Instrumentalen Surfrock finde ich sonst eher zum einschlafen, aber dieser Kurzspieler von Tommy Hillfinger aus Sheffield trifft bei mir voll ins Schwarze, nicht zuletzt durch einen ausgesprochen garagigen Drive und Genre-untypische Noiserock-Anleihen.
Schön relaxed dahergroovender Garagepunk, gelegentlich auch mit Elementen aus melancholischem Postpunk und Indierock, auf diesem Tape einer Band aus Washington.
Hatte fast schon vergessen, dass es diese Band gibt. Das letzte Album (von einem digital nicht erhältlichen Tape abgesehen) der ständig in der Besetzung rotierenden Band ist ja auch schon vier Jahre her. Jetzt sind sie mit einem Knall zurück und erweisen sich als lebendig wie eh und je. Über zehn Jahre bereits aktiv, gehören sie schon länger zu den wichtigsten Vertretern des Detroit Underground, waren ein vitaler Einfluss z.B. für frühe Protomartyr und waren schon lange vor stilverwandten Bands wie etwa Parquet Courts unterwegs. Die neue Platte bringt wie zu erwarten keine Neuerfindung des Rock’n’Roll, aber ihre eigenwillige Mischung aus Garage- und Postpunk gehört immer noch zur ersten Liga dessen, was diese Genres in den letzten zwei Dekaden hervorgebracht hat.
Nach einem kurzen Abstecher Richtung Slovenly sind die Garage- und Synthpunker aus San Diego mit ihrem zweiten Album wieder zu ihrem alten Label Volar Records zurückgekehrt. Das kommt um einiges polierter daher als noch auf ihrem Debüt. Die Synths deutlich in den Hintergrund gerückt, weichen hier die abstrakten Skizzen der alten Platten einem soliden und effektiven, wen auch simplen Songmaterial, das natürlich nach wie vor ganz saumäßig rockt.
Das neue Minialbum der Punks aus Olympia, Washington. Wie immer großartig. Der gesang von Mary Jane Dunphe kommt inzwischen deutlich selbstbewusster und wandlungsfähiger daher. Auch musikalisch ist das variabler geworden, lässt hier und da auch mal Glamrock-Elemente und etwas 77er Vibe zu. Und wenn sie richtig Gas geben, kanalisieren sie widerum die Energie etwa von frühen Bad Brains, verschmolzen mit ebenso energetischem Garagepunk.
Neo Neos aus Minneapolis gehen jetzt wohl zu einem wöchentlichen Release-Intervall über. Jedenfalls sind schon wieder zwei neue Kurzspieler am Start. Wie gehabt ist das Garagepunk, der sich nicht um Schönklang schert und überhaupt eine gewaltige Schraube locker hat. Oder auch nicht mehr so ganz, denn auf dieser Veröffentlichung werden sie fast schon ein bisschen kompakter und zugänglicher. Ist natürlich alles relativ zu verstehen, Easy Listening geht immer noch anders.
Bei dieser Band aus San Diego sind unter anderem Mitglieder von Beaters und Mrs. Magician mit an Bord. Ihre Debüt-7″ kann mit Lärm auf der Schwelle zwischen Noise Rock und Garagepunk überzeugen.
Neuer Kurzspieler der Garagepunker aus Salt Lake City. Die A-Seite Chromatic Recollections ist ja schon von ihrer letztjährigen EP Ariadne’s Thread bekannt, hier aber in einer druckvollen Neuaufnahme vertreten. Die rohe B-Seite hingegen ist neu und weiß ebenfalls ordentlich Ärsche zu treten.