White Lodge - Holy Void

white lodge
Psy­che­de­li­scher Surf­punk aus Queens­land, Aus­tra­li­en. Von Gun Club und den Cramps ge­nau so in­spi­riert wie von En­no Mor­rico­ne Sound­tracks, hat die­se Plat­te den selt­sa­men Sog ei­nes Da­vid Lynch Films. Al­les sehr ein­gän­gig und ver­traut auf den ers­ten Blick, be­kommt man doch schnell die höchst be­un­ru­hi­gen­de Ah­nung, dass un­ter der son­ni­gen Ober­flä­che ganz und gar ver­stö­ren­de Din­ge ih­re ers­ten Schat­ten wer­fen. Nicht zu lan­ge auf's Co­ver star­ren, sonst ver­schluckt es euch!

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Petty Things - Bored

petty things
Coo­le Band aus Tem­pe, Ari­zo­na. Laut Band­camp-Sei­te des La­bels kön­nen wir bald ei­nen neu­en Lang­spie­ler er­war­ten. Da bin ich mal ge­spannt drauf, denn die­ser Ap­pe­tit­an­re­ger mas­siert schon ziem­lich an­ge­nehm mei­ne Ge­schmacks­ner­ven. Ein­mal lau­ni­ger, vom 77er Punk be­ein­fluss­ter Schram­mel­pop, ge­folgt von zwei eher ga­ra­gig an­ge­hauch­ten Re­tro-Ro­ckern, zeigt die Band im­mer ein aus­ge­präg­tes Ge­spür für ein­gän­gi­ge (Power-)Popmelodien.

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Cheese Borger and the Cleveland Steamers - Terminal

cheese borger
Ich kann um's ver­re­cken nicht viel mehr über die­sen Ty­pen her­aus­fin­den au­ßer dass er wohl vor sehr, sehr lan­ger Zeit in ei­ner Band na­mens Pink Ho­les mit­ge­mischt hat, die wie­der­um sind schein­bar so was wie ei­ne lo­ka­le Le­gen­de in ih­rer Hei­mat Pai­nes­ville, Ohio. Muss ich mal aus­che­cken, wenn ich die Zeit fin­de.
Auf sei­ner ak­tu­el­len Plat­te setzt es mi­ni­ma­lis­ti­schen Ga­ra­gen­rock und 77er Punk mit star­kem Rocka­bil­ly-Ein­fluss. Die Cramps las­sen manch­mal recht herz­lich grü­ßen. Pro­to-Punk á la Mo­dern Lo­vers ist auch kei­ne ganz fal­sche As­so­zia­ti­on. Im­mer schön ab­ge­han­gen und oh­ne über­flüs­si­ge Schnör­kel pro­du­ziert, hät­te die­se Plat­te ge­nau so auch schon vor drei­ßig Jah­ren er­schei­nen kön­nen.
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The Future Primitives - Into The Primitive

LP_Cover_Delaney
Pri­mi­tiv ist wirk­lich das ein­zi­ge pas­sen­de Wort, um den Sound die­ser Band aus Kap­stadt, Süd­afri­ka zu be­schrei­ben. Das ist Ga­ra­gen­rock in sei­ner ur­sprüng­lichs­ten Form, "Nuggets"-Style Pro­to­punk der spä­ten 60er/​ Frü­hen 70er. Ab und zu las­sen sie noch et­was 30th Flo­or Ele­va­tors oder Stoo­ges zu, viel neu­mo­di­scher wird's auf die­ser Plat­te aber nicht. Für die­ses Gen­re gilt: je düm­mer und ein­fa­cher es wird, des­to mehr Spaß macht das gan­ze. Al­so Hirn aus­schal­ten und aus­klin­ken, wir ver­lie­ren die Kon­trol­le…
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Pink Mexico - Pnik Mxeico

pink mexico
Pink Me­xi­co ist das jetzt-nicht-mehr-So­lo­pro­jekt von Ro­bert Pres­ton Collum aus Los An­ge­les. Das De­büt­al­bum der nun zum Trio an­ge­wach­se­nen Band ist ei­ne mit­rei­ßen­de hal­be Stun­de riff­las­ti­ger mid­tem­po-Ga­ra­gen­rock mit leich­ten Psy­che­de­lic-Spreng­seln und grung­i­gen Un­ter­tö­nen.
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Adam Widener - Vesuvio Nights

