Power Buddies – Power Buddies

power buddies

Ausgezeichnet abgefucktes Tape dieses Garagenduos aus dem kanadischen Edmonton. Das erinnert manchmal an abgehangenere Gun Club, aber darüber hinaus haben sie auch ein gutes Gespür für soulige Powerpop-Hooks. Auch ein wenig psychmäßig darf’s mal werden. Das ganze rotzen sie dann ohne viel Rücksicht auf technische Feinheiten, aber mit jeder Menge ungestümem Vorwärtsdrang auf den Proberaumboden.


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Golden Pelicans – Golden Pelicans

golden pelicans

Garagenpunk aus Orlando, dessen Herkunft ich jetzt mal eher irgendwo in Australien vermutet hätte. Erinnert doch stark an die Obits, als wenn jene ihrem Fabile für besagten Aussie-Protopunk á la Saints und diverses anderes 77er-Zeugs etwas freieren lauf gelassen hätten. Das lutscht nicht, das tritt ganz gewaltig Ärsche. Checkt auf der Bandcamp-Seite auch unbedingt die noch etwas dreckiger produzierteren 7″s aus!


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Shit Box Jimmy – Deliverance

shit box jimmy

…und sogleich kommt mir das nächste kleine Garagenrockwunder über den Weg gelaufen. Shit Box Jimmy kommen aus Cleveland, Ohio und spielen eine mal abgehangen bluesige, mal ausgeprägt powerpoppige Variante. Dabei vermögen sie es zwischendurch durch schon mal frühe Wire zu Channeln, oder auch Dead Moon, deren alten Gassenhauer „Walking On My Grave“ sie noch einmal zum besten geben.


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Apache Dropout – Heavy Window

apache dropout
Wenig spezielles zu sagen über diese Platte. Ist halt Garagenrock. Aber solcher, der bei bei mir genau die richtigen Nerven trifft um kurzzeitig den störenden Verstand zu unterdrücken. Traditionelle Blueslicks. Fuzz in Sechserpack. Stupide vorwärts stampfende Rythmen. Fiese Pophooks. Und der entscheidende Funke Wahnsinn, der so häufig die okayen von den herausragenden Genrebeiträgen unterscheidet.


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Lenguas Largas – Come On In

lenguas largas
Auf der aktuellen Platte dieser Band aus Tucson, Arizona treffen sich einige sehr verschiendene musikalische Stränge auf unwahrscheinliche Art und Weise. Da wäre auf einer Seite der unkontrollierte Garagenrock von Bands wie Yuppies, Ex-Cult oder Parquet Courts, ebenso wie etwas antiquiert wirkende VU-/Strokes-ismen. Auf der anderen Seite des Spektrums wäre dann die populäre Gratwanderung zwischen Indierock und Postpunk/-core wie sie etwa von Die! Die! Die!, Les Savy Fav oder Popstrangers repräsentiert wird. Der Melodische Psych-Powerpop ihrer Stadtnachbarn Resonars hinterlässt auch Spuren, ebenso wie der melancholische Surf-Twang von Crystal Stilts oder Fresh and Onlys. Zu guter letzt kommt dann noch eine kleine Dosis Psychgedröne á la Disappears dazu.
An Abwechslung mangelt es also wahrlich nicht. Es spricht sehr für die Qualitäten der Band, dass die Jungs sich inmitten dieser Fülle von Einflüssen nicht total verzetteln und auch nicht abgedroschen klingen, angesichts der teilweise bereits zu Tode erprobten Zutaten.



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The Neighbors – Will You Please Be Quiet, Please?

neighbors
Wunderschön eingängigen Garagen-Retrorock/Powerpop spielen die Neighbors aus Seattle, mit hymnischen Song-Qualitäten und gesalzen mit einer ordentlichen Prise melodischen 90er Indierocks. Wer mit Genrevertretern wie King Tuff, The Woolen Men oder den Indierockern Island Twins etwas anzufangen weiß, sollte das hier auf keine Fall verpassen. Aber auch The Clean und verwandtes Zeug aus der neuseeländischen Szene haben hier wohl Spuren hinterlassen.


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King Vitamin – Multi-Vitamins

King Vitamin
Ach du scheiße, wie soll ich denn dieses schräge etwas von einer Platte schon wieder erklären? Aus Rochester, New York kommt die Band wenn ich das richtig interpretiere. Musikalisch eine wilde Fahrt durch einige der exzentrischsten Ecken des 80er Musikuntergrundes. Als wären so unterschiedliche Bands wie Minutemen, The Pop Group, Bad Brains, B52s, Wire und Devo zu einer absurden Einheit verschmolzen. Das ganze dann von einer Garagenband gespielt und schrottig aufgenommen, fertig ist der krude Bastard.


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Creeps – Creeps

creeps
Die überfällige Dosis Garagenrock für diese Woche bescheren Creeps aus Los Angeles. Das Trio spielt eine mal nach vorn gehende, mal abgehangen groovende Variante davon, immer mit dem Surfbrett unter’m Arm. In den schnörkellos rockenden Augenblicken kann das etwas an Wipers erinnern, in anderen Momenten rücken sie mit geradezu souligen Songqualitäten – zumindest im Geiste – in die Nähe der Australier Royal Headache.


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The New Christs – Incantations

new christs
Wär fast an mir vorbei gegangen, dass die Band um den australischen Punkopa und Ex-Radio Birdman Frontmann Rob Younger mal wieder ’ne Platte aufgenommen hat. Gefällt mir ein ganzes Stück besser als so einiges was die alten Herren in den Neunzigern und Nullern verbrochen haben. Sie laufen hier noch mal zur alten Höchstform auf, Incantations braucht sich nicht hinter den ganz frühen Alben und EPs der Band verstecken. Wenn auch das Tempo entspannter geworden ist, der abgehangene Vibe jener Platten ist präsenter als je zuvor und die elf Songs sind allesamt Volltreffer.


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White Fence – For The Recently Found Innocent

white fence
Tim Presley aka White Fence dürfte einigen noch als Frontmann der Psychrocker Darker My Love ein Begriff sein. Andere sind sicher durch seine Albumkollaberation mit Ty Segall auf ihn aufmerksam geworden. Seine Soloalben hingegen haben bisher – vielleicht gewollt – eher kleine Wellen geschlagen. Kein Wunder, denn mit derartig kompromisslosen LoFi-Produktionen ist schon prinzipiell keine größere Zielgruppe zu erreichen. Aber diesmal scheint er es ernst zu meinen. Mit dem Wechsel von einem mittelmäßig bekannten Spezialitäten-Label zu einer rennomierten Indiegröße geht hier auch eine neue Klangästhetik einher, weg von den kratzigen Vierspuraufnahmen vergangener Alben. Statt nach LoFi von heute klingt die Platte nach HiFi von gestern, dank Ty Segalls Produzenten-Skills erstrahlen die Songs in einem durchweg angenehmen Vintage-Sound. Auch songtechnisch hat sich das Niveau deutlich gehoben. Die früheren Platten waren ja ein eher durchwachsener Gemischtwarenladen, hier wurde wohl die Qualitätskontrolle deutlich verschärft und die Trefferquote liegt nah bei 100%. Eine wunderschöne Platte, die sich kein Freund von garagenaffinem Psychpop entgehen lassen sollte.

Leider kein Album-Stream verfügbar.

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