D.Sablu Free Speech For The Dumb Badtime Sick Leave Jocks Shinzo Speedy Muffler Ain't Too Bad The Bad Plug Macho Man Altos Hornos Caballero, por favor The Oidz Jackin off in the U.F.O Auditing Time Eroded Vault Door Gorgonis Want, Need Kiloff Holokaust Plemników Rare Spam Signature´s Wack Outside View Blue Law Gangrena Surf La Sotana
Null Tone Politimann Og Atomkrig Z.O.L. Rolltreppe Nylon Mind Control Hood Rats Cold As Ice Aldi Ost Boss ≠ Friend No Refund$ Misinformation Knome Year of the Knome Necron 9 Not Me Video Evidence Fluid Exchange The Hell Last Chapter Cleanser Bloodlines Sympos Soft Society Steröid Through The Night
Tracklist
Famous Logs in History Data Mind Olivia's World Weird Guy Ÿdeg Ui Ardan No Control Marcel Basho Basho Basho Headlegs Fog Rhoads Incompatibility Zero Discount Kein Geheimnis Snarewaves Str8 From The Basement Corpus Earthling Neon Slime
Motorbike Currency Private Lives Dealer's Choice Stepmother Vacant State Gummi Bazooka Last Waltzon I Can't Cook Beta Máximo Delirio en el naufragio Distance A La Surface Real Sickies Over Thought About It Dumbells Seeds Eel Men Sixteen Numbers
Man kann es nicht anders sagen: Smarter oldschool Noise Rock durchläuft gerade nicht seine stärkste Phase und herausragende Veröffentlichungen in dem Genre sind doch etwas rar gesät in den letzten Jahren. Aber auch in diesen Zeiten bleiben die hiesigen Genre-Overlords Trigger Cut ein verlässlicher Lieferant erstklassigen Lärms, der einerseits an bessere Zeiten erinnert aber dabei hoffentlich auch einen neuen Weg ebnet für eine hellere Zukunft. Wie üblich deckt der Krempel eine breites Spektrum an Signaturen von Bands der goldenen Ära ab wie etwa Bastro, Cows, Rapeman, Distorted Pony, Drunks With Guns und Dazzling Killmen, ja sogar einen Hauch von Tragic Mulatto hat das z. B. in Crash Crew. Auch zu jüngeren Bands in der Nachbarschaft von Multicult, STNNG, Leaves, Body House, Elephant Rifle, Help und Overtime mag man passende Parallelen finden. Gleichsam führt sich hier aber auch die schon auf den Vorgängern wachsende Tendenz fort, die offensichtlichen Einflüsse zu transzendieren zu einer unverwechselbaren, absolut eigenen Stimme und einer unbändigen Kreativität die den Hörer immer auf Zack hält - denn jeder dieser Songs beinhaltet mehr goldene Ideen und unverhoffte Wendungen als sie ein durchschnittlicher Genre-Beitrag für eine ganze LP übrig hätte. Man kann niemals ahnen, wo das als nächstes hingeht.
Na das ist mal hochkarätiger Scheiß, die zweite LP von dieser Band aus dem kleinen Städtchen Domodossola in Piemont, Italien. Darauf kreieren die einen absolut mitreißenden, hochenergetischen Sound zwischen den Eckpunkten von Garage- und Art Punk, der gleichermaßen Inspiration zu ziehen scheint aus alten KBD-mäßigen Artefakten wie auch aus dem Schaffen ungleich verkopfterer Post Punk-Acts wie Mission Of Burma, Moving Targets und Volcano Suns, zusammengehalten von den Schrauben und Nieten ultrasolider Songkonstruktion. Darüber hinaus gibt es in Songs wie Ping Pong, Punching Me und Licking Nipples auch noch ein paar unerwartete Hardcore-Ausbrüche zu bewundern. Muss schon sagen, falls die Typen tatsächlich dem Titel gemäß total saugen, dann saugen sie genau richtig für meine abnormalen Vorlieben!
Necron 9 aus Milwaukee hinterließen ja schon einen ausgezeichneten Eindruck mit einer Reihe von Demos und EPs und ihr "Lang"-Spieldebüt konsolidiert jetzt alle Tugenden davon zu einer ordentlichen Verkettung von Sprengsätzen mit denen sie so kompakt und durchschlagend rüberkommen wie nie zuvor. Ihrer Herangehensweise an moderat Motörpunk- und Garage-beeinflussten Hardcore wohnt einerseits eine ausgesprochen minimalistische oldschool-Ästhetik inne, fühlt sich gleichzeitig aber auch sehr kontemporär an in der Art wie bewährte Hardcore-Riffs und -Strickmuster hier mit einer Fülle an schrägen Ideen, unerwarteten Schlenkern und einer überdurchschnittlichen Frequenz ansteckender Hooks verschweißt werden, perfekt ausbalanciert mit einer verschwitzten, rohen, entfesselten Performance.
Von ähnlichem Kaliber aber noch ein gutes Stück ungewaschener ist dann die neue EP von SSIK aus Kelowna, British Columbia, Kanada, die sich hier weitgehend an etablierten Genre-Mustern orientieren aber gleichsam jeden Nagel auf den Kopf treffen mit ihrem einfach gestrickten Lärm, verpackt in eine super-tighte Darbietung von unnachgiebiger Kraft.
Abgerundet wird diese durchaus starke Hardcore-Woche mit einer neuen 2-Track-Single (und offenbar auch zukünftigen 7"), die wie von ihnen gewohnt vor allem das Bindegewebe zwischen Garage- und Hardcore Punk strapaziert in ihrer unverwechselbar arschtretenden, patentierten Machart. Die Songs an sich sind scheinbar nicht so wirklich neu, waren die gleichen Aufnahmen doch schon mal auf einem älteren Tape aus dem Hause Girlsville vertreten. Egal, für mich sind die jedenfalls neu und mehr Hood Rats passen mir immer in den Tee!
Das passiert mir immer wieder: Da hab ich mir vor so zwei Wochen doch ein Loch in den Bauch gefreut anlässlich einer neuen Nourishment EP, nur um dann kein Bookmark zu setzen und die Sache in der unnachgiebigen Flut an Veröffentlichungen der letzten Wochen aus dem Auge zu verlieren. Nu ja, jetzt fällt mir das Ding wieder ein und die Klangparameter darauf unterscheiden sich nicht allzu sehr vom Erstling dieser Blackened-/Dungeon Punk-Band von unspezifischer US-Herkunft, wenn auch die Produktionswerte hier moderat erhöht wurden. Wie zuvor schon begeistert die Platte mit einem eigentümlichen Spin auf das Genre, der sich großzügig an Einflüssen aus düster Goth-lastigem Post Punk und oldschooligem Death Rock bedient.
Die eierigen Bierpunks aus Charleston, South Carolina haben schon wieder eine essenzielle neue Veröffentlichung am Start für Genre-Aficinados und ich hab dazu überhaupt nichts neues zu sagen. Wie schon die Vorgänger ist das einfach verdammt guter - wenn auch nicht zwangsläufig origineller - Scheiß, den Freunde von so Bands im Fahrwasser von Prison Affair, Set-Top Box and Winky Frown, Raya, Möney und Goblin Daycare sich auf keinen Fall entgehen lassen dürfen.