Adam Widener
Adam Wi­de­ner dürf­te vor al­lem als Bas­sist der in­zwi­schen auf­ge­lös­ten Ga­ra­gen­ro­cker Ba­re Wires be­kannt sein. Aus de­ren lan­gem Schat­ten tritt er jetzt aber her­aus mit ei­ner her­vor­ra­gen­den So­lo­plat­te, voll mit Re­tro-Pop­pi­gen Hooks und trei­ben­dem Rock'n Roll ir­gend­wo im Grenz­ge­biet zwi­schen 77er Punk, Power­pop und Ga­ra­gen­rock.
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Cheap Time - Exit Smiles

cheap timeMei­ne Fres­se, hab ich mich ges­tern noch über The Pam­pers äh… be­pisst, ha­ben In The Red Re­cords schon die nächs­te Gen­re-ver­wand­te Ver­öf­fent­li­chung am Start. Und zwar von den schon seit ei­ni­gen Jah­ren im Ga­ra­gen­um­feld recht um­trie­bi­gen Cheap Time aus Nash­ville. Es ist oh­ne Fra­ge ih­re bis­her bes­te und reifs­te Plat­te - so­weit man die­ses Gen­re über­haupt mit so was wie Rei­fe in Ver­bin­dung brin­gen kann - und wird oh­ne je­den Zwei­fel in di­ver­sen Jah­res­end-Lis­ten ga­ra­gen­af­fi­ner Blog­ger­kol­le­gen auf­tau­chen.
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The Pampers - The Pampers

pampersDie­sem Blog fehl­te bis­her noch ei­ne or­dent­li­che Ga­ra­gen­rock-Dröh­nung. Wird jetzt nach­ge­lie­fert. Die New Yor­ker Band macht ih­rem Na­men al­le Eh­re und scheißt den lei­dens­ge­prüf­ten Hö­rer zwan­zig Mi­nu­ten lang rück­sichts­los voll. Ei­ne der kom­pro­miss­los ro­ckends­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen in letz­ter Zeit. Ich muss jetzt erst mal die Win­deln wech­seln ge­hen.
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Liquor Store - In the Garden

Liquor-Store-Lynchmob
Die­se fünf Spa­cken kom­men aus Plau­der­ville im Bun­des­staat New Jer­sey und er­fül­len so ziem­lich je­des Kli­schee das man mit ih­rer Her­kunft in Ver­bin­dung brin­gen könn­te. Schmie­rig ge­ben sie sich auf ih­rem zwei­ten (?) Long­play­er, ver­sof­fen und ab­ge­fuckt, aber in ih­rer Ein­fach­heit und Ehr­lich­keit doch ziem­lich lie­bens­wer­te Asis. Mu­si­ka­lisch ist das ein selt­sa­mer Misch­masch aus 77er Punk, Sou­thern- und Clas­sic Rock. Gen­res al­so, die nicht wirk­lich ver­ein­bar er­schei­nen, aber hier wirk­lich stim­mig mit­ein­an­der ver­schmel­zen. Die Plat­te dürf­te ih­re Wir­kung un­ter Bier­ein­fluss noch deut­lich stei­gern.
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Volar Records Compilations

beaters-fishage
Vo­lar Re­cords ha­ben gleich drei in­ter­es­san­te Com­pi­la­ti­ons im Pro­gramm. Die bei­den Comps "Stran­ge Mu­ta­ti­ons" Vol. 1+2 ver­sam­meln ei­ni­ger der auf dem La­bel aus San Die­go er­schie­ne­nen 7"s in di­gi­ta­ler Form. "6x2x12" ent­hält dann sechs wei­te­re ex­klu­si­ve Tracks, un­ter an­de­rem die­se un­er­war­tet gei­le Co­ver­ver­si­on des ab­ge­fuck­ten King of Schlock.

Sti­lis­tisch setzt es über­wie­gend Post­punk der mehr oder we­ni­ger ga­ra­gig-kru­den Art, aber auch ein paar me­lo­di­sche­re Mo­men­te von Au­da­ci­ty und Big Eyes kom­men vor. Die­se Stil­mi­schung ist wie ge­macht für Kurz­wei­li­ge 7"s und EPs, auf Al­bum­län­ge mit den üb­li­chen Fül­lern ist mir das dann doch meis­tens et­was zu viel. Ge­ra­de des­halb ist das für mich hier so ei­ne wil­kom­me­ne Ver­öf­fent­li­chung, in der ver­dich­te­ten Form von Com­pi­la­ti­ons. (mehr …)