Sonic Avenues – Mistakes

sonic avenues
Schönen melodischen Punkrock mit einem gewissen Buzzcocks-Einschlag bescheren vier Typen aus Montreal, erschienen beim immer geschmackssicheren Dirtnap Records. Reiht sich auch ganz gut in jüngere Veröffentlichungen ein, etwa von Radioactivity oder Mind Spiders.

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The Feel Bad Hit Of The Winter – The Feel Bad Hit Of The Winter

The Feel Bad Hit Of The Winter - The Feel Bad Hit Of The Winter - TFBHOTW Cover
Die Typen kommen aus Kansas City und spielen im Grunde ultramelodischen Indierock im geiste etwa von Archers of Loaf und Superchunk, oder auch California X, Milk Music oder Swervedriver, gelegentlich auch angereichert um leichte Postpunk-Elemente oder Sonic Youth-artige Gitarrenharmonien. Erschienen auf Russian Winter Records, das ist das Label der Macher vom massiv lesens- und hörenswerten Blog Flooshime Zipper Boots. Das ham’ se mal wieder hervorragenden Geschmack bewiesen. Wie immer eigentlich.

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Tweens – Tweens

tweens
Eigentlich hab ich ja die Schnauze voll von den 60s Teenpop- und Girlgroup-beeinflussten Bands die in den letzten Jahren rumgehypt wurden. Keine von denen wurde m.E. dem Hype auch nur annähernd gerecht. Best Coast schreibt seitdem immer wieder den gleichen Song und versucht dabei so furchtbar ultra cute rüber zu kommen, dass ihre Welt in rosa Plüsch versinkt. Frankie Rose und ihre Bands Dum Dum Girls und Vivian Girls konnten zwar die eine oder andere Ohrwurm-Single für sich verbuchen, ihre Alben bestanden aber überwiegend aus uninspiriertem Füllmaterial. Das sie sich dann auch noch zunehmend in eine gafällig-poppigere Richtung entwickelten, trug dann natürlich auch nicht besonders zu meiner Begeisterung bei.
Als aber Tweens vor zwei Jahren ihr Debüt “Live at the Mohawk” – eine wunderbar grottige und ungeschliffene LoFi-Aufnahme ihres allerersten Gigs – auf uns losließen, war ich sofort hin und weg. Da war sowohl der unwiderstehliche Pop, ohne den das Genre undenkbar wäre, aber dieses schräge Trio fügte dem ganzen auch wieder die nötige Schaufel Dreck hinzu, den sowas schon braucht um bei mir zu zünden.
Nun liegt mir hier ihr erstes “richtiges” Album vor, mit einer deutlich zugänglicheren Produktion und einem durchaus etablierten Label im Rücken. Die gute Nachricht: Sie haben sich nicht vollkommen glattbügeln lassen. Das ganze ist zwar weit entfernt vom alten Lofi-Sound, aber die Produktion macht ordentlich Druck und zeigt immer noch genug Zähne. Es ist zwar nicht jeder Song ein Volltreffer, aber es gibt auch keine wirklichen Ausfälle. Einige der deutlich vom 77er Punk geprägten Popmelodien werde ich so schnell nicht mehr aus meinem Kopf bekommen, und das ist ja schon mal kein schlechtes Zeichen.

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Gang Wizard – Important Picnic

gang wizard
Dieses Krachkollektiv aus Los Angeles ist, wie ich aus der allwissenden Datenkrake erfahre, schon seit Mitte der Neunziger mit der Dekonstruktion des Rock’n’roll beschäftigt. Auf ihrem neuesten Album zeigen sie immer noch keine Ermüdungserscheinungen. Das hier ist Noise und Post Punk im besten und extremsten Sinne. Viezig Minuten herrlich unpräzises, experimentelles Gedresche aus kaputten Beats und Feedback-Orgien, Kreissägen-Gitarren und einer doch erstaunlichen Fülle an Melodien und Hooks, die sich unter der rauen Oberfläche, dem Geschrei und den schrägen Grooves verbergen. Auch gewisse Krauteinflüsse (musikalischer wie auch psychotroper Natur) sind nicht von der Hand zu weisen.

