Kopenhagen mal wieder, diesmal spuckt diese Stadt wunderbar knarzigen Garagenpunk aus. “Waiting” könnte fast von Useless Eaters oder frühen Oh Sees stammen, der andere Song hat dann etwas von extra schrottigen The Jam-meets-Wipers.
Absolut oldschooliger Garagenpunk aus Finnland ohne unnötige Schnörkel, der dafür durch konstant hohes Tempo und seine kompromisslose Rotzigkeit punktet und sich nach gerade mal einer Viertelstunde schon wieder ausgelärmt hat.
Hochenergetischer Rock’n’Roll aus New York, den man gleichermaßen im Garagenpunk, Noiserock und Postcore verorten könnte. Bands wie Hot Snakes, Night Marchers oder Feedtime biete ich hier mal als ganz unverbindlichen, weil wie immer hinkenden Vergleich an.
Huch, das hatte ich ja gar nicht auf dem Schirm, daß die Garagenpunker aus London gleich nach der Split 7″ mit Monotony schon ein neues Album rausgehauen haben. Rockt ganz pervers und klingt etwa so als wenn man Bands wie Useless Eaters, Teenanger, Ausmuteants ohne Synths und etwas Ex-Cult in einen Topf geworfen hätte. Oder die bereits erwähnten Monotony, deren “Monotony” von ihrer ersten EP sie hier auch gleich mal Covern.
An der letzten EP der Postpunker aus Austin hatte ich durchaus Gefallen gefunden, auch wenn ich das kleine Presse- und Hype-Feuerwerk um sie zu dem Zeitpunkt noch nicht so ganz nachvollziehen konnte. Nun ja, das renommierte Kultlabel Sacred Bones weiß halt, wie man Zeug vermarktet. Das Album ist jedenfalls ganz ausgezeichnet geworden und ein ganzes Stück runder als die bisherigen Veröffentlichungen. Man könnte sie durchaus in der Nähe der allseits beliebten Protomartyr verorten, allerdings etwas Kantiger, mit einem ganz offensichtlichem Garageneinschlag und gelegentlich sogar einem subtilen 77er-Vibe.
Auf dem Tape dieser Band aus Melbourne gibt’s ungewaschenen, bluesigen Garagenpunk mit ordentlich viel Drive und dieser gewissen Scheißegal-Attitüde, die australische Bands ja irgendwie besonders gut drauf haben, veredelt durch einen lethargisch aber penetrant rumpöbelnden und -brabbelnden Frontmann. Ein bisschen so wie Eddie Current Suppression Ring, wenn die Beruhigungspillen so halbwegs wirken würden. In einigen der rockenderen Momente kanns auch mal etwas an Obits erinnern.
Zwei Londoner Garagenbands auf einem Kurzspieler, auf Upset The Rhythm erschienen. Der Song von Sauna Youth rockt dabei gutgelaunt vor sich hin, während Monotony ihrem Namen alle Ehre machen und zu monoton repetitiven Minimalriffs miesepetrig ins Mikro nölen.
UV-TV aus Gainesville machen einen auf Jekyll und Hyde. Wie selbstverständlich alternieren sie auf ihrem Demo zwischen sonnig-fluffigem Indiepowerpop und kratzigem Garagen- und Postpunk. Beides überzeugt.