Fast Johnny and The Slow Burners – Fast Johnny and The Slow Burners

Nach langem Warten ist sie jetzt plötzlich da, die Debüt-EP von Fast Johnny and the Slow Burners aus Brisbane, Australien, auf welcher die Band sich in einer ausgesprochen oldschooligen Machart des Garage Punk austobt, ganz frei von neumodischem Scheiß - kein Egg, kein Synth, kein Bullshit aber dafür mehr als nur ein bisschen von einer klassischen Gun Club-Energie. Als solches ist das hier ein sehr angenehmer Gegenpol zu jüngeren Entwicklungen im australischen Untergrund und hätte so auch locker vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren erscheinen können ohne dabei aus dem Rahmen zu fallen. Was soll ich sagen, die Formel funktioniert immer noch tadellos und das zugrundeliegende Songmaterial ist mehr als tragfähig genug und manchmal bedarf es einfach nicht mehr als einer Reihe von Killer-Riffs und einem ordentlichen Beat damit ich mit den Zehen wippe und denke: "Hmmm... schön!"

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Embargo – Demo

Diese Leipziger Band präsentiert eine verdächtige Mixtur aus geringfügig garagigem Post Punk, der angenehm vertraut klingen wird für aufmerksame Beobachter der hiesigen Szene aber gleichzeitig doch auf einem Level ein paar Stockwerke über dem durchschnittlichen deutschsprachigen Punk-Artefakt agiert. Die EP fängt bereits stark an mit den leichten Death Rock-Vibes von A-B-C Alarm und wird daraufhin nur noch viel besser, wobei Songs wie Trikont und Un Día En Grimma ein paar Echos von anderen lokalen Garage-Acts wie Lassie, Ambulanz und Exwhite transportieren und in anderen Momenten die DIY Post Punk-Vibes von Onyon oder auch von berliner Bands wie Pretty Hurts, Pigeon, Aus, Benzin reflektieren und nicht zuletzt mag man auch die ebenfalls teilweise in Leipzig beheimateten Laff Box zu der Liste geistesverwandter Bands hinzufügen.

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Thee Mutilators – I Have Seen The Horror Of The Future

Diese Band von der britischen Kanalinsel Jersey betritt die Bühne mit einer bereits voll ausgeformten Klangästhetik, die durchweg düstere Inhalte der Lyrics einem komplett gegensätzlichen Klangbild mit eher quirligen, egg-mäßigen Qualitäten gegenüberstellt und unter anderem vieles gemeinsam hat mit so Zeug wie frühen Powerplant, Tommy Cossack & The Degenerators, S.B.F., Wristwatch, Chtr oder Beer.

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Silicon – Evil. Eye. Mind. Power.

Exquisite neue Qualitätsware der leicht abgespaceten Sorte gibt's auf der ersten EP dieser Band aus Singapur, deren Acid-getränkter Nebel aus Garage-, Post- und Synth Punk sich ein bisschen so anfühlt wie eine stärker angepisste Variante von so Bands wie Useless Eaters, Ex-Cult, Pow!, oder Mononegatives, abgerundet mit einer ausgesprochen räudigen Energie in einer Performance, die mich etwa an frühe Strange Attractor erinnert.

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Skull Cult – Can’t You See What I Mean?

Es ist inzwischen über sechs Jahre her, seit wir zuletzt von dieser Band aus Bloomington, Indiana gehört haben, die man inzwischen als gigantischen Einfluss auf die heutige Garage-, Synth- und Eggpunk-Szene ansehen muss. Nachdem Mitglieder in der Zwischenzeit ihre kreativen Energien in so Acts wie Belly Jelly, QQQL, Dummy und Big Hog gesteckt haben, kann ich der nun reaktivierten Band bescheinigen dass der Scheiß besser fluppt als je zuvor und das neue Bündel an Songs zum besten gehört, was sie bisher abgeliefert haben. Zugegeben, das ist alles ein bisschen weniger weird und chaotisch als wir es von ihnen gewohnt sind, aber das wird mehr als ausgeglichen von ausgesprochen widerstandsfähigen, melodischen Songfundamenten und Echos von so Bands wie Tyvek, Marked Men und Lost Sounds in einer bemerkenswert gereiften Platte, die alle klaren Kennzeichen trägt von einer Band, die sich für ein paar Jahre an vielseitigen Projekten zu schaffen gemacht hat und jetzt wo sie wieder zusammen Krach machen, wenden sie das gelernte mit schlafwandlerischer Präzision an, zu einem Ergebnis von müheloser Sprengkraft.

