Chain Cult – What We Leave Behind
Harm Reduction erscheint am 27. September auf La Vida Es Un Mus Discos.
Harm Reduction erscheint am 27. September auf La Vida Es Un Mus Discos.

Dadgad The Air Looks Crispy
Power Pants Boycott
Billiam Hydraulic Press
Media Puzzle Crime Thrills
Slugs Southern Dog
Raya Compañero
The Gobs Hologram Dame
Kitchen People Control
Big Baby Tomb In Mind
Thyroids Don’t Ask, Dumbass
Easers Peaked Species
H8 Mile Go Out
Franky and the Slight Incline Second Prize
Cardi O. The Night is Here
The MFC Nightmare Baby
Citric Dummies Driving a Piece of Shit
鏡 Kagami Bear the Guilt
Parliament Ruins Victimless Crime
Wasted Age Dead End World
Human Trophy Devotion
Poison Ruïn Execute
Winky Frown Legs
¡Miau! El Diablo A Bajo Precio
Osees Cochon D’argent
Rixe Tir Groupé
Blitzer Smug Face
Hog Line Haul
Eyes Ninety New Sense
Ryan Kidd Glued On You
Beta Máximo Antimateria
Cowgirl Wake Up
Jrdn And The Switchblades No Sun
Temporary Curse Funny Feeling
Starburst Theres Mold
Booji Boys Hotline
Guiding Light Magpie
Cammy Cautious and the Wrestlers Distaste
Electric Prawns 2 Who I Am

Ich muss schon sagen, es war bis jetzt eine durchweg vergnügliche Reise, das Wachstum von Billiam zu verfolgen wie er im Laufe weniger Jahre von einem schlabberigen Eggpunk-Act zu der mächtigen Garage-/Synth Punk-Institution wurde, als die wir ihn heute kennen, nachdem er mit so ziemlich jeder neuen Veröffentlichung sein Klangspektrum graduell verfeinert und erweitert hat. Die neueste EP setzt diesen Trend fort. Nicht nur ist diese Platte dichter vollgepackt mit eingängigen Hooks als je zuvor, auch die Performance ist die tighteste, die wir von ihm bisher gehört haben und die Songs und Arrangements haben ein ganz neues Level an Raffinesse, Eleganz und stilistischer Vielfalt erreicht in diesem endlosen Sturm von hinterhältigen Ohrwürmern.
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Auf seiner Debüt-LP zieht Ryan Kidd aus Memphis, Tenessee genau eine Masche ab und er macht es absolut richtig. Und zwar handelt es sich dabei um geradlinig-silmple oldschool Garage Punk-Qualitätsware mit einem starken Geruch von The Spits, Buck Biloxi und frühen Sick Thoughts, wobei der Kerl aber auch ausreichend verschiedene Genre-Tropes und -Iterationen durchspielt um die Sache spannend zu halten und eine unbestreitbare Gabe für eingängig-kompakte Tunes trägt dazu auch seinen Teil bei.
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Nun, die zwei Vorabsingles TV DVD und Frontier Days haben ja schon mal einen durchschlagenden Job darin getan, mich neugierig auf die Debüt-EP einer Band aus irgendwo zu machen. Stellt sich heraus: Das waren noch nicht mal die stärksten Songs auf dieser Platte! Klar, der eierköpfige Post Punk des erst- und der psychedelische Garage Rock des letztgenannten Tracks sind für sich genommen schon Kanonen, aber noch immer noch nicht ganz auf einer Höhe mit dem fluffigen Power-/Fuzz Pop von Time To Spare, dem catchy Garage Punk-Vorschub von Funny Feeling und dem glitzernd-melancholischen Rausschmeißer Suggestions mit diesem gewissen Lost Sounds-Vibe. Nur verdammte Hits sind da drauf!
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Schon lange kein Lebenszeichen mehr vernommen von den kanadischen Garage Punk-Überfliegern aus Halifax, Nova Scotia, deren letzte LP Tube Reducer jetzt schon fünf Jahre her ist. Nun waren Booji Boys schon immer eine Band die gerne ihren Sound mit jeder neuen Veröffentlichung ein bisschen aufschüttelte und dieses neue Dingens ist diesbezüglich keine Ausnahme. Am auffälligsten sind hier die mehrstimmigen Vocals, die ihren bewährten Mix aus Garage- und Fuzz Punk, Noise- und Power Pop stellenweise mit einem ganz neuen psychedelischen Glitzer ausstatten und einer fast schon British Invasion-artigen Aura, die im krönenden Abschluss Hotline voll zum tragen kommt. Verdammt, ich hoffe da kommt ziemlich bald mehr von auf uns zu!

