Shimmer Bed – Aquaria, Escapism & Other Favorites

Die Diskografie des Garagenprojekts Shimmer Bed aus Los Angeles ist ehrlich gesagt etwas zu umfangreich als dass ich gerade tiefer drin rumwühlen möchte, aber genau deshalb ist diese tolle Compilationkassette des spanischen Labels Discos Peroquébien so ein willkommenes Geschenk, das mich jetzt erstmals mit dem Typen bekannt macht. In der Spanne von wuchtigen 22 Songs werden wir Zeugen eines bemerkenswert breiten Spektrums an Klängen von oft recht schrägem Bedroom Garage Punk, der mal an die Melodiösität von Vaguess erinnert, an den Noise Pop von Jah Hell oder die verspielten Entwürfe von Dee Bee Rich, Nuts oder Prison Affair - bis hin zu Psychedelic Pop á la Rat Colums oder diversen 80er Flying Nun Acts. Und zwischendrin ist dann auch noch Zeit für ein paar Noise-lastige Post Punk-Skizzen.

Album-Stream →

Eugh – Cassingle #1

Neuer Scheiß von dem Garagenprojekt aus Melbourne im Dunstkreis der Kitchen People. Die A-Seite präsentiert ein glitzerndes, etwa an Liquids, Satanic Togas oder Datenight erinnerndes Powerpop-Juwel. Die B-Seite wiederum setzt dann die grobe Richtung der ersten EP fort mit schnuckeligem aber schwungvollem Garage Punk, den man auch Bands wie R.M.F.C., Set-Top Box oder Research Reactor Corp. in die Schuhe schieben könnte.

Tommy Cossack – Work From Home

…und gleich noch mal ein halbes Pfund kompetenter Garage-/Synth Punk von irgend 'nem britischen Typen, obwohl das hier eher nach etwas aus dem australischen Warttman Inc.-Gehege riecht, insbesondere nach Set-Top Box, R.M.F.C. oder Satanic Togas, plus etwas von dem unvermeidlichen Ausmuteants-Aroma.

Freak Genes – Power Station

Auf dem vierten Langspieler des britischen Duos, bestehend aus jeweils einem Red Cord und einem Proto Idiot, sind die beiden mit einem recht kompromisslosen Synthpunk-Sound unterwegs - karger und sturköpfiger als je zuvor - und es funktioniert dabei auch noch unverschämt gut, wie sie einen minimalistischen Knaller nach dem anderen aus verspulten Bleeps und LoFi-Schlagwerk abfeuern.

Album-Stream →

Nopes – Djörk

Dritter Langspieler der Band aus Oakland und erwartungsgemäß ist das mal wieder ziemlich geiler Scheiß hier. Ich find's immer noch absolut bemerkenswert wie das, was mal als eine Art Hüsker Dü-Verschnitt losging sich zu einer der kraftvollsten, eigenständigsten und sofort wiedererkennbaren Bands der letzten Jahre entwickelt hat, die scheinbar ohne große Mühe die rohen Energien von Hard- & Postcore, Noise Rock und Garage Punk zu einem wunderbar raubeinigen, unberechenbaren Biest verkantet.

Album-Stream →

Foil & Silvie S – Split

Nettes kleines Split-Tape. Foil aus Kansas City war mir bisher noch nicht bekannt, aber die drei Songs von dem Typen regen sofort die Durchblutung an mit einer schön knarzigen, rohen und etwas angeschrägten herangehensweise an Hardcore Punk.
Silvie S hingegen ist ein weiterer Alias für den sonst als Billiam geläufigen Australier, der scheinbar auch bei Dot.com und Disco Junk beteiligt ist. Von ihm gibt es hier drei weitere kleine Spaßkanonen in seinem vertrauten Style aus minimalistischem Garage- und Synth Punk.

Album-Stream →

ISS – Spikes

Mal wieder eine astreine EP des Electro-/Sample-/Mashup Punk Duos ISS auf der sie neben ihrem vertrauten Sound auch mal in astreinen Hardcorepunk (in Facemask) abstechen. Ich glaube das gab's von ihnen bisher noch nicht und es funktioniert ganz vorzüglich hier.

Album-Stream →

Liquids – Life Is Pain Idiot

Liquids, das Soloprojekt von Mat Williams treibt jetzt schon eine ganze weile sein Unwesen und jeder neue Eintrag in seiner inzwischen halbwegs massiven Diskografie war eine erfreuliche, wenn auch etwas inkonsistente Überrschung, weil viele seiner Veröffentlichungen eher einer losen Ansammlung von Songs sehr wechselhafter Qualität glichen. Das ist aber keineswegs mehr der Fall auf Life Is Pain Idiot, seinem neuesten Langspieler. Erneut unter der Produzentenmagie von Erik Nervous aufgenommen, mischt sich hier neuer Krempel nahtlos zwischen eine gute Auswahl bereits geläufiger, neu aufgenommener Songs, die hier klar in ihrer definitiven Fassung vorliegen.

Album-Stream →

Broken Vessels – Do You See My Smile?

Broken Vessels sind 'ne Band aus Santa Ana, Kalifornien und haben Mitglieder von Grimly Forming und Rolex mit an Bord (deren geniales Debüt-Album/Compilation/Re-Recording-Dingens ich hier ich bisher nicht gepostet hab, also checkt das Ding mal aus). Klingt dann auch mal ziemlich nach einer etwas primitiveren Variante von Rolex, wobei aber auch Mystic Inane als Vergleich nicht ganz fern liegen.

Wails – Wails

Hochendzündliches Material, die Debüt-EP dieser Band aus Stockholm auf welcher sie vier perfekte Attacken aus geradeaus rockendem Garage Punk vom Stapel lassen, der auch ein bisschen Hardcore-Vorschub und gelegentliche Spuren von Sludge enthält. Kann man etwa in der Nähe von Ex-Cult, The Cowboy, Jackson Reid Briggs and the Heaters, Flat Worms oder - etwas aktueller - Archaeas verorten.

Album-Stream →