Verdammt, machen die Jungs Spaß. Buffet kommen aus der Kleinstadt Anacortes auf der Fidalgo-Insel, Washington und ihr erstes Album ist eine einzige Granate, die irgendwo zwischen den Welten von Post-/Hardcore der klassischen Westküstenprägung und melodischem Fuzz Punk operiert. Letzterer darf wahlweise mal an frühe No Age, Male Bonding oder Terry Malts erinnern . Und mit Throne gibt's dann auch noch einen absolut erfreulichen Flashback zum Emocore der frühen Neunziger zu bewundern.
Via Helter Skelter Records wird ein Tape auf uns los gelassen von einer Band aus Perth, die sich inzwischen auch schon wieder aufgelöst hat und Mitglieder u.a. von... ja, Helter Skelter und Cold Meat mit dabei hatte. Ultraprimitiven aber saumäßig Popöchen tretenden Fuzz- und Garage Punk gibt's auf dem Teil zu hören, dessen Riffing kaum mehr basic sein könnte aber dessen entschlossen räudige Performance im perfekten LoFi-Schreddersound auch ihr Ziel nie verfehlt.
Ausgezeichneter Garagepunk der stark Fuzz- und leicht Sludge-lastigen Variante liefert der zweite Langspieler von Dimesack aus Kansas City. Klar werden hier keine neuen Wege beschritten, aber auch mit dem alten Scheiß in ziemlich gut kann man sich durchaus mal die Zeit bis zur nächsten Revolution vertreiben.
Auf ihrem Demo operiert diese Band aus dem kanadischen Halifax ohne Rücksicht auf zerfetzte Tweeter und katapultiert schmerzfreie Genießer damit auf geradem Weg in den LoFi Himmel. Oder ist das jetzt schon Shit-Fi? Was man zwischen den Pulsen aus Distortion und weißem Rauschen ausmachen kann klingt jedenfalls nach einem Mix aus Fuzz Punk, Hardcore, etwas Garagenzeug. Man könnte sich fast vorstellen, dass ihr Lärm auch in einer cleaneren Aufnahme noch ziemlich gut kommt.
Eine neue Band aus Leuten von Shark Toys, Launcher und Freakees? Da kann ich ja kaum nein zu sagen, hat doch jede der genannten Bands an dieser Stelle schon mal beeindruckt. Soundmäßig schägt das am ehesten in die von Launcher bereits ordentlich zurechtgekloppte Kerbe, also einer einzigen Dreckpfütze aus räudigem Fuzz- und Garagepunk in einem geradezu perfekten LoFi-Klangkostüm, bei dem die auffälligen Dropouts auf'm Tape wie Ehrengäste geschätzt und behandelt werden.
Cutie aus New York konnten mich ja schon mal vor einem Jahr mit ihrer ersten EP und einem Arschtritt aus Noise Rock, Fuzz Punk und etwas Postcore vollends zu überzeugen. Auf dem erneut selbstbetitelten Nachfolger schickt die Band in gewohnter Manier zehneinhalb Songs in ziemlich genau zehn Minuten auf die Reise und hat dabei noch mal einiges an Druck und Fahrtwind zugelegt, klingt nun ein bisschen wie 'ne Kreuzung aus Tunic, Mclusky und einer kleinen Dosis Drive Like Jehu/Hot Snakes.
Reichlich eigenwilliges Zeug - wie es in dieser Unverfrohrenheit eigentlich nur der australischen Szene entspringen kann - knallen uns 208L Containers aus der tasmanischen Hauptstadt Hobart vor die Füße. Ein schrammeliger Mix aus Fuzz- und Garagepunk, der gerade deshalb seinen besonderen Charme entfaltet, weil alle beweglichen Teile irgendwie fehl am Platz wirken ohne dass die Maschine dabei abschmiert.
Auf ihrer aktuellen, äh... definitiv-keine-LP sorgen Antibodies aus dem kanadischen Charlottetown für höchste Zufriedenheit mit so schnörkellosem wie auch hochexplosivem Hardcorezeugs, das obendrein mit einem spaßigen Garagen- und Fuzzpunk-Faktor aufwartet. Album-Stream →
Ganz prächtiger Lärm aus Madison, Wisconsin. Der spannt gekonnt einen Bogen vom 80er Westküstenpunk zu den Garagensounds von heute und lässt beides dann in einem warmen Bad aus Fuzz Punk und Noisepop á la Male Bonding einweichen.
Wash kommen irgendwo aus der Gegend des australischen Küstenstädtchens Byron Bay und fielen mir zum ersten mal vor knapp zwei Jahren durch ein Split-Tape mit Dumb Punts und eine saumäßig rohe Darbietung ihres Fuzzpunks auf. Seitdem haben sich die Typen wohl ein paar halluzinogene Frösche reingezogen und ihr Sound hat sich entsprechend ein wenig entspannt, eine psychedelisch schillernde Oberfläche entfaltet, ohne dabei die kratzbürstige, ultraprimitive Energie einzubüßen.