Molbo – Mol-Bot

Zwar etwas verspätet, aber Molbo aus Oslo haben dann letztendlich ja doch noch mal ganz schön Wellen geschlagen mit ihren 2023/'04er EPs nachdem jene gemeinsam von Erste Theke Tonträger auf Vinyl wiederveröffentlicht wurden. Insgesamt hat sich ihr Sound seitdem nicht allzu sehr verändert, aber dennoch ist ein stetiger Feinschliff zu erkennen auf ihrer neuesten EP, die ihren Style zu einem robusteren, konsistenteren Gesamtbild konsolidiert. Wie gewohnt verwebt das Zeug die Stränge von Garage-, Post- und Egg Punk, Death Rock und Dungeon Punk zu einem ganz schön einfallsreichen und wunderbar unförmigen Genre-Bastard und festigt damit ihre eigene kleine Nische in der gegenwärtigen Egg-/Dungeon-Landschaft.

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Living Dream – Absolute Devotion

Die neueste EP dieser Band aus Indianapolis ist fraglos ihre stärkste Veröffentlichung bislang, auf der sie die stärker geradeaus rockenden Sounds der Vorgänger weitgehend hinter sich lassen und den Energielevel empfindlich reduzieren im Austausch gegen eine vergleichsweise relaxte Machart von Garage Rock, der gleichermaßen Inspiration zu schöpfen scheint aus Paisley Underground-mäßigem Jangle Pop und britischer Psychedelia. Und was soll ich sagen, die neuen Songs lassen keinen Zweifel daran, dass sie es ernst meinen damit. Es ist ein ausnahmslos hochklassiges Bündel von zurückgelehntem, psychedelischem Pop, saumäßig catchy ohne dabei jemals Gefahr zu laufen auch nur annähernd kitschig und überzuckert zu klingen - ein bisschen wie eine Mischung aus, sagen wir mal, Good Flying Birds und White Fence, oder vielleicht auch eine noch einmal viel gelassenere Version der aktuellen Power Pop-Überflieger Sharpnel und Dumbells.

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Smelly and the Järdfartz – Smelly and the Järdfartz

Was für eine verdammt lahme Woche wäre es denn ohne eine neue Eggpunk-Veröffentlichung? Diesmal werden wir versorgt von einer Band aus Indianapolis, die sich hier stilistisch nicht allzu sehr aus dem Fenster lehnt aber nichtsdestotrotz eine spaßige, grundsolide Variante des Genres spielt und einen Sweet Spot findet irgendwo zwischen den Sounds von frühen Prison Affair, Deebeat Ramone, Beta Máximo, Midgee, Goblin Daycare und Winky Frown. Der Scheiß funktioniert einfach, da ist nichts dran zu rütteln.

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Les Sardines – Paranoia

Paranoia erscheint am 30. Mai auf Where It's At Is Where You Are.

Sex Faces – Ultraviolence

Bad Vibes OST erscheint am 23. Mai auf Slovenly Recordings.

Verspannungskassette #91 (C-60)

Tracklist

Ratonera Humana Subnormal
Bart And The Brats Pigeonholed
Horns Soon
Public House Twist The Knife
Beer Pine Barrens
Snarewaves ABV
Socke Wien oder Berlin
Gerber and the Babies Paranoia
Snooper In The Dark
Negative Outlook Nausea, Spilling Through My Veins
Chemical Bank New American Dark Age/Everything Is Hate
The Bad Plug Moon Flower Fields
20 Minutes Drop the Bomb
Krul A Body
Worst Intentions Association
Necron 9 Not Me
SSIK Inferior Health
Nourishment Warm And Rotting

Tracklist

Cringe Fantasy Pop Music Ruined My Life
Mr. Piss Knife Fight
Trigger Cut Crash Crew
Fugitive Bubble Ego Drip
Jacket Burner Nothin' To Me
Teo Wise Colpo in Canna
Dirty Fences Running Again
Steroid Rotting In The Prison
Power Pants I Wanna Be More
Mr. Pescado Wet Books
Dauber Metal Rectangle
Flèches Effacé.e Par La Foule
Window Phase Guy Ferrari
Dad Joke Dad Joke
Slick Lake Day

