Bad Shout – Volatile

Bad Shout aus Cardiff konnten bereits eine vielversprechende Debüt-EP im letzten Jahr verzeichnen und einen noch etwas stärkeren Nachfolger dieses Jahr im Sommer, aber für mein Empfinden taten sie sich schwer damit, dem müßigen Status als “durchaus nett, aber noch nicht ganz da” zu entkommen. Nu ja, was soll ich sagen… mit der neuesten EP ist die Band aber mal sowas von angekommen, auf welcher sie gekonnt zwischen ordentlich eingelaufenem, bluesigem oldschool Garage Punk, Hardcore-Ausbrüchen und powerpoppigen Ohrwürmern mit ’77er Vibe, leichten Spuren von Dickies alternieren.

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Lusso – Poison

Mirage erscheint am 13. Dezember

Seudo Youth – Theme Song

Nobody Gets Down Like Seudo Youth erscheint am 3. Januar auf Going Underground Records.

Amusement – Holding On

Holding On erscheint am 1. März auf Dirt Cult Records.

Grinding Eyes – We Move Slowly

Out Of Focus erscheint am 14. Februar auf Poison City Records.

Proto – Peur Bleue

Maintenance erscheint am 13. Dezember auf Hidden Bay Records.

Benzin – Treibjagt

Es hat ein paar Jahre gedauert nach dem starken 2019er Demo aber zu guter Letzt ist doch tatsächlich mal die Debüt-LP von den Berlinern Benzin am Start und wird den hohen Erwartungen mehr als gerecht, wobei sich ihr zuvor stärker Garage-orientierter Sound sich jetzt mehr von einem Post Punk-Vibe zulegt während das Tempo sich zunehmend Richtung Hardcore bewegt. Der Scheiß hier umfasst so einige Tendenzen anderer Berliner Bands wie Rogue, DBR, Tanning Bats, Ponys auf Pump, Cold Leather, eine Synth-lose Variante von Gym Tonic oder auch die erste Puff! 7″ lässt grüßen. Gleichsam lasse ich aber auch Vergleiche zu der Leipziger Szene gelten und Bands wie Ambulanz, Lassie, Onyon und Laugh Box… oder, wo wir eh schon von den Sachsen reden, würde ich sagen ein bisschen Pisse ist da auch drin. Aber die Einflüsse gehen über den Tellerrand der deutschen Szene hinaus – nicht zuletzt ist da auch ein starker Vibe von Surfbrett-schwingenden, frühen Westküsten-Punks á la Agent Orange, Germs und Adoloscents zu erkennen in Kombination mit jüngeren Erscheinungen der Sorte Warm Bodies, Warp, Judy and the Jerks, Vexx oder Itchy and the Nits.

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Impotentie – Zonder Titel Deze Keer

Hier gibt’s Nachschub von diesem “echte belgische Punk” an dem absolut nicht ein Typ aus Montreal oder ein New Yorker beteiligt sind, isch schwör ey. Musikalisch ihr ausgereiftester Output bisher, verschmilzt das die freimütig propagierten ’80er Europunk-Einflüsse mit gleichen Teilen von Oi! und Post Punk, leichten Spuren von Death Rock aus der selben Ära. Aus jüngerer Zeit könnte man sie auch als einen extra primitiven und melodischeren Abkömmling des US Post Punk-Bollwerks Institute beschreiben, von denen – so habe ich gehört – auch jemand definitiv nicht in dieser Band mitspielt, versprochen!

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Government Sex – Baby Farts

Die zweite EP dieser Band aus Austin, die möglicherweise zu 75% aus rein imaginären Mitgliedern bestehen mag, strapaziert genau die richtigen Schmerz- und Genusspunkte im Nervensystem mit diesen drei wunderschön brennenden Mülltonnen aus primitivem, rohem Drei-Akkord Garage- und Fuzz Punk, der sich gerade eben ausreichend dement benimmt um anspruchsvolle Genießer von so Scheiß á la Buck Biloxi, ISIS oder Giorgio Murderer wunschlos glücklich zu hinterlassen.

The Shouldn’ts – Casket of Ancient Spring

Lasst euch nicht vom ziemlich standardmäßigen Surf Rock des Openers täuschen, denn was darauf folgt ist um einiges Spannender: Zwei mühelos schreddernde Garage Punk-Perlen mit einem leichten ’77er Einschlag, innen gefüllt mit griffigen Hooks und eine Oberfläche reich an melodisch funkelnden Texturen. Insgesamt erinnert mich das ein gutes Stück an frühe Vaguess oder das absolut freidrehende Wild Rose-Demo von 2017.

Jimsobbins – When You Find Out

Es gefiel mir schon sehr was ich auf der netten Split EP hörte, die das Duo (?) Jimsobbins aus Providence, Rhode Island, nun ja… in erster Linie mit sich selbst unter dem Alias Cindy veröffentlicht hatte. Diese neue digitale Single bringt mehr vom gleichen guten Scheiß. Den Anfang macht eine rundum kompetente Nerves-Coverversion, gefolgt von einem eigenen Song dessen quirliger Vibe sich etwa in der Nähe von so Krempel wie R.M.F.C., Billiam, Gonk, Shrudd, Music for Microwaves oder Liquid Lunch verorten lässt.

Heather The Jerk – Parasites

Not Very Motorcycle erscheint am 6. Dezember.

The Men – Pony

Buyer Beware erscheint am 24. Februar auf Fuzz Club Records.

Ismatic Guru – Manic Vision

An Incredible Amount of Overwhelming Information erscheint am 10. Januar auf Swimming Faith Records.