ist er längst die personifizierte Rock’n’Roll-Dekonstruktion für Menschen mit Hirn.
Jetzt also mit seinem Projekt XYZ. Das ist eigentlich gar nicht so neu, die Platte erschien schon letztes Jahr in Europa, fiel mir aber erst jetzt anlässlich des ganz frischen US-Releases auf. Svenonius gibt hier die gewohnt absurde Comicfigur ab, sonnt sich dabei aber in einem sexy minimalistischen Sound aus elektrischen Beats und Synths vermengt mit sonnigen Surf- und Fuzzgitarren. Muss man einfach lieb haben, den schrägen Pop-Philosophen.


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Sound Ceremony – Guitar Star

sound ceremony

Großartige Wiederveröffentlichung eines eher obskuren Protopunk-Klassikers auf One Kind Favor. Unter dem namen Sound Ceremony veröffentlichte der Londoner Ron Warren Ganderton in den späten 70ern drei Alben, unter anderem sollen Mitglieder von Subway Sect und Pretenders an den Aufnahmen mitgewirkt haben. Das Debüt von 1978 ist seitdem zum ersten mal wieder offiziell erhältlich und wird Freunde von fuzzigem, bluesgetränktem Outsider-Rock entzücken. Das steht mit einem Fuß im 70er Artrock, mit dem anderen im den Punk-Prototypen á la Modern Lovers und etwas 60s Pych-/Garagenrock hat auch seine Spuren hinterlassen.

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The Thons – Hot Fun

the thons

Neues von den tollen Garagenrockern aus Chicago. Die neue Platte wurde etwas weniger schnell und dreckig aufgenommen als ihre Vorgänger, was sich in einem klareren und luftigen, aber nach wie vor druckvollen Sound bemerkbar macht. Die vorher noch etwas unterschwelligen Surf-Einflüsse kommen so viel deutlicher zur Geltung. Wieder mal höchst empfehlenswert für Freunde von so Zeug wie Radio Birdman, Obits oder Woolen Men. Wie auch schon die alten Kamellen gibt’s das Album wahlweise für wenig Geld auf Bandcamp oder im Tausch gegen einen Tweet oder Facebook-Share für umme auf der Bandpage.


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