Steröid – Chainmail Commandos

Nach langem Warten ist er endlich hier: Der erste Langspieler von Gordo Blackers a.k.a. Steröid aus Sydney, der in der Vergangenheit unter anderem auch schon in so Bands wie Draggs und Gee Tee aktiv war. Gute drei Jahre nachdem die Debüt-EP ein amtliches Loch in die Burgmauern des Lo-Fi Egg- und Dungeon Punk gesprengt hatte, bleibt ihr Sound ein ziemlich einmaliges und gleichermaßen jedoch ausgesprochen simples Konzept, nämlich die Verschmelzung von spaßig-schrägem Garage- und Eggpunk mit den catchy Hooks und Riffs des '80er Metal und Arena Rock. Das Resultat ist ein stark berauschendes Gebräu von so hohem Suchtfaktor, dass es eigentlich verboten gehört! Wie üblich bei eigentlich allem was mit Metal zu tun hat, bin ich schlecht ausgerüstet um spezifische Wurzeln und Einflüsse zu benennen, weshalb ich es hier lieber dabei belasse dabei zu sagen, dass diese Songs saumäßig und ausnahmslos auf die Scheiße hauen und dass die zweite Hälfte der Platte eine willkommene Abwechslung darstellt, wenn die stilistischen Parameter ein bisschen flexibler, differenzierter und abenteuerlicher werden nach dem ausgesprochen geradlinigen Hitmarathon auf Seite A, präsentiert in einer ultra-trockenen Mid-Fi Klangästhetik, die im Vergleich zur vergangenen EP eine neue Schärfe und Klarheit bringt ohne dabei irgendwas zu verwässern. Ganz im Gegenteil, der Scheiß klingt absolut perfekt wenn ihr mich fragt!

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Fugitive Bubble – What Will Happen If We Stop?

Die Band aus Olympia, Washington war schon immer eine aufregende Achterbahnfahrt mit ihren zwei vergangenen EPs und einem Langspieler, allesamt erschienen auf der immer exzellenten Kassettenschmiede Impotent Fetus. Nach einer Wiederveröffentlichung des ersten Albums auf Vinyl via Sorry State Records, ist nun auch dessen Nachfolger wieder bei dem Punkbollwerk aus Raleigh, North Carolina erschienen und wie es zu erwarten war bleibt ihre hyperaktive Mischung aus Art- und Garage Punk, Hard- und Postcore eine spannende und überwältigende Attacke auf die Sinne. Gleichermaßen unvorhersehbar, schlau konzipiert und abwechslungsreich, erinnert mich das vereinzelt mal an etwas unkonventionellere alte Punk- und Hardcore-Hausnummern wie Tragic Mulatto (ganz besonders in Failed Experiment), Really Red und Saccharine Trust einerseits, aber nicht weniger auch an jüngere Phänomene wie Mystic Inane, Warm Bodies, Launcher, Vexx, Rolex, Cucuy oder Big Bopper.

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Window Phase – Epoxy River and Super Pool

Diese Band aus Evesham, New Jersey hat sich bereits eine sehr substanzielle Bandcamp-Diskografie aufgetürmt, aber verdammt, ist das das hier mal ein massiver Qualitätssprung auf ihrer neuesten LP. Darauf schichten sie eine dichte Wand aus eingängigem Noise Pop und Fuzz Punk auf, irgendwo zwischen so Acts der Nuller- bis 2010er Jahre á la Milk Music, Male Bonding und No Age einerseits und andererseits Dinosaur Jr. der goldenen Ära in den '80ern, aber mit dem spezifischen Unterschied, dass hier wirklich jeder Song weniger die introvertierte Nasalität von J Mascis zu channeln scheint als das verzweifelte Geschrei Lou Barlows im wütenden Rauswerfer-Track der Bug LP, Don't. Darüber hinaus geht da auch schon mal ein wenig frühe My Bloody Valentine-Action ab etwa in Boy Christening, wohingegen Mark Prindle einen Vibe von The Wedding Present mitbringt, die hier aber in eine ausgebombte Post Punk-Hölle tansplantiert werden.

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Puppy And The Handjobs – I Don’t Care About Anything

I Don't Care About Anything erscheint am 2. Mai auf Slovenly Recordings,

Lifeguard – It Will Get Worse

Ripped and Torn erscheint am 6. Juni auf Matador Records.

Blowers – Tony’s In Hospital Again

Blowmania erscheint am 28. April auf Chaputa Records (EU) & Trash Cult Records (AUS).