Michael Beach – Golden Theft

michael beach
Eigentlich habe ich ja für die nächsten hundert Jahre die Schnauze voll von Folkigen Indieschrammlern, aber diese Platte hat mich dann doch noch mit Wucht erwischt.
Das liegt mitunter daran, dass der zeitweise in San Francisco wie auch im australischen Melbourne ansässige Barde schwerlich im arg überstrapazierten Indie-Folk Genre zu verorten ist. Man merkt doch schnell, dass seine musikalischen Wurzeln viel tiefer reichen, seine Musik einen direkteren Draht zu klassischen amerikanischen Folk- und Blues-Traditionen hat als besagte Indie-Leisetreter. Er wirkt authentischer, ehrlicher und meilenweit entfernt vom derzeit vorherrschenden Wohlfühlgeschrammel. In den rockigeren Momenten, welche die erste Albumhälfte dominieren, fühle ich mich gelegentlich an die alten Bluespunker Gun Club erinnert.
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Teenanger – Singles Don’t $ell

Teenanger
Die Garagenpunk-Explosionen ihres letztjährigen Frights haben sich wohl für immer in meinem Gehörgang festgesetzt und ihre neue Platte (ähm…) hat jetzt auch endlich einen digitalen Release bekommen. Enttäuscht nicht, das Teil. Tempo ist jetzt etwas gedrosselt, dafür wurden Songwriting und Arrangements verfeinert und die Postpunk-Elemente drängen mehr in den Vordergrund. Ein gelungener Bastard etwa aus Radio Birdman und alten Wire Platten.
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Cheap Time – Exit Smiles

cheap timeMeine Fresse, hab ich mich gestern noch über The Pampers äh… bepisst, haben In The Red Records schon die nächste Genre-verwandte Veröffentlichung am Start. Und zwar von den schon seit einigen Jahren im Garagenumfeld recht umtriebigen Cheap Time aus Nashville. Es ist ohne Frage ihre bisher beste und reifste Platte – soweit man dieses Genre überhaupt mit so was wie Reife in Verbindung bringen kann – und wird ohne jeden Zweifel in diversen Jahresend-Listen garagenaffiner Bloggerkollegen auftauchen.
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The Pampers – The Pampers

pampersDiesem Blog fehlte bisher noch eine ordentliche Garagenrock-Dröhnung. Wird jetzt nachgeliefert. Die New Yorker Band macht ihrem Namen alle Ehre und scheißt den leidensgeprüften Hörer zwanzig Minuten lang rücksichtslos voll. Eine der kompromisslos rockendsten Veröffentlichungen in letzter Zeit. Ich muss jetzt erst mal die Windeln wechseln gehen.
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Dolfinz – Pagan Dating

Pagan DatingAuch schon was her, seit diese Platte… äh, dieses Tape zum durchweg albernen Cassette Store Day erschien. Hab’s auch erst jetzt über’s Herz gebracht, mir dieses vollkommen überflüssige Artefakt aus England zu bestellen, ein Download hätte mir gereicht. Den gibt’s leider nur zusammen mit dem Tape; doofe Idee. Nieder mit dem Tapefaschismus!
Naja, die Platte Kassette ist einfach zu geil um’s sein zu lassen. Melodisch-Noisiger Punk-/Indie Rock mit leichten Surfeinflüssen. Erinnert stellenweise etwas an das erste Japandroids Album, hat aber genug eigenes Temperament unter der Haube um auf eigenen Füßen zu stehen.
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Joey Fourr / H. Grimace – Nothing Beats Reality (Split EP)

joey fourr
Hübscher Split-Release der Londoner aus dem Hause Bad Paintings. Joey Fourr’s drei Songs klingen ein wenig so als hätten sich Jesus and Mary Chain mit den Ramones zusammengetan und Big Black ihren elektrischen Schlagzeuger „Roland“ geklaut. Großartiger Noise trifft auf eingängigsten Pop. Als harten Kontrast dazu gibt’s dann den eher düsteren, Grunge-beeinflußten Indierock von H. Grimace auf der Rückseite.
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Surf Friends – Endorphines

surf friendsDie Neuseeländer mal wieder, und natürlich auf dem dortigen Label-Urgestein Flying Nun Records erschienen. Wer den powerpoppigen Output des Labels bisher schon mochte, wird sich auch bei Surf Friends wohlig warm aufgehoben fühlen. Das würde mir ja nur ein müdes Gähnen entlocken, wenn nicht auch der Qualitätsstandard von Releases der nach wie vor bemerkenswerten neuseeländischen Szene so verdammt hoch wäre. Und auch hier haben wie wieder ein hervorragendes Album aus dem Powerpop-/Indierock-Kosmos mit leichten Psychedelic-Sprengseln, über dass es nicht so viel neues zu sagen gibt, das aber um so mehr Freude zu bereiten vermag.
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The Chelsea Kills – Pulp Culture

chelsea killsPunktrio aus Philadelphia. Oder mit ihren eigenen Worten ausgedrückt: „A Philly 3 piece ready to infect the nearest person with their deliciously punky brand of pop songs about killing yourself.“ Oder so: „Punky Pop songs with a knack for angst and a taste for blood.“
Genauer genommen haben wir es hier mit hochenergetischem Punk Rock zu tun, der deutlich vom 77er Style beeinflusst ist, aber auch die Replacements sind sicher als Einfluss zu erwähnen und ein gewisser bittersüßer PowerPop-Geschmack haftet dem ganzen immer an. Gegenwärtig vielleicht mit den kalifornischen Audacity vergleichbar.
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Unity Floors – Exotic Goldfish Blues

unity floors
Unity Floors sind ein Gitarre-und-Drums-Duo aus Sydney, das sich angenehm aus der derzeitigen Masse von Powerduos hervorhebt. Nicht zuletzt durch das brilliante, weil wohltemperierte und minimalistische Songwriting. Soundmäßig ist das ganze verankert im Verschrammelten Indie Rock der frühen neunziger. So in Richtung Sebadoh meets Pavement.
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Longings – Demo

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Straightes, treibendes Noise-/(Post)Punk-Gedöns aus Massachusetts. Das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber dafür auf so hohem Level geindierockt, dass selbst so träge Spacken wie ich vor lauter Endorphinausschüttung wie’n Flummi durchs Zimmer springen. Naja, wenn gerade keiner dabei zuschaut. Denke ich zumindest drüber nach das zu tun. Wenn’s nur nicht so viel Anstrengung bedeuten würde…
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