Porno Mags - Porno Mags

porno mags

Am letz­ten Tag des ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te ich hier be­reits die ers­te 7" der Por­no Mags aus Chi­ca­go im Pro­gramm und laut­stark ei­nen Lang­spie­ler ge­for­dert. Wor­auf­hin die Jungs sich per Kom­men­tar­funk­ti­on zu Wort mel­de­ten und ei­nen bal­di­gen Re­lease zu­si­cher­ten. Und Über­ra­schung: Das ver­spro­che­ne De­büt­al­bum ist be­reits im April er­schie­nen und ich hab's trotz al­lem vol­le Kan­ne ver­passt. Mit 'nem hal­ben Jahr Ver­spä­tung macht die Plat­te zum Glück aber im­mer noch ge­nau­so viel Spaß, wie der ers­te Kurz­spie­ler schon an­deu­te­te. Bei­de Songs da­von sind hier ent­hal­ten, plus sechs eben­so aus­ge­zeich­ne­te Aus­ge­bur­ten ih­res relex­ten Ga­ra­gen­rocks, der ei­ne ge­wis­se Af­fi­ni­tät zu al­ten Pro­to­punk-Ge­schich­ten á la Mo­dern Lo­vers, aber ins­be­son­de­re zu Aus­tra­li­schen ver­tre­tern wie Saints und Ra­dio Bird­man er­ah­nen lässt.



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Piss Test - Second 7"

piss test

Aus­ge­zeich­ne­tes Punk­ge­döns aus Port­land. Schnör­kel­los ge­konn­ter Hard­core Punk, der aber eher an Bad Brains und den et­was quer­ge­dach­ten Früh- bis Mitt­ach­zi­ger Di­schord-Krem­pel er­in­nert. Ein ge­wis­ser Ga­ra­gen­ap­peal ver­edelt das Gan­ze dann zu ei­ner der sel­te­nen Plat­ten, die das ur­alte Gen­re mal wie­der ziem­lich frisch da­her­kom­men las­sen.

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Video - Cult Of Video 7"

Video

Vi­deo aus Den­ton, Te­xas lie­fern mit ih­rer neu­es­ten 7" auf To­tal Punk Re­cords ein or­dent­lich ge­sal­ze­nes Up­date von ih­rem arsch­tre­ten­den Ga­ra­gen-/Post­punk. Und oh boy, was für ein Sprung vor­wärts. Ober­fläch­lich ist hier zwar vie­les beim al­ten ge­blie­ben seit ih­rem 2011er De­büt­al­bum, aber die bei­den Songs sind ein gan­zes Stück aus­for­mu­lier­ter, der Sound ab­ge­han­ge­ner oh­ne an Druck zu ver­lie­ren und ein leich­ter 77er-Feel kommt da­zu. Wenn der nächs­te Lang­spie­ler das Ni­veau hal­ten kann wird das ein schi­cker Wurf.

Useless Eaters - Bleeding Moon

useless eaters

Das Ga­ra­gen­trio aus Mem­phis war in den letz­ten Jah­ren ja schon mehr als um­trie­big und mach­te die­sen Som­mer z.B. mit ei­ner 7" auf Slo­ven­ly auf sich auf­merk­sam. Mit dem neu­en, auf Cast­le Face er­schie­ne­nen Lang­spie­ler tref­fen sie den Na­gel aber so der­ma­ßen auf den Kopf, dass sie sich da­mit pro­blem­los in die ers­te Ga­ra­gen­punk-Li­ga ma­nö­vrie­ren. Ei­nen wahn­sin­ni­gen Spaß­fak­tor ver­sprü­hen die­se zwölf Songs ir­gend­wo zwi­schen dem ent­spann­ten Ge­rif­fe jün­ge­rer Thee Oh Sees-Plat­ten, dem stoi­schen Vor­wärts­drang von Par­quet Courts und Ex Cult's Post­punk-in­fi­zier­tem Ge­schred­der.


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Lazy - Soft Sheets 7"

lazy

Das be­schis­se­ne Han­dy­ka­me­ra-Art­work die­ses Ul­tra­kurz­spie­lers will erst mal ver­daut wer­den. Sor­ry, da müs­sen wir durch, ge­teil­ter Schmerz ist dop­pel­ter Schmerz. Und ich tei­le doch ger­ne. Wird aber wie­der gut ge­macht durch den strai­gh­ten und arsch­tre­ten­den Ga­ra­gen-/Post­punk der Band aus San Die­go, der mich vor al­lem beim zwei­ten Song Don't Die an ei­ne Kreu­zung aus X (die Amis) und Mo­dern Lo­vers er­in­nert, nicht zu­letzt weil der Sän­ger hier auch ei­nen aus­ge­zeich­ne­ten Jo­na­than Rich­man chan­nelt.

Snits - Pillow Talk?

snits

Kom­pro­miss­los nach vor­ne ge­hen­der Ga­ra­gen­fuz­z­punk aus Mi­chi­gan mit leicht grungi­ger Kan­te. Von so­was wie Ori­gi­na­li­tät kann man hier na­tür­lich nicht spre­chen, aber wer beim an­hö­ren die­ser EP auf sol­che Ge­dan­ken kommt soll­te eh mal zum Arzt ge­hen.