Nach dem ausgesprochen passend betitelten KO-Schlag von einem Album Zen and the Arcade of Beating Your Ass im letzten Jahr von Minneapolis’ führenden Erzeugern leicht schmieriger oldschool (Garage-) Punk-Sprengkapseln, die nie ihre Wirkung verfehlen dank schierer Kraftanwendung und tragfähigen Songfundamenten, nimmt die neueste EP die Hardcore-Ära Dü-vs-Raygun-Versatzstücke etwas zurück und tauscht sie ein gegen eine ordentliche Ladung von Detroit-mäßiger Proto Punk-Energie und ich hab da nichts dran zu meckern, der Scheiß fluppt!
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Die Debüt-EP dieses Typen aus New York City ist von vorne bis hinten durchtränkt von widerspenstigen Seltsamkeiten, die einerseits den Geist der etwas gestörteren Zweige des frühen Hardcore Punk und Proto-Noise Rock á la Flipper und Broken Talent versprüht, kombiniert mit tonnenweise zufälliger Artefakte der ’80er Kassettenkultur und ihrer Ärea der ungestörten Kreativität, die sich um nichts scherte weil ja eh kaum jemand zuhörte. Ebenfalls im Spiel ist hier ein unwahrscheinlicher Cowpunk-Vibe, der sich besonders in der Doppel-Attacke von The Carnal Boogie und No Singing No Dancing zeigt, sowie ein nicht weniger plemplem wirkender Anflug von Rockabilly und ’50er Bubblegum Pop etwa in The Night Is Here und Four Kinds Of Lonely. Der Scheiß ist komplett entgleist und es handelt sich dabei um einen wunderschönen Unfall.
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Ein massiver Schatz der oldschooligen Power Pop-Exzellenz findet sich auf dieser jüngsten EP einer Band aus York, England, die hier übersolide Songwriting-Qualitäten und wohltemperierte, elegante Arrangements mit genau der richtigen Menge an Knusperfaktor und Antriebskraft ausbalanciert um immer geschmeidig vorwärts zu rollen. Was in den Händen vieler anderer Bands ein Rezept für Langeweile oder bestenfalls ein angenehmes Hintergrundgeräusch ergeben würde, transzendiert hier mit Leichtigkeit die mittelmäßigen Standards eines allgegenwärtigen Genres und demonstriert eindrucksvoll, wie auch dieser uralte Trick immer noch funktionieren kann, solang man ein Händchen für eingängige Melodien besitzt, etwas liebevolle Politur anwendet und die Details nicht vernachlässigt.
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Diese Band (oder Projekt) aus Rom hat bereits einen ganzen Haufen netter EPs und Split-Releases zu verantworten, alle davon ziemlich gut und leicht einzuordnen im aktuellen Eggpunk-Sammelbecken. Auf ihrem bislang stärksten Kurzspieler entfernt man sich allerdings langsam davon und schlägt hier mit einer ungleich roheren und minimalistischen Geschmacksnote der Lo-Fi-Klangästhetik auf in drei neuen Detonationen aus verdrecktem Fuzz Punk, der nahtlos ihr längst bewiesenes Gespür für catchy Power Pop in eine neue Richtung steuert mit starken Echos von frühen Wavves und No Age, kombiniert mit reichhaltigen Anleihen des rohen Detroit-mäßigen Garage Punk aller Epochen.

Die jüngste EP dieser Kids irgendwo aus dem Umfeld von London und Buckinghamshire klingt äußerst einladend mit einer Handvoll schön primitiver Sprengungen des rohen, olschooligen Hardcore- und Anarcho Punk, die sich viel älter anfühlen als sie sind, so als hätten sie nach ca. ’82 nichts neues mehr gelernt und ich würde mal sagen was nicht kaputt ist, muss hier auch nicht repariert werden. Die Songs gehen rein, so einfach ist das!
Album-Stream →Gay Boredom erscheint am 18. Oktober auf Dirt Cult Records.
For A Better World erscheint am 19. Oktober auf La Vida Es Un Mus Discos