Charles Moothart – Little Egg

Black Holes Don't Choke erscheint am 6. März auf In The Red Records.

Verspannungskassette #84 (C-60)

Tracklist

Shady Lady and the Malefactor Schwein on a mission
Spam Pelomuerte
Abscam Megafone
Bart and the Brats Hardest things in the world
Fishfly Mothman
Dick Hick Lock me up
Body World Eyes Of The State
Goblin Soap Goblin Offensive
Piss Wizard Organic Mechanic
Witch Piss Brighton Front
Lackey Drunk Tank

The Idgets The Punkest Song
Dick Hick Scary axe man
Clean Needle Human Condition
Ignorance Echo Chamber
Paprika Supply Chain Wallet
Speed Plans Lifestyle
Voltage Liar
Memory Strings Static
Delta 8 TK's House
Dream World Inside

Tracklist

.cum Magic 8 Ball
Midgee (Somebody) Shot Me
The Vancooths Past Is Gone
Night Court My Last Acid Trip
Street Sweeper My World At Night
Polyglots A Cleansing Cure
Steröid After Dawn
Meow Meow And The Smackouts Numbers
Gonk One and the Same

Knee Damage
Electric Prawns 2 Portaloo
Online Friends & Misha Hivemind Threshold
Snarling Dogs Televised Violence
Psychbike Living in a Shadow
Zulo Extraña condición
Strangelight Gratitude Practice
Straw Man Army Staring At The Sun

Straw Man Army – Earthworks

Nach ihrem phänomenalen Debütalbum in 2020 und einer ungleich grimmigeren zweiten LP in 2022 liefert das New Yorker Duo jetzt etwas ab, für das mir das Wort Meisterwerk nicht zu weit gegriffen erscheint. Hier ist erneut eine absolut singuläre Vision am Werk, die sich einerseits im Rahmen von kontemporärem Post Punk und Postcore bewegt und sich gleichermaßen aber anschickt, dessen Grenzen und Limitierungen zu sprengen. Die Lyrics sind so unverblümt politisch wie auch emotional und introspektiv - desillusioniert aber dennoch immer mit einem Funken der Hoffnung... also kurz gesagt: Sie reflektieren die mentale Last die es mit sich bringt, mit offenen Augen durch eine Ära zu gehen in der die Menschheit mit einer Unzahl globaler und lokaler Krisen konfrontiert ist und gleichzeitig systemisch unfähig oder unwillig erscheint, einen nachhaltigen und praktikablen Weg für die Zukunft einzuschlagen; in der westliche Gesellschaften kollektiv den Kopf in den Sand stecken und globale Eliten allzu willig sind, jeglicher Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft zugunsten kurzsichtiger Anhäufung von Reichtümern eine Absage zu erteilen. Yo, der ganz alltägliche Zustand also. Aber nun gibt es großspurige politische Statements heute ja wie Sand am Meer und nichts hiervon wäre einer besonderen Erwähnung wert, wenn nicht die Musik so verdammt brilliant wäre, die hier erneut die Vielschichtigkeit der beiden Vorgänger aufweist mit filigranen Arrangements und dichter Atmosphäre, was sie hier letztendlich zur absoluten Perfektion verfeinern. Für mich fuhlt sich das an als hätte man den Geist der ersten Emocore-Welle - noch unbelastet von den Tropes, Klischees und Konventionen späterer Jahre - in die Gegenwart transportiert, mit einer einzigartig eigenen Stimme und ausgesprochen unvoreingenommen in seiner Vorstellung davon, was Punk Rock in 2024 sein und tun kann.

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Psychbike – Psychbike

Die Debüt-Langspielkassette dieser Band aus Greater Sudbury, Ontario liefert auf den ersten Blick relativ konventionelle aber ebenso auch durchweg solide konstruierte, effektive Post Punk-Smasher mit leichten Anarcho- und Death Rock-Anleihen, wobei als offensichtlichste Vergleiche mal wieder so bekannte Größen herhalten müssen wie Criminal Code, Sievehead, Schedule 1, die lokalen Stadtnachbarn Kommissars und etwas aktueller auch Negative Gears. Aber dann ist da wiederum auch eine besonders verblüffende Änlichkeit festzustellen zu Dead Cells aus Vancouver, die 2018 eine saugute LP auf Erste Theke raus hatten und deren Lead Singer hier zum verwechseln ähnlich klingt... oder es ist sogar der gleiche Typ, ich hab echt keinen blassen Schimmer.

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Witch Piss – Tape 2

Okay, hier ist also die zweite Kassette dieser nassen Hexen, die genüsslich an jede moderige Kerker- und Schlossmauer pissen, die ihre Heimat Simi Valley, Kalifornien so hergibt. Wie alles von denen bisher haben wir es mit einem vorzüglich brennenden Müllcontainer aus maximal fuzzigem Garage Punk-Chaos zu tun, knalldicht beladen mit belastungsfähigen Hooks und geschmeidigen Melodien, die absolutes Pflichtprogramm sind für Freunde von ähnlich besorgniserregenden Entwicklungen á la The Gobs, Slimex, frühe Exwhite, Exit Mould, Geoduck Diodes und 3D & The Holograms.

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Polyglots – A Cleansing Cure

Artistes Anciens erscheint am 7. März auf Public Tone Records.

TV Dust – Last Call

Transition erscheint am 24. Januar auf Maple Death Records.