Prag - Demo

prag
Prag kom­men aus Perth. Schon ver­wirrt? Macht nix, der Rest ist ein­fach zu ver­ar­bei­ten, wenn man et­was Krach ab­kann. Auf ih­rem nicht mehr ganz tau­fri­schen De­mo setzt es sechs mal thra­shi­gen Ga­ra­gen­punk ir­gend­wo zwi­schen den frü­hen Teen­an­ger-Plat­ten und ei­ner pri­mi­ti­ve­ren Va­ri­an­te der Hot Sna­kes mit ka­put­ter Brem­se.


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Gluebag - Welcome To The Planet, Mother Fucker /​ Confused

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Über die Wie­der­ver­öf­fent­li­chung des ur­alten Tapes Wel­co­me To The Pla­net, Mo­ther Fu­cker auf dem aus­tra­li­schen La­bel Space Ri­tu­al bin ich auch auf's ak­tu­el­le Al­bum der Band aus Mas­sa­chus­sets ge­sto­ßen. Be­sag­tes Tape ist an­ge­nehm un­ge­schlif­fe­ner (man­cher wür­de sa­gen: dil­le­tan­ti­scher) Ga­ra­gen­punk, der die rau­he En­er­gie von Dead Moon, Stoo­ges oder auch mal Wi­pers chan­nelt. Die gran­di­os-schlecht da­hin­ge­rotz­te Ver­si­on von Jum­ping Jack Flash ist dann noch noch mal ein ganz ei­ge­ner Schock.
Auf dem neue­ren Al­bum Con­fu­sed hat sich die ge­ne­rel­le Marsch­rich­tung nicht all­zu stark ver­än­dert. Die Pro­duk­ti­on im­mer noch an­ge­nehm schrot­tig, spie­len sie jetzt viel­leicht et­was un­fall­frei­er, ver­wei­gern sich aber an­sons­ten jeg­li­chem Fort­schritt. Groß­ar­tig!



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Teenanger - E P L P

teenanger

Die Ga­ra­gen­post­pun­ker Teen­an­ger aus To­ron­to le­gen ein recht zü­gi­ges Ar­beits­tem­po vor. Ziem­lich ganau ein Jahr nach dem aus­ge­zeich­ne­ten Sin­gles Don't $ell ha­ben sie jetzt ih­re ak­tu­el­le LP, EP oder EPL oder watt auch im­mer für'n Dings am Start. Und ge­nau wie schon auf dem Vor­gän­ger kann man hier wie­der ei­ne gra­du­el­le Ver­fei­ne­rung der Re­zep­tu­ren be­ob­ach­ten. Der Noi­se ist wei­ter in den Hin­ter­grund ge­tre­ten und ein bes­ser ka­na­li­sier­ter En­er­gie­haus­halt er­laubt es ih­nen die Fü­ße öf­ter mal vom Gas- und Fuz­z­pe­dal zu las­sen, oh­ne da­bei an Druck ein­zu­bü­ßen.


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Mannequin Pussy - Gypsy Pervert

mannequin pussy

Lass uns mal über Mu­schis re­den. Mu­mu-Core ist schwer an­ge­sagt letz­ter Zeit. Da gab es zum Bei­spiel ei­nen Mu­s­chi­auf­stand, des­sen Prot­ago­nis­tin­nen für ein kei­nes Ständ­chen an ei­nem un­ge­wohn­ten Ort in den Knast gin­gen. Ei­ne an­de­re ih­rer Art be­haup­te­te spä­ter von sich, ein gar per­fek­tes Mie­ze­kätz­chen zu sein. Selbst­re­dend sind nicht al­le Mu­schis gleich. Bei erst­ge­nann­ter hink­te doch die mu­si­ka­li­sche Re­le­vanz emp­find­lich hin­ter der po­li­ti­schen her. Die an­de­re stell­te sich nach dem ers­ten Schock doch eher als ei­ne muf­fi­ge Bri­se hy­per­ven­ti­lier­ter hei­ßer Luft her­aus. Nichts des­to trotz, mit Mu­schi muss man der­zeit rech­nen.
Dies­mal al­so ei­ne Schau­fens­ter­mu­schi. Ge­fällt mir um län­gen bes­ser. Das Trio kommt aus New York, ein Mit­glied (mit-Glied, ha­ha!) hat gar kei­ne Mu­schi und Ti­ny En­gi­nes (sie­he auch letz­ter Post) hat ge­ra­de ihr ur­sprüng­lich als Tape er­schie­ne­nes De­büt­al­bum wie­der­ver­öf­fent­licht. Das ist aus­ge­zeich­ne­ter und recht viel­sei­ti­ger Krach, der ir­gend­wo zwi­schen Noi­se­pop, Post- und Ga­ra­gen­punk os­zil­liert. Ich schreib jetzt bes­ser nicht wei­ter, be­vor sich das hier zu ei­nem Mu­schi­touret­te aus­wächst. Mu­schi, Mu­schi, Mu­schi.



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