Waste Man – One Day It’ll All Be You

Mit ihrem zweiten Langspieler haben sich Waste Man aus New Orleans fast komplett von dem Hardcore-Faktor gelöst, der auf ihrem saustarken 2018er Tape A New Type Of Worry noch alles zusammen hielt. Was nicht heißen soll, dass ihre neueste LP weniger spannend wäre, ganz im Gegenteil: Das hier ist ihr bislang ehrgeizigster und gleichermaßen reifster Output geworden. Eine unvorhersehbare Abfahrt, die auf dem Weg mal bei so Schlaumeier-Garage Punk á la Vintage Crop, Dumb und Uranium Club aneckt, von dort einen Bogen über Art Punk der Sorte Lithics oder Patti, hin zu modernem Post Punk der Public Eye-, Gotobeds- und Bambara-Schule aufspannt. Gleichzeitig strahlt das ganze aber auch noch ein paar oldschooligere Vibes ab - leichte Echos von Wire und Saccharine Trust sind dabei am deutlichsten auszumachen.

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Weenog – Weenog’s Tower

Okay… es scheint ganz so als ob die um sich greifende Dungeon-Welle, welche vor geraumer Zeit im Gebiet der Synth-basierten Klangexperimente ihren Lauf nahm und seitdem unter anderem an den Tellerrändern des Garage Punk an Einfluss gewann jetzt ganz zaghaft aber unvermeidlich in den feuchten Kellern des Hardcore Punk Einzug hält. Dieses spaßige Tape mit neuen, mittelalterlichen Überlebenskampf-Hymnen über schwere, stumpfe Objekte und anderer Leute Schädel klingt ein bisschen so, als vereinten etwa Lumpy & The Dumpers, Cülo und Strange Attractor ihre Kompetenzen um einen alternativen Jabberwocky-Soundtrack aufzunehmen.

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Slayer Jr – Slayer Jr

Mal wieder ein viel zu kurzes Tape mit gutem, bescheuertem oldschool Punk-Gepolter und deutlicher KBD-Schlagseite, auf's Band gekeucht von zwei Mitstreitern der Spacken Launcher aus L.A.. So ein Angebot kann ich natürlich keinesfalls ablehnen.

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Cosas Ilegales – Cosas Ilegales

Das ist jetzt schon der zweite saustarke Release aus Mexiko für diese Woche. Zugegeben, die Platte hat jetzt schon ein paar Monate auf dem Buckel aber nichts desto trotz… da drüben braut sich doch irgendwas zusammen. Das Debütalbum dieser Band ist eine starke Koffeinspritze aus elektrisch angetriebenem Vollgas-geradeaus-style Garage Punk mit leichten Ähnlichkeiten zu Bands wie S.B.F., Kid Chrome oder Arse. Mal eher noisy, mal melodisch, immer schön catchy und energisch.

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Alien Nosejob – HC45-2

Die zweite Hardcore-7" für Iron Lung Records ist das hier von Muteant Jake Robertson's Alien Nosejob, sein dritter Hardcore-fokussierter Release insgesamt, wenn ich mich nicht irre. Und natürlich artet das mal wieder in einen prachvollen kleinen Haufen an verspielten und einfallsreichen interpretationen des Genres aus. Was hätte man auch sonst erwartet?

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Cosme – Demo

Na das ist mal ein Leckerbissen! Eine Band aus Ciudad López Mateos, Mexiko liefert hier eine Containerladung purer Glückseligkeit ab, die sich in drei unmittelbar vorwärts gehenden Songkanonen manifestiert. Die Synth-Glasur obendrauf perfektioniert einen dringend benötigten Zuckerflash, der sofort ins Blut übergeht.

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Set-Top Box – Max Headroom

Vier neue und gewohnt unwiederstehliche Garage- und Synthpunk-Leckereien von dieser doch recht mysteriösen Band irgendwo aus Australien, mit denen sie sich ein Stück weiter der devofizierten DIY Punk-Perfektion annähern und ihren bereits im Aufstieg befindlichen Status unter den gegenwärtigen Überspacken des Genrepools untermauern.

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Civic – Future Forecast

Der erste Langspieler der Kapelle aus Melbourne setzt nahtlos fort, was schon die früheren EPs so liebenswert machte. Sicher, ihrem oldschooligen Garage Punk mit deutlichem Radio Birdman-Einschlag ist inzwischen ein ganz schön langer Bart gewachsen. Aber was für ein charmanter, ja göttlicher Bart das ist! Es ist ihnen zugute zu halten, dass sie auch etwas Abwechslung versuchen, hier und da mal einen klaren Wipers-Einfluss durchscheinen lassen, mit düsterem Post Punk rumspielen oder sich an AmRep-mäßigem Sludge- und Noise Rock versuchen. Aber machen wir uns hier nichts vor; am besten sind sie immer noch darin, straighte aber ausgefeilte Rocker am fließenden Band rauszuhauen wie eine gut geölte Maschine.

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T.L.B.M. & The Joy Toys – T.L.B.M. & The Joy Toys

Für jeden Käufer dieser netten kleinen Kassette - erschienen bei den allseits beliebten Vertickern inkorporierter, innovativer Diskontinuität - gibt's eine gratis fake Backstory dazu. Nee klar, 1982… das ist natürlich immer noch der gleiche Typ, der vor geraumer Zeit das Ding hier verbrochen hatte. Sein neuester Output hat ein bischen weiniger kaputtes Rumgeschwurbel im Tee, was er aber mit mehr Fuzz, mehr Melodien und durch Abwesenheit glänzenden Produktionswerten auszugleichen versteht. Für meine Ohren klingt's genau richtig.

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The Stools – Half Track Mind

Vom immer beachtenswerten Bollwerk Drunken Sailor Records bekommen wir eine weitere 7" mit roher und primitiver, abgefuzzt hyperventilierender und stellenweise Hardcore-angetriebener Garage Punk-Glückseligkeit vorgesetzt, verbrochen von einer Band aus Detroit, welche hier noch mal locker ihre bereits sehr gefällige letzte EP in den Schatten stellt, die erst kürzlich via Goodby Boozy aufgetaucht ist.

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