Snarling Dogs – Snarling Dogs

Zugegeben, eigentlich ist die Debüt-LP dieser Band aus Pittsburgh, Pennsylvania eine gewisse Mogelpackung, sind die ersten fünf Songs doch eins-zu-eins von ihrem 2023er Demo übernommen. Andererseits ist es aber doch ganz nett, dass jene Songs jetzt einen offiziellen Release erfahren und die sechs neuen Songs sind allesamt auf ebenbürtig hohem Niveau! Der Opener Nothing Left geht direkt nach vorne mit einem unverkennbaren Proto- und First Wave US Punk-Vibe auf, der unter anderem an Stooges, Dead Boys und Gun Club denken lässt. Televised Violence fühlt sich daraufhin fast so an, als hätte man Radio Birdman und Saints mit den Hot Snakes und exzentrischen '80er Hardcore-Acts wie Really Red und Saccharine Trust verquickt. Über die gesamte Laufzeit ist auch ein oldschooliger Garage Punk-Vibe nicht zu übersehen, der irgendwo zwischen Pagans und Dead Moon sein Ding treibt und nicht zuletzt ist da noch ein großes Maß an früher Westküsten-Energie im Spiel. Im Zusammenspiel mit trittfester Songsubstanz destilliert sich das zu einem starken und explosiven Cocktail aus primitiver Punk Rock-Exzellenz.

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Night Court – $hit Machine

Ihre im Frühling erschienene Split-EP mit The Dumpies war gekennzeichnet von einem bemerkenswerten Wachstum für beide Bands und nachdem The Dumpies bereits eine absolut brilliante LP nachgelegt haben, war es ja nur eine Frage der Zeit bis auch der andere Schuh bei uns einschlägt in Form eines neuen Night Court-Langspielers. Der macht auch noch mal ordentlich Bumms in einem großzügigen Kraftpaket aus 17 Songs von reinster Power Pop-Erhabenheit, zusammengehalten von vorzüglichem Songhandwerk und präsentiert in einem Klanggewand von wechselnder Intensität, das irgendwo zwischen melodischem Garage Punk und oldschooligem Indie Rock alterniert und mich an so hohe Kaliber wie Bed Wettin' Bad Boys, Radioactivity, Bad Sports, Tommy and the Commies, Datenight, Vacation, Teen Line und Cheap Whine erinnert.

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Piss Wizard / Lackey / Body World

Hier sind drei neue Releases des erfinderischen, nicht ganz regelkonformen Hardcore Punk. Gerade mal eine Woche nach der letzten EP haben Piss Wizard bereits eine neue veröfffentlicht, die erneut eine Fuzz-lastige Vision von Hardcore-Chaos abliefert, solide verschweißt mit einem ausgesprochenen KBD-Einschlag und deutlichen Garage- und Surf Punk-Vibes. Das ist ebenso catchy wie auch roh und hält reichlich an unwahrscheinlichen melodischen Details unter der dreckigen Oberfläche versteckt. Die neue EP von Lackey aus Winnipeg schlägt dann in eine ähnliche Kerbe aus Garage-getränktem Hardcore auf eine geradlinigere aber keinesfalls weniger ausgefeilte Weise. Hochentflammbare Riffs ackern sich hier vorwärts in einer Art nicht ganz unähnlich zu so Bands á la G.U.N., Crisis Man, Jug, Chain Whip oder Termite. Zu guter Letzt dann noch das hier: Man nehme die Tugenden der anderen zwei Bands in diesem Post und tauche sie in einen stärkeren '77er Vibe plus einen Hauch von oldschooligem Westküsten-Hardcore und dabei sollte dann so ungefähr die neue EP von Body World aus Philadelphia rauskommen. Aber das ist eigentlich auch wieder etwas zu vereinfacht und würde unterschlagen, wie einfallsreich und wandlungsfähig die Band agiert - kein Song klingt hier wie ein anderer.

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Gonk – Gonk

Gonk aus Salt Lake City, Utah machten schon eine Weile an der Peripherie der Eggpunk-Welle auf sich aufmerksam und ihr Langspieldebüt liefert erneut reichlich Beweise dafür, dass es sich bei der Band um eine respektable Kraft und Bereicherung der Szene handelt. Auch wenn diese Songs nicht viel an neuen Impulsen zum Genre beitragen, trifft dennoch jeder Song hier mit einfachsten Mitteln mitten direkt ins Schwarze und Freunde von so Bands wie Shrudd, Billiam, Music For Microwaves oder Power Pants werden sicher auch an dieser Platte viel Spaß haben.

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Shady Lady and the Malefactor – A Nickname

Die dritte EP dieser Band aus Stockholm macht unmittelbar mal einen ausgezeichneten Eindruck mit einem moderat exzentrischen und abwechslungsreichen Mix aus Garage-, Post-, Synth- und Art Punk der geringfügig Devo-mäßigen Machart, zu dessen Tugenden und Referenzen auch etwa das quirlige Chaos von Skull Cult und Jelly Belly gehört, die '80er Synth Punk-Flashbacks jüngerer Isotope Soap, etwas Psychedelia á la Mononegatives und die Unvorhersehbarkeit von Pressure Pin. Auch eine erfreuliche Überraschung: Der Bonus-Remix des pulsierenden Rausschmeißer-Tracks Wendy Got Balls, der tonnenweise von einem aus der Zeit gefallenen retro '80er 12" Disco Edit-Charme mitbringt.

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Bart and The Brats – Only Fair

Unsere liebsten Garage-Franzosen Bart and the Brats verändern sich nie großartig, die konstant hohe Qualität ihres Outputs glücklicherweise aber auch nicht. Yup, das ist genau diese dumme und simple Machart des Garage Punk die wir kennen und lieben mit Anklängen etwa an Buck Bolixi, Spits, frühe Sick Thoughts, Uglies und The Dirts. Ich glaub davon werde ich niemals zu viel kriegen.

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