Die Platte kann man im Shop des Labels als Download oder LP erwerben.

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Personal Best – The Lovin’

personal best
Personal Best sind ein Powerpop-/Poppunk-Trio aus Bristol. Punkt.
Was gibt’s denn zu solcher Musik sonst auch groß zu sagen, außer dass sie entweder gut oder nicht so gut ist? Die hier ist richtig gut, mit vier kraftvoll dargebotenen Ohrwürmern die sich erbarmungslos noch bis in die letzte Gehirnwindung fräsen.

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Wrong Body – BIG

wrong body
Hervorragendes Debütalbum der Bostoner. Das ist m.E. eine der ausgereiftesten Veröffentlichungen aus diesem Genre-Umfeld seit längerem. Zentrum des ganzen ist ganz klar der Sound der Dischordmafia Mitte bis Ende der 90er, insbesondere Bluetip scheinen hier sehr stark durch. Aber auch der gradlinige Indierock etwa von Superchunk oder die verspieltheit von The Dismemberment Plan kann man ausmachen. Manchmal gibt es ein Riff oder eine Melodie zu verorten, die den späten Soundgarden (ignorieren wir dabei mal die Reunion) nicht so fern läge. Und auch für ein paar akustische Ruhepole ist Platz, die dank ihrer Songwriting-Qualitäten genau so zu überzeugen wissen wie die treibenderen Nummern.

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Musikresteficken #3

Hier ist der zweite Teil der gestern begonnenen Resteverwertung. Was nicht heißt, dass diese Bands nicht verdammt hörenswert wären. Sondern nur, dass ich bisher nicht die Zeit gefunden hab, das hier alles zu posten. Viel spaß beim durchwühlen. (mehr …)

Wireheads – Wireheads

wireheads
Die vielversprechende EP dieser Band aus dem australischen Adelaide schlägt ganz hervorragend den Bogen vom Proto- zum Post Punk. Und was dazwischen kam, ignorieren sie weitgehend. Ein neues Album von ihnen ist auch schon im Kasten und sollte jeden Moment erscheinen.

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Sundaze – OK//Then

sundaze
Dieses londoner Duo kreiert psychedelischen Krach, im Spannungsfeld von primitivem Shoegaze, Noise und Postpunk, unermüdlich vorwärts geschoben von einer simpel und stur vor sich hin polternden Drum Machine. Fühle mich sehr angenehm an das erste Album von A Place To Bury Strangers erinnert.

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Permanent Collection – No Void EP

permanent collection
Permanent Collection aus Oakland haben sich vor kurzem aufgelöst. Vorher haben sie aber noch eine tolle EP rausgehauen. Könnte man so beschreiben, dass Iceage oder Holograms ihren düsteren Postpunk um leichte Shoegaze-Anleihen und Wipers-artige Gitarrenlinien ergänzt hätten. Die hier auch schon gefeatureten Criminal Code könnten auch so halbwegs als Vergleich herhalten.

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Bartholomew Clay – A Celebration Of You

bartholomew clay
Psychedelisch fuzziger Noise-Minimalismus von einem Solokünstler, der vermutlich aus New Haven in Connecticut kommt. Oder aus irgendeinem den anderen New Haven, die Informationslage lässt da etwas zu wünschen übrig. Auf jeden Fall benötigt er nicht viel mehr als seine Gitarre und ab und zu ein wenig aufs Minimum reduzierte Percussion unter einer massiven Schicht aus Fuzz und Reverb, um mit seinen simplen aber emotional aufgeladenen Pop-Entwürfen den Hörer zu bewegen.

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Musikresteficken #2

Es ist wieder so weit. Ich beschmeiße euch kommentarlos mit einem Haufen Musik, für den mir bisher die Zeit zum Posten fehlte. Weil ich mich in den letzten Wochen vor gutem Zeug kaum retten konnte, wird’s diesmal ein Zweiteiler. Fortsetzung folgt morgen irgendwann. Viel Spaß beim stöbern. (mehr …)

Jessica 93 – Who Cares

jessica 93
Jessica 93 ist ein Soloprojekt des pariser Musikers Geoffroy Laporte. Auf Who Cares ