Slimex – Easy Money

Das letztjährige Debüt-Tape dieser Band aus Portland war ja schon ein durchaus spaßiges kleines Dingens, aber das hier ist einfach mal so viel stärker in jeder Hinsicht, die Präsentation tighter, die Songs mehr auf den Punkt gebracht, simpel aber perfekt ausbalanciert und 100% effizient in ihrem Mix aus Garage-, Synth- und Post Punk, welcher ein paar ernstzunehmende Vibes á la Research Reactor Corp., Mononegatives, Ghoulies oder Warm Exit abstrahlt.

Album-Stream →

Insane Urge – Insane Urge

Schon wieder ein neues Stucco-Sublabel? Für mich sieht das aber genau nach einer Impotent Fetus-Veröffentlichung aus! Klingt auch wie eine - oldschooliger Garage Punk der KBD-verseuchten Machart und klar ein gefundenes Festmahl für Freunde von Bands á la Launcher, Liquid Assets und Freakees.

Album-Stream →

Daughter Bat and the Lip Stings – More Love Songs

Daughter Bat And The Lip Stings aus Sydney fielen bereits im Jahr 2020 mit einem ganzen Arsch voller spaßiger EPs auf und sind jetzt zurück auf der Bildfläche mit ihrem bislang stärksten Bündel an Garage Punk-, Fuzz- und Powerpop-Songperlen im Gepäck, wobei ihr Gespür für infektiöse Hooks schmeichelhafte Vergleiche zu Hausnummern wie Booji Boys, Radioactivity, Royal Headache oder Sweet Reaper durchaus angebrachet erscheinen lässt.

Album-Stream →

Feeding Tube – Demo #1

…und hier ist noch ein süßes kleines Artefakt des vage eierköpfigen Garage Punks, für den irgendein Mensch im neuen Jerseypulli die Verantwortung trägt. Das wirkt ein bisschen wie eine Mixtur aus Alien Nosejob im HC 7"-Modus, S.B.F. und Connie Voltaires diversen Hardcore-Projekten. Außerdem eine helle Entscheidung, zwei öde, langsame Songs dank hochmoderner Audiotechnologie zwei aufregende, schnelle Songs zu verwandeln.

Album-Stream →

The Mute Servants – The Mute Servants

Ein Typ aus dem britischen Watford macht hier so einiges falsch und ich find's ziemlich geil. Etwa, indem er 8 Songs, zwölf Minuten abgefuzzten Garage Rock auf sieben Zölle zusammenquetscht und das Ding für beste Negativ-Fidelität dann auf 33 tacken drehen lässt. Außerdem, wer braucht schon ausgefeilte Strukturen und feine Nuancen, wenn stattdessen auch einfach alles die ganze Zeit scheiße laut sein kann? Warum einen Song mit drei Akkorden schreiben, wenn's auch mit nur einem geht? Ja, also… erwartet nichts zu schlaues von dieser EP, deren zottelige Intensität dafür aber problemlos zu kompensieren vermag. Mal hat das was von einer MC5 huldigenden Inkarnation der frühen The Men auf Kollisionskurs mit Destruction Unit aber auch jüngere Acts wie Hamer und Super-X sind da nicht allzu weit hergeholt.

Album-Stream →

Turbogoblin RX – Mammon Machine

Eine kleine Glückspille von einer EP hat da ein Typ aus Adelaide verbrochen. Wandlungsfähiger Garage Punk aus Einzelteilen, die irgendwie mal an Strange Attractor, S.B.F., Useless Eaters oder R.M.F.C denken lassen oder auch eine ganz leise Ahnung von Uranium Club erwecken… all das verdichtet zu fünf arschtretenden Songperlen plus Interludes.

Album-Stream →

Nylon & Operants – Split

Hammermäßige Split-EP zweier Bands aus New Jersey, die mir bisher noch kein Begriff waren. Nylon gehen dabei sofort ins Blut über mit zwei starken Garage-/Postpunk-Hybriden so grob in der Nachbarschaft von frühen Teenanger, Public Eye, Vintage Crop und Marbled Eye. Operants gehen dann etwas geradliniger zur Sache, zuerst mit einem Garage-Klopper á la Ex-Cult, Civic, The Living Eyes oder Sauna Youth, gefolgt von einem etwas Postpunk-mäßigeren Track mit Synth-Zusatz - ein klar an einschlägige Muteanten aus drunten unter erinnernder Vibe.

Album-Stream →

Mateo Manic – Time Don’t Matter In Dark Matter

Garage-/Synth-/Elektropunk aus Cleveland, Ohio, der seine eigene kleine Nische im aktuellen Genre-Umfeld findet, nicht zuletzt dank eines gewissen psychedelischen Appeals und trotz leichter Ähnlichkeiten etwa zu The Spits, Smirk oder Silicon Heartbeat - gefiltert durch eine dichte, Chrome- oder Metal Urbain-mäßige Nebelwand. Alternativ mag man darin auch eine Garagepunk-Inkarnation der halluzinogenen Cowpunk-Albträume von Murderer erkennen.

Album-Stream →

Liquid Lunch – Come Again

Diese Debüt-EP einer Band aus Minneapolis liefert vier vorzügliche Knaller aus DIY Garage Punk mittlerer Klangfidelität ab, die sich konsistent auf der eher verspulten Seite des Genres bewegen und sich damit in guter Gesellschaft zu Acts wie etwa Satanic Togas, Alien Nosejob, Research Reactor Corp., R.M.F.C. oder Erik Nervous befinden.

Album-Stream →

Repulsion Switch – Demo 2021

Ein popotretendes kleines Demo von einer Band oder Person in Buenos Aires. Das steht mit einem Fuß in einer sich zeitgemäß anfühlenden Pfütze aus Lockdown-induziertem DIY Garage Punk, die andere Flosse matscht hingegen tief in den Schichten von früh-80er Hardcore-Gedöns herum und trägt dabei seine alte KBD-Style Dreckschicht mit voller Überzeugung. Einfach, ökonomisch, effektiv.

Album-Stream →