Das Debüt-Tape eines Duos aus Perth bestehend aus Typen die man ansonsten von Ghoulies und Aborted Tortoise kennt… klar tritt das Arsch! Ein LoFi-mäßiger DIY Garage Punk-Vibe trifft auf etwas melodische ’77er Simplizität, lässt sich dabei aber auch ab und an mal ins kontemporäre Post Punk- und Eierkopf-Gewässer treiben. Raus ist das Zeug auf Goodbye Boozy und Under The Gun Records, würde aber auch wie Arsch auf Eimer ins Warttman-Gehege reinpassen, daher ist es vermutlich auch kein Zufall, dass hier eine sonst als Kopf von Tee Vee Repairman und Satanic Togas bekannte Inventarnummer etwas kreativen Input beigesteuert hat.
Maximal durchgeknallter Scheiß mal wieder aus dem belgischen Belly Button Records-Dunstkreis. Was sich auf der Debüt-EP des Typen unter dem Nubot555-Alias (davor auch als King Dick bekannt…) wiederfindet ist ein wildes Durcheinander zwischen Garage- und Electro Punk von der klar Eierköpfigen Subströmung. Diese LoFi-Konstrukte bündeln dabei ihre vielen Schrägheiten aber mit reichlich smarten Ideen und frischer kreativer Energie zu einem beeindruckenden Debüt, das mit Leichtigkeit aus dem inzwischen doch reichlich vollen Genrepool herauszustechen vermag. Insbesondere Freunde von Egg Idiot finden hier neues Futter, würde ich mal sagen.
Ein nettes kleines Paket aus moderat eierigem Garage Punk und Fuzz Pop, der etwa gegenwärtige Schrägheiten à la Print Head oder Freak Genes mit einer ordentlichen Dosis Desperate Bicycles, früher Flying Nun Records-Ästhetik – insbesondere The Clean und The Stones – und einem gelegentlichen Hauch von C86 verbindet, wie etwa in Cowboys Aren’t Real… oder man mag auch Vergleiche zu unzähligen Artefakten der 80er Kassettenkultur ziehen, die über die Jahre vielleicht mal auf irgendeiner Messthetics/Homework/Hyped To Death Compilation aufgetaucht sind oder halt auch nicht.
Eine weitere Print Head-Veröffentlichung, ein weiteres Kraftpaket aus verdammt exzentrischem, chaotischem und doch häufig unerwartet melodischem Garage- und Postpunk-Scheiß, der diesmal ein bisschen so rüberkommt wie eine unwahrscheinliche Verschmelzung aus gegenwärtigen Bands der vage eierigen Schule mit den dickflüssigen Grooves von UV Race und außerdem mit alten britischen Acts der Sorte Mekons und Swell Maps.
…und hier ist noch ein süßes kleines Artefakt des vage eierköpfigen Garage Punks, für den irgendein Mensch im neuen Jerseypulli die Verantwortung trägt. Das wirkt ein bisschen wie eine Mixtur aus Alien Nosejob im HC 7″-Modus, S.B.F. und Connie Voltaires diversen Hardcore-Projekten. Außerdem eine helle Entscheidung, zwei öde, langsame Songs dank hochmoderner Audiotechnologie zwei aufregende, schnelle Songs zu verwandeln.
Juhu! Neuer Scheiß von der Person oder Band, die vielleicht aus Hicksville, New York kommt oder auch nicht und deren 2020er Garage-/Post-/Eggpunk-beinahe-Meisterwerk Happyhappy mich in genau den erwähnten Zustand versetzte. Da ist jetzt also erst mal ein neues, kurzspielendes Hi-Fi-Erlebnis am Start und darüberhinaus noch so ein anderes, etwas weniger kurzes, minimal weniger Hi-Fi-mäßiges Dings. Beim erstgenannten suggeriert wenn überhaupt nur der Titel Langeweile und was das andere Dings angeht… ich glaube ich hab eine recht brauchbare Idee davon, was Print Head nicht glauben zu wissen, dass sie es (the fuck) machen und sie machen es genau richtig und es ist ganz wundervoll und ich lecke freiwillig noch die Reste vom Boden auf!
In einer sowieso schon stark eiermäßig geprägten Woche bleibt mir zu dieser Debüt-EP nur zu sagen, dass die gegenwärtige Eierkopp-Revolution jetzt offenbar auch in Chile erste Chapter eröffnet und das alleine macht mich schon ausgesprochen glücklich. Es schadet natürlich auch nicht, dass es sich gleich in so einer schicken kleinen Spaßkanone von einer Platte manifestiert.
Und noch eine Goodbye Boozy 7″, diesmal von einem Trio dessen Lineup für den eingeweihten Garage-, Synth und Eggpunk-Kenner einem feuchten Fiebertraum gleichkommt mit Verbindungen etwa zu Skull Cult und dem halben Warttman-Imperium. Das Resultat ist minimal überraschend aber maximal überzeugend.
Japp, der Titel ist programm hier bei der dritten Kassette des in Minneapolis ansässigen Punk-Projekts Skull Cult alias Sean Alberts, bekannt auch durch seine anderen Großtaten mit Skull Cult, QQQL und Belly Jelly. Tonnenweise einfallsreiche und schrullige Schrägheiten mit Garage-, Synth- und Eierbezug rollen hier unaufhaltsam vom laufenden Band.