TY – WE R TY

Unverschämt ansprechender Garage-Scheiß von einer Band aus Detroit, mal wieder auf der zuverlässigen lokalen Kassettenschmiede Painters Tapes, welche eine beachtenswerte stilistische Bandbreite abdeckt und etwa viele Tugenden von so verschroben und schlauen Garage Punk-Bands wie Uranium Club, R.M.F.C., Erik Nervous, Satanic Togas, Exwhite und Dumb, den DIY Garage-/Post Punk-Hybriden von Schark Toys verschmilzt mit zahlreichen Momenten des kontemporären Eggpunk aus der Ecke von, sagen wir mal, Prison Affair, Clarko, Snooper, Beer, Winky Frown, Завірюга, Midgee, Gobs and Goblin Daycare. Da bleibt kein Raum für Langeweile und man ahnt nie, was hinter der nächsten Ecke lauert auf diesem freakigen kleinen Tape.

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Gavin Picon-Seara – American Nightmare

Die neueste LP von so einem Typen aus Elkhard, Indiana serviert eine ausgesprochen altehrwürdige, simple Formel in durchgehend hochwertig abgefuckter Ausführung, die sich irgendwo zwischen den Welten von Garage- und Hardcore Punk aufhäit und obendrei ein paar KBD-mäßige Exzentrizitäten an Bord hat plus Sprengsel von Synth-/Electro Punk etwa in Vacant. Der simple Trick, die Sinne mit einer dicken Patina aus überbelichtetem Noise und Fuzz zu überladen geht hier super auf und dass dann noch so unerwertet eingängige, hochentflammbare Ohrwürmer wie Not A Toy mit an Bord sind schadet dabei sicher auch nicht. Macht zusammen zwanzig Minuten von geringfügig Lumpy & The Dumpers-mäßigem Chaos, das gleichsam aber auch eine gewisse Verwandtschaft hat zu aktuelleren Bands wie Small Portions, Yacht Fire, Dick Hick, Power Shovel und Delta 8.

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Huevo – LP Amarillo

Die spanischen Eggpunks Huevo habe ich schon eine Weile auf meinem Radar, aber erst diese neue Compilation mit dem bisherigen Gesamtwerk der Band, neu sequenziert und in häufig massiv überlegenen, tighteren Abmischungen, komme ich dazu die wirkliche Klasse dieser Band zu erkennen, die gut etablierten Eggpunk-Konventionen ihren ganz eigenen Spin verpasst, ein gutes Stück roher und energischer als man es bei einem typischen Release dieses Genres vermuten würde. Tracks wie etwa Todo Asqueroso haben eine Antriebskraft wie man sie eher von ausgesprochen un-eierigen Acts wie Piss Test, Dollhouse und Easers erwarten würde.

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Stdees – Steroid Dojo

Eine sensationelle Debüt-EP von einer Band oder einem Projekt aus Lethbridge, Alberta, welche sechs perfekte Schläge aus einer Machart des Post Punk beherbergt, deren ohrenbetäubenden Wände aus Lärm und pulsierende elektrische Beats zeitweise so klingen als kollidiere eine seltsame Art Eggpunk-Big Black mit den mehr oder weniger psychedelischen Qualitäten von so Garage-Größen wie den frühen Useless Eaters, Pow! und Mononegatives - oder aber auch mit den vernebelten Punk-Experimenten von Métal Urbain / Dr. Mix and the Remix - in einer atemlosen Abfolge hochendzündlicher Banger. Darüber hinaus habe ich auch noch so 'ne leise Ahnung, dass auch Freunde von so abgespaceten Krawallmachern á la Corpus Earthling oder dem französischen Magier Pablo X dieser Band aus der Hand fressen werden.

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Snarewaves – Snarewaves

Ziemlich heißer Scheiß, die Debüt-Kassette von irgend so 'nem Typen aus Lansing, Michigan. Das ausgefuzzte Garage Punk-Inferno in Cracked lockt dabei zuerst mal auf eine etwas falsche Fährte, verschiebt sich der Sound in den darauf folgenden Tracks doch mehr in eine Richtung von Noise-verseuchtem Synth Punk und umspannt dabei doch so einiges an stilistischer Bandbreite. Entsprechend mag man sich hier an einen recht bunten Blumenstrauß von Bands aus dem erweiterten Spektrum von Synth-/Electro-/Sample Punk erinnert fühlen wie etwa Beef, ISS, Heavy Metal, Klint, The Garden, Victor, Spyroids, R. Clown, Paulo Vicious und Kerozine.

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