Zwei Größen des zeitgenössischen Noise-, Fuzz- und Powerpops versammeln sich auf dieser schicken 10″ Split-EP aus dem Hause Emotional Response. Kids On A Crime Spree tragen dazu zwei psychedelische Popnummern bei, die knietief im Reverb der Phil Spector-Größenordnung getränkt sind. Terry Malts machen das, was sie am besten können und präsentieren zwei unwiderstehliche Ohrwürmer, die wieder deutlich mehr Beißkraft zeigen als das etwas Handzahme letzte Album.
Auf dem Demo Nummer zwei der Band aus Cardiff kommt ihr Fuzzpunk mit Elementen aus Sludge, Noise und Garage ein gutes Stück tighter und fokussierter daher als noch auf dem Vorgänger. Was nicht heißen soll, dass sie jetzt auch nur annähernd handzahm geworden wären. Diese Songs sind bissig wie eh und je.
Auf der zweiten EP dieser Band aus Los Angeles gibt’s Garage-/Fuzzpunk mit vereinzelten Postpunk-Anleihen und hohem Spaßfaktor auf die Ohren. Ich fühle mich ein wenig an die australischen Kollegen Dumb Punts erinnert.
Nicht mehr so ganz neu ist diese ausgezeichnete Split-Cassingle auf Killer Tofu Records, eine waschechte Mogelpackung. Denn Big M ist in Wirklichkeit nur ein weiteres Alias, unter dem die Typen von Burp! operieren. Unter letzterem Namen liefern die hier straighten, energiegeladenen Fuzz- und Garagepunk ab, als Big M dann etwas ähnliches, ergänzt um gewisse Noiserock/Grunge-Anleihen.
Das Punkduo aus Berkeley ist zurück mit ihrem dritten Album und einem geschärftem Sinn für hocheffiziente Riffs, die sie hier mal wieder souverän aus dem Ärmel schütteln als wär nix dabei. Überhaupt haben die sich Street Eaters irgendwie ihre eigene kleine Nische geschaffen mit ihrem recht eigenwilligen Mix aus (Post-)Punk, tonnenweise Fuzz und einem kleinen Spritzer Stoner-Gedöns.
The Loyalists aus Oakland und ihre angeblueste Spielart von Noiserock zeigen sich auf ihrem zweiten Album ein ganzes Stück gereift, wenn sich die musikalischen Koordinaten auch nicht allzu sehr verschoben haben. Wie schon auf dem Debüt wechseln sich hier energische Fuzzpunknummern mit etwas zähflüssigeren, geringfügig Doom- und Sludge-infizierten Stücken ab.
Nag aus Atlanta fielen letztes Jahr schon mit ihrem schön abgefuckten Debüt-Tape auf. Dieses Jahr haben sie wohl auch schon eine 7″ auf Total Punk rausgehauen, die ich bisher irgendwie übersehen hab. Ihr neuester Kurzspieler, digital und als Tape oder Lathe Cut via Chunklet Industries zu bekommen, deckt in gerade mal drei Songs eine Bandbreite von etwas schrägem, garagigem Hardcorepunk, über derbe noise-lastigen Postpunk bis hin zu erstaunlich melodischem Fuzzpunk ab.
Auf diesem schon was älteren Demo einer Band aus Oakland kann man eine eine stimmige Mischung aus ziemlich Noise- und Fuzz-lastigem Post- und Garagepunk bestaunen.
Kompromisslos vorwärts dreschendes, simples Post- und Fuzzpunk-Gedöns von hoher Intensität gibt’s auf dem Debüt-Tape dieser Krachkapelle aus Dallas zu hören.