Earl Boykins – Friends

earl boykins
Herrlich schnörkelloser und wahnsinnig infektiöser (Garagen-)Punk aus New York. Mit gelegentlichen Post-Einsprengseln. Oder etwas doomig á la Destruction Unit darf’s auch mal sein. Pixies-artige Surfeinlagen sind auch mit an Bord, melodische Hymnen die auch den Replacements oder Jesus and Mary Chain gut zu Gesicht gestanden hätten, und überhaupt alles mögliche was derartigem Krach jemals einen guten Namen eingebracht hat.

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Girl Tears – Tension

girl tears
Girl Tears aus Los Angeles fackeln nicht lange rum, keiner der 12 Songs auf der EP dauert länger als eine Minute. Und mehr braucht guter Punkrock – in diesem Fall von der Garagen-beeinflussten Sorte mit leichtem Wipers-Einschlag – auch nicht um zu funktionieren. Warum sollte man denn noch dreimal den Refrain wiederholen, wenn man in der Zeit stattdessen noch zwei andere Songs spielen kann? Gut gedacht.

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Dasher – Go Rambo 7″

dasher3
Die Noisepunker aus Atlanta und ihre Debüt-EP Yeah, I Know hatte ich ja schon letztes Wochenende im Programm. Jetzt gibt uns das Trio ein kleines Update in Form einer neuen Siebenzolldrehscheibe. Enthält einen neuen Song und eine nochmal deutlich treibendere Neuaufnahme des schon auf der EP enthaltenen Time Flies.

*edit*
Die Platte ist wieder von Bandcamp verschwunden. Mysteriös, mysteriös. Mal abwarten ob sie irgendwann wieder auftaucht…

Thee Mighty Fevers – Fuck’in Great R’n’R

thee mighty fevers
Ist dir das alles zu kultiviert hier? Diese ganzen Muschibands mit ihrem Fahrstuhl-Noise, dem beschissen verkopften Spießerpunk und die piekfeinen Garagenrocker, die bestimmt alle mit Messer und Gabel essen? Vielleicht könnte diese assige Garagenpunkband aus Kobe, Japan deinen hohen Ansprüchen genügen. Schneller, ungehemmter Rock’n’Roll in einer Weltklasse-Dreckproduktion, könnte auch deiner Mama gefallen.

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Quailbones – Lord Dion’s House of Discovery 7″

quailbones
Ungemein rockender Siebenzöller der Band aus Murray, Kentucky. Oszilliert irgendo zwischen noisigem Garagenpunk und garagigem Noisepunk. Setzt meinen Denkapparat kurzzeitig ausreichend außer Betrieb um selbst die nervtötenden Whoo-hoo’s im letzten Song wohlwollend zu ignorieren.

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Childbirth – It’s a Girl!

childbirth
Die drei Musikerinnen dieser Supergroup (was für’n Scheißwort!) aus Seattle haben sich bisher in Bands wie Tacocat, Chastity Belt und Pony Time die Finger blutig gespielt. Wer bei jenen Bands schon mal reingehört hat, dürfte schon eine vage Vorstellung davon haben, was ihn auf dem Debüt-Tape (*grmpfh*) der Band erwartet. Treibender Garagenpunk mit einer gewaltigen Portion Humor, so einigen seltsamen Verschrobenheiten und ausgeprägten feministischen Untertönen in den Lyrics, frei von jeglicher Holzhammer-Rhetorik.

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Wimps – Party At The Wrong Time

wimps
Wimps aus Seattle melden sich auch mal wieder zurück mit einer zwar wenig überraschenden aber nach wie vor Spaßigen EP. Weiterentwicklung: Fehlanzeige. Muss aber auch nicht sein, stattdessen freue man sich einfach über diesen kleinen Nachschlag an wunderbar zurückgebliebenem Garagenpunk ihrer ganz und gar eigenwilligen Machart.

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Kaviar Special – Kaviar Special

kaviar special
Kaviar Special aus Rennes, Frankreich, spielen spaßigen Garagenpunk der primitiven, konservativen Sorte. Sie schaffen es hier dreizehn mal mit Erfolg, einem diese uralten Riffs mit einer derartigen Überzeugung um die Ohren zu hauen, dass man sofort vergisst, wie oft man jedes davon schon gehört hat. Dazu kommt ein gutes Händchen für eingängige Retro-Popmelodien, die immer wieder mal eingestreut werden. Perfekt um mal für ‘ne halbe Stunde alles beschissene zu vergessen.

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Death Pedals – The Carvery

death pedals
Dieses Krachquartett aus London konstruiert hocheffiziente Punk-Eruptionen an der Schnittstelle zwischen Noiserock, Garagenpunk und Postcore. Der energiegeladene Garagecore von Hot Snakes scheint hier mehr als einmal durch, auch aktuellere Geschichten wie etwa Metz hatten wohl etwas beizutragen. Hier wird sowohl der inzwischen arg ramponierte Ruf des Post-Hardcore aufpoliert, als auch dem häufig allzu selbstverliebten und verkopften Noiserock-Genre zu neuer Frische verholfen.
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