Es hat nur etwa zwölf Jahre gedauert aber kürzlich hat das Münchener Duo doch tatsächlich seine zweite 7" via Slovenly Recordings rausgehauen und es handelt sich um eine unwiderstehliche Wumme aus Garage- und Elektropunk mit Echos von The Spits und Stalins Of Sound, außerdem einem unerwarteten Hauch von Big Black im explosiven Opener Shut Your Face.
Wenn du deinen Hardcore Punk so wild, catchy und unschuldig magst wie 1981 an der US Westküste im Sechserpack verschweißt und seither ungeöffnet… wir hätten da was neues für dich. Aus Toronto kommt der Krempel und die fünf Songs klingen dabei keineswegs anachronistisch sondern versprühen mit dem gewissen Spritzer von zeitlosem KBD- und Garage Punk so einen Vibe, nicht ganz unähnlich zu aktuellen Bands á la Launcher, Freakees, Liquid Assets oder Cement Shoes.
Nachdem einem saumäßig Laune machendem Debüt-Tape dieses Londoners klingt dessen Nachfolger - ein chaotischer Mischmasch aus wieder aufgewärmten alten Demos und zwei neuen Tracks - fraglos etwas zerfranster und unfokussierter im direkten Vergleich dazu, weiß aber dennoch amtlich Ärsche zu treten. Erneut ist das ein ausgesprochen niedlicher Batzen an verspultem Garage Punk, dem trotz seiner britischen Herkunft doch eher ein australischer Vibe innewohnt und der etwa an Set-Top Box, R.M.F.C. und Satanic Togas denken läst, außerdem die unausweichlichen Ausmuteants-/Alien Nosejob-Referenzen provoziert und sicher auch ein paar Krümel Useless Eaters durch die Nase gezogen hat.
Eine Band aus Cleveland, Ohio erzeugt auf ihrer ersten EP einen rauen, dissonanten Mix aus Noise Rock und Post Punk mit einer scharfen Garagenkante, was sie auf der musikalischen Landkarte in etwa zwischen so Bands wie The Cowboy, Spray Paint, Flat Worms and Plax verorten lässt, manchmal auch ergänzt um einen gewissen Flipper-Vibe.
Ich glaub diesem mysteriösen Berliner Act habe ich hier bisher nie das volle Spotlight gegeben und kann rückblickend auch nicht mehr so genau sagen ob das so ist weil Heavy Metal noch nicht bereit für mich waren oder weil ich noch nicht bereit für Heavy Metal war. Definitiv kann ich aber sagen, dass ich ihr wildes und äußerst produktives Schaffen über die letzten Jahre konstant verfolgt habe und dass ihre verspulten Garage-/Elektro-/Hirnfickpunk-Machwerke mit jedem neuen Release etwas besser in meinem kaputten Gehirn resoniert haben. Dieser stetige Trend gipfelt jetzt in ihrem fünften Langspieler, auf dem sie meines Erachtens einen Sweet Spot getroffen haben und ein bisschen an ein gewisses Duo aus North Carolina erinnern, von dem man sagt sie seien nicht Punk genug für Heavy Metal oder irgend sowas… ebenfall im Mischbehälter befindet sich aber noch eine gesunde Dosis Swell Maps und Métal Urbain/Dr.Mix & The Remix. Noch nie haben die so nebulös und im besten Sinne falsch geklungen.
Neuer Krempel von einem der aktuellen Premium-Lieferanten des geringfügig KBD-gefickten Garage Punk aus Los Angeles. Nachdem die Vögel auf vergangenen EPs mal recht vielseitige Stilmittel und Versatzstücke anprobiert haben - inklusive etwa reinem Synth-/Elektropunk auf dem letzten Kurzspieler - klingen die auf ihrem neuesten Streich fokussierter als je zuvor und das zahlt sich aus: die aktuelle, recht Synth-lastige Iteration ihres Sounds tritt äußerst ansprechend in die Weichteile und mag durchweg schmeichelhafte Vergleiche etwa zu Launcher, Alien Nosejob, Research Reactor Corp., Liquid Assets oder Satanic Togas hervorrufen.
Garage Punk aus Stuttgart, welcher - trotz deutscher Lyrik - dankenswerter Weise nicht allzu deutschpunkländisch klingt. Eher würde ich die mit so KBD-kreuzgezüchteten Gruppen á la Liquid Assets und Freakees vergleichen, aber auch zu Erik Nervous, Useless Eaters oder Sauna Youth könnte man mehr oder weniger haltbare Vergleiche ziehen. Feines Zeug also.
Die Band aus Seattle gibt's jetzt ja schon 'ne Weile und entsprechend sitzt ihr Sound mit Schulden bei MC5 und Stooges inzwischen so komfortabel wie ein uralter Schlabberpulli. Das Tempo hält man heute etwas variabler und streckt sich regelmäßig in Richtung Hardcore aus, aber das ist so ziemlich die einzige nennenswerte Veränderung seit ihrem 2015er Demo. In den Händen einer weniger fähigen Band wäre das ein Rezept für garantierte Langeweile, aber Lysol vermögen den Scheiß wie gewohnt mittels reiner Wucht im Gehörgang zu verkanten. Da wackelt einfach nichts mehr.
…und hier ist gleich noch eine vorzügliche Ladung verschrobener DIY Garage- und Synth Punk-Ohrwürmer von einem Typen aus Perth, die sich recht homogen unter zeitgenössische Werke etwa von Alien Nosejob oder diverse Bands aus dem noch bunteren Warttman-Mikrokosmos mischt.
Haltet alle mal das chilenische Label Instant Party im Auge. Das fiel mir zuletzt schon positiv mit dem netten Pizza Boys Tape auf und jetzt haben die aber mal so richtig 'nen Hammer ausgegraben mit diesem Tape einer Band aus Monterrey, Mexiko, von der ich sonst vermutlich niemals was mitbekommen hätte. Kompiliert sind darauf alle vier EP's die bislang von der Band erschienen sind. Elektrisch angetriebener Garage- und Synth Punk, ein bisschen so S.B.F.-meets-The Spits, aber letztere mit mehr Robotern, mehr Cyberpunk… oder eventuell auch: Nuschelpunk?