Das mysteriöse Garagenprojekt aus Minneapolis, das in letzter Zeit meistens unter dem Alias The Neo Neos operierte, haut uns hier mal wieder neuen Lärm um die Ohren. Bis auf den Namen hat sich nicht viel geändert. Übrigens: Sollte jemand hier den gleichnamigenFilm noch nicht gesehen haben, rate ich das dringend nachzuholen. Lohnt sich.
Mehrfach verschoben, aber jetzt endlich zu bekommen: Das neue Album von Uranium Club aus Minneapolis. Wie zu erwarten ist das mal wieder eine nervös zuckende, unverschämt groovende Garagepunk-Granate geworden. Freunde des Genres sollten unbedingt aufhorchen, wir haben es hier mit einem absoluten Highlight des späten Jahres zu tun.
Garagepunk irgendwo aus dem US-Bundesstaat Alabama. Mal mit ausgeprägter 77er Kante und einem Sound irgendwo zwischen Saints und Wipers, mal mit einem Soul- und Southern-Vibe, der Freunde von Sheer Mag oder Royal Headache entzücken wird.
Bei Leather Towel aus Melbourne handelt es sich um eine absolut hochkarätige Supergroup für Garagenliebhaber; es sind hier unter anderem Mitglieder von Ausmuteants, Hierophants und Exhaustion am Werk. Auf ihrem bereits 2013 aufgenommenen – aber erst dieses Jahr erschienenen – Debütalbum fabrizieren sie eine räudige Mischung aus Post- und Garagepunk der manchmal spröden, immer äußerst stacheligen Art.
Die Debüt-EP dieses Duos aus Bloomington, Indiana klingt etwa so als hätten die Southern Punks Sheer Mag ganz schön an der energetischen Garagepunk-Schraube gedreht und das Ergebnis dann noch in etwas melodischen Indierock getaucht. Die Platte macht richtig Spaß.
Die Garagepunker aus Olympia, Washington melden sich mal wieder mit einer neuen EP zu Wort. Wie gewohnt ist das äußerst dreckiger und primitiver LoFi-Rock’n’Roll, der auch hier wieder nix anbrennen lässt.
Dieses Italienische Trio spielt melodischen, powerpoppigen Garagepunk, der stellenweise sehr an Marked Men oder Radioactivity erinnert. Wenig überraschend wurde dieses Album dann auch von Jeff Burke, dem Frontmann beider genannten Bands, produziert.
Auf seinem letzten Album sah es noch so aus, als würde sich das Garagepunk-Wunder aus Montreal auf eine etwas gemächlichere Gangart einpendeln. Weit gefehlt, auf seinem neuesten Langspieler scheppert es wieder ganz vorzüglich, und das in einer Vielfalt, die man so noch nicht von ihm kannte. Diesmal mit einer deutlicheren psychedelischen Tendenz. Neben den üblichen Garage-Jams scheint da in Changing und The Basement auch schon mal etwas hymnischer Postpunk durch, der Opener hingegen klingt etwa so als wären Destruction Unit ins Garage-Fass gefallen.
Davidians aus Raleigh, North Carolina fielen vor zwei Jahren schon mit zwei sehr vielversprechenden Kurzspielern auf. Ihre neueste Veröffentlichung ist dieses Mini-Album auf Sorry State Records und das löst das Versprechen der frühen EPs problemlos ein, überzeugt mit einer wilden und chaotischen Mischung aus Postcore und -punk, Noiserock und ein wenig Garage-Geschrabbel.
Diese EP von einem Mann und seiner Band aus Melbourne ist pure Garagepunk-Perfektion. Fünf saustarke Songs, gerne auch mal mit unkonventionellen Strukturen voller Überraschungen, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen, verpackt in einen arschtretend-druckvollen und kompakten Sound. Der regelmäßige Saxophon-Einsatz setzt dem ganzen dann die Schaumkrone auf. Zum Ende der EP hin scheinen dann zunehmend folkige Einflüsse durch, auch das steht ihnen ausgezeichnet. Ein verborgenes Juwel dieses Jahres, das ich fast übersehen hätte.