Diese Band aus dem eh schon für jede Menge Qualitätslärm bekannten Brisbane trifft mit ihrer ersten EP schon mal ziemlich ins Schwarze. Straightes aber ausgefeiltes Punkzeug mit beachtlichem Garage- und Fuzz-Faktor, deutlichen Anzeichen von Hard- und Postcore. Als grobe Orientierungshilfe hätte ich zum Beispiel frühe Video, Flowers Of Evil, Bad Breeding, Hot Snakes oder Davidians anzubieten.
Flat Worms aus Los Angeles drangen mir erstmals vor anderthalb Jahren mit einer äußerst appetitanregenden EP auf Volar Records ins Bewusstsein. Jetzt hat die Band, die sich aus durchaus bekannten Musikern mit Verbindungen zu u.a. Wet Illustrated, Kevin Morby, Oh Sees, Ty Segall und Sic Alps zusammensetzt, ihren ersten Langspieler – naheliegender Weise auf Castle Face – veröffentlicht. Die Platte passt natürlich ganz hervorragend ins Portfolio des Labels mit ihrem ordentlich Wind erzeugenden, abgefuzzten Garagepunk, den sie gelegentlich mit einer Messerspitze Noise und dem hier eher subtilen, jedoch unvermeidlichen psychedelischen Unterton verfeinern.
Auf ihrer Abschieds-EP versammelt die Band aus Leeds noch einmal vier ungewaschene, im absolut positiven Sinn stumpfe Songs, die sich irgendwo im Umfeld von Fuzz-/Sludgepunk und Noise Rock bewegen.
Das Demo der Band aus Manchester hat ja schon sehr ordentlich in die Scheiße gehauen, auf der neuen digitalen Single hat ihr Sound aus Fuzz und Garage aber noch einiges an Kontur und Druck gewonnen. So ähnlich würde ich mir eine technisch etwas versiertere Variante von Lumpy and the Dumpers vorstellen.
Schön dreckig daher rumpelnden Fuzzpunk gibt es auf dem Demo von Impotentie zu begutachten. Dabei darf man sich nich von den auf Niederländisch gesungenen Lyrics an der Nase herumführen lassen: Die Band kommt in Wirklichkeit aus Montreal.
Die Band aus London setzt auf ihrer dritten EP den Trend fort, mit jeder Veröffentlichung etwas lauter zu werden. Fuzz Punk und Noise Pop gibt’s darauf zu hören, der einerseits an jüngere Bands wie Playlongue, Terrorista, Solids oder die erste Milk Music EP erinnert, aber auch Anklänge an Klassiker von Hüsker Dü, Sonic Youth oder Dinosaur Jr erkennen lässt.
Zwei Größen des zeitgenössischen Noise-, Fuzz- und Powerpops versammeln sich auf dieser schicken 10″ Split-EP aus dem Hause Emotional Response. Kids On A Crime Spree tragen dazu zwei psychedelische Popnummern bei, die knietief im Reverb der Phil Spector-Größenordnung getränkt sind. Terry Malts machen das, was sie am besten können und präsentieren zwei unwiderstehliche Ohrwürmer, die wieder deutlich mehr Beißkraft zeigen als das etwas Handzahme letzte Album.
Auf dem Demo Nummer zwei der Band aus Cardiff kommt ihr Fuzzpunk mit Elementen aus Sludge, Noise und Garage ein gutes Stück tighter und fokussierter daher als noch auf dem Vorgänger. Was nicht heißen soll, dass sie jetzt auch nur annähernd handzahm geworden wären. Diese Songs sind bissig wie eh und je.
Auf der zweiten EP dieser Band aus Los Angeles gibt’s Garage-/Fuzzpunk mit vereinzelten Postpunk-Anleihen und hohem Spaßfaktor auf die Ohren. Ich fühle mich ein wenig an die australischen Kollegen Dumb Punts erinnert.