Lumpy and The Dumpers – Collection

lumpy and the dumpers

Wunderbar abartiger Noisepunk aus St. Louis. Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich hier um eine Compilation ihrer bisherigen Singles & Demos, die seit 2012 erschienen sind. Der Mann (daran besteht kein Zweifel) auf dem Cover gibt die Marschrichtung schon ganz gut vor. Das ist so unglaublich primitiv, ranzig und geil, das kann problemlos mit den assigen Krachattacken von Soupcans, Vulture Shit oder Strange Attractor mithalten. Und das ist wohl erst der Anfang…


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Yoghurt Blood – Snowboarding Dad (Selected Works 2009​-​2014)

yoghurt blood
Schon wieder so ’n räudiges NoFi-Machwerk, unvermeidlich natürlich aus Brisbane, der australischen Stadt die selbst für die abgefucktesten Weirdos noch ’nen Proberaum übrig hat. Die Songs auf diesem Tape sind ausnahmslos primitivste Garagenjams, reiner Sadismus, „recorded with a phone“, wie sie ganz offenherzig zugeben. Toller Scheiß.


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The Fur Coats – The League of Extraordinary Octopuses

fur coats
In der Pelzmodeabteilung des Internets findet man dieses spaßige Powerpop-/ Poppunk-Trio aus Chicago. Nicht gleich wegrennen wenn ich Poppunk sage, das ist nämlich keine Kindermucke mit aufgeklebtem Iro, sondern viel eher in den Urvätern des Genres verankert; insbesondere die Buzzcocks finden sich hier immer wieder. Dazu hat’s noch ’ne leicht garagige Kante und einen hohen Fuzz-Faktor. Außerdem heben sie sich mit durchweg ausgezeichneten Songs vom Genre-Einheitsbrei ab und lehnen sich gelegentlich ein kleines bisschen aus dem Fenster; ich glaube hier und dort auch mal subtile Anklänge von The Gun Club oder sehr frühen Wire zu vernehmen. Eine Ärsche tretende Glückspille ist das.


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The Abandos – The Abandos 7″s

the abandos 1
The Abandos 2
Die Band aus Philadelphia hat in schneller Folge zwei ausgezeichnete Kurzspieler (beide Selbstbetitelt) voll mit ansteckend energetischem Post-/Garagenpunk rausgehauen. Die selbstveröffentlichte Scheibe mit dem dunklen Cover lehnt sich dabei stilistisch ein kleines Stück weiter aus dem Fenster mit ihren z.b. an Ex-Cult erinnenden, sägenden Gitarrentexturen. Die andere, auf Bruised Tongue erschienene EP zeigt sich etwas traditioneller im Garagenpunk verankert, ist aber kein Stück weniger mitreißend.


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Street Eaters – BLOOD::MUSCLES::BONES

street eaters
Sehr eingängigen, ja geradezu tanzwütigen Krawall spielt das Duo Street Eaters aus Berkeley, dessen Sound mal wahlweise im Post-, Garagen- oder Noisepunk einordnen könnte. Das klingt in etwa so als hätte man die Gene so unterschiedlicher alter Punkhelden wie etwa Wire, Dead Moon oder Wipers kombiniert, könnte in der Gegenwart aber auch mit Bands wie Milk Music, Generation Loss oder einer abgespeckteren Variante von California X verglichen werden. Your mileage may vary. Tolle Platte auf jeden Fall, die nicht nur angesichts besagter Referenzen bei mir ins Schwarze trifft, sondern auch bestens für sich alleine stehen kann.
Breaking News für Vinylbevorzuger: Das Ding bekommt hierzulande einen Vinylrelease auf dem kölner Label Contraszt! Records. Also spart euch die hohen Auslandsversandkosten und wartet bis zum 30. Juni, so lange würde sonst der Versand aus US ja auch locker dauern. Im Label-Shop kann man’s jetzt schon vorbestellen.


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Sex Scheme – Sex Scheme 7″

sex scheme
Eigentlich vermeide ich es ja gerne hier Sachen zu posten, die keinen „richtigen“ – also nicht an den Kauf eines physischen Tonträgers gekoppelten – digital-Release haben, aber das hier ist einfach zu geil. Ultra-kruder Garagenpostpunk aus New York, der ein wenig den Geist alter Birthday Party-Platten atmet und sich auch sonst wenig um etablierte Hörgewohnheiten schert.
Als Bonus gibt’s beim Kauf eine von zwei auswählbaren EPs in Form einer CD-R dazu. Das mildert den Schmerz etwas, angesichts der Wartezeit auf das Paket aus USA und der horrenden Versandkosten.

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Jesuslesfilles – Le grain d’or

jesuslesfilles
Saumäßig Randale machen Jesuslesfilles aus Montreal mit ihrem supereingängigen Garagen-Post-Punk, aufgelockert durch gelegentliche Spuren von Surfrock. Ist mir eigentlich scheißegal worüber die singen (ich verstehe vielleicht fünf Worte Französisch). Wenn jemand derart gekonnt den Putz von der Decke haut bin ich sofort angenehm betäubt, dank der universellen Sprache des Rock’n’Roll.


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Strange Attractor – Barely Doin‘ Crime

strange attractor
Immer wenn ich denke, in Sachen primitivem Garagenpunk schon alles gehört zu haben, schafft es doch noch irgendwer positiv aus dem ganzen Sumpf herauszustechen. Das letztjährige Album von Strange Attractor war diesbezüglich auch noch mal ein kleiner Schock, der mich vor allem eins lehrte: Es geht immer noch mal eine Nummer reduzierter, einfacher und blöder. Und ’nen gewaltigen Spaß macht’s trotzdem. Auf ihrer neuen EP geben sich die Kanadier ein (ganz kleines) bisschen polierter in Songwriting und Produktion, ansonsten ist aber alles beim alten geblieben: Garagenpunk, der auch etwas von der Wut der frühen Hardcore-Ära kanalisiert (und sich auch musikalisch nicht ganz unbeeinflusst zeigt), sich zum Glück aber dabei kein bisschen ernst nimmt.

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