Nourishment – Cerebral

Die letzten zwei Releases dieser Band waren für meinen Geschmack etwas wackelige Angelegenheiten was das Songmaterial angeht, aber auf ihrem neuesten Streich trifft die Band mal wieder durchweg den Nagel auf den Kopf mit einem Bündel neuer Songs, die den vertrauten Nervenkitzel diesmal wieder äußers Effektiv und deutlich treffsicherer abliefert. Nach wie vor würde ich dabei sagen, dass die Band sich eine ziemlich eigene Mikronische erschaffen hat in der Atmösphäre und Kompositionen mehr mit oldschooligem Death Rock und manchen Strängen des gegenwärtigen Post Punk gemeinsam haben als mit der Mehrzahl aktueller „Blackened“- und Dungeon Punk-verwandter Machenschaften.

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Maximucho2 – Maximucho2

Die Dungeon Punk-Ära ist noch immer in voller Fahrt, die aktuellste Evidenz dafür ist dieses Tape von einem Typen aus Santa Fe, Argentinien – ursprünglich diesen Sommer auf Bandcamp selbstveröffentlicht und nun auf dem unermüdlichen Nischenlabel Grime Stone Records wiederveröffentlicht – das sich nahtlos in dessen Katalog einreiht mit einem Sound, der nur die einfachsten und grundlegendsten True- und Black Metal-Versatzstücke auf etwas Mitt- bis Spätachtziger Punk-Gemoshe und tonnenweise von schnuckelig-schrägem Eggpunk-Spaß und -Melodiesinn treffen lässt. Desweiteren gibt es auf der Bandcamp-Seite von dem Kerl auch schon mehr von dem guten Scheiß in Form einer neuen Split EP mit Corazón Sombrío, bei dem es sich, dem Artwork nach zu urteilen, wohl um eine invertierte, extra-kaltherzige Spiegelversion des gleichen Typen handelt? Wie auch immer, das ist Pflichtprogramm für jeden ernsthaften Dungeon-Afficinado.

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Nourishment – Effervescent Gaze

Das ist jetzt schon die dritte Veröffentlichung in nur wenigen Monaten von dieser Blackened-/Dungeon Punk-Band von irdengwo in den Vereinigten Staaten und wie schon die Vorgänger ist das ein ganz vorzüglicher Beitrag zum jungen Microgenre, der die stilistischen Eckpunkte des Black Metal von einem ungewöhnlichen Post Punk- und Death Rock-Winkel angeht und damit einen Sound kreiert, der im gleichen Maße atmosphärisch, elaboriert und vielschichtig daher kommt und dabei geradezu beiläufig einen respektablen Krater in ihren verwunschenen Düsterwald bläst.

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Curta’n Wall – Georgie and the Dragon

Das kalifornische Label Grime Stone Records war schon lange seiner Zeit voraus mit seinen tendenziell eher quirligen Blackened- und Dungeon Punk-Veröffentlichungen und auch wenn die musikalischen Qualitäten der vertretenen Bands und Projekte nicht immer ganz mit ihrer Ambition Schritt halten konnten, hat die Schmiede zwischen all dem charmanten Gerümpel doch auch ein paar unbestreitbare junge Genreklassiker von so Bands wie Bloody Keep und Drýsildjöfull zu verantworten. Die neueste Kassette von Curta’n Wall wäre dann auch mal wieder ein starker Anwärter für letztere Kategorie als ein Musterbeispiel für die verschroben Egg-mäßige aber gleichermaßen auch sehr traditionell im Dungeon Synth-verwurzelte Seite des Genre-Spektrums. Einige der stärksten Songs in ihrer bereits durchaus mächtigen Diskografie bilden hier eine ultrasolide Basis für die verrückten Eskapaden der Band, die aber gleichzeitig einige der – manchmal im unerträglichen Maße – käsigsten Aspekte ihres Sounds gerade eben genug an der Leine halten um für mich einen gewissen Sweet Spot zu treffen. Wo viel von ihrem früherem Werk mehr vom Gimmick als von der Substanz lebte, hat sich ihr Style auf dieser Platte letztendlich doch mal eine gesunde Speckschicht um die vormals etwas nackten Knochen herum wachsen lassen.

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Nourishment – Coiled Cross

Das passiert mir immer wieder: Da hab ich mir vor so zwei Wochen doch ein Loch in den Bauch gefreut anlässlich einer neuen Nourishment EP, nur um dann kein Bookmark zu setzen und die Sache in der unnachgiebigen Flut an Veröffentlichungen der letzten Wochen aus dem Auge zu verlieren. Nu ja, jetzt fällt mir das Ding wieder ein und die Klangparameter darauf unterscheiden sich nicht allzu sehr vom Erstling dieser Blackened-/Dungeon Punk-Band von unspezifischer US-Herkunft, wenn auch die Produktionswerte hier moderat erhöht wurden. Wie zuvor schon begeistert die Platte mit einem eigentümlichen Spin auf das Genre, der sich großzügig an Einflüssen aus düster Goth-lastigem Post Punk und oldschooligem Death Rock bedient.

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Conifère – L’Imp​ô​t du Sang

Ein hochwertiges Dungeon-Artefakt kommt da angerollt von einer Band aus Montreal, die hier einen unglaublichen Sprung vorwärts macht von ihrem noch stärker in einem oldschooligen Black Metal-Purismus verankerten ersten Tape hin zu einem stärker Punk-lastigen, ambitionierten Unterfangen, das auch sehr putzig in eine Reihe passt mit jüngeren Erscheinungen der primär schwarzmetalligen Unterkategorie des Dungeon Punk-Umfelds, insbesondere der jüngsten Bloody Keep LP und weiteren Bands wie Warlock Corpse oder den blackened Synth Punks Dr​ý​sildj​ö​full, wobei Conifère ihren epischen Kreuzzügen aber ein ganz eigenes Geschmäckle verpassen in der Form von spät-’90er Post- und Emocore-Unterströmungen, von denen diese Kassette durchzogen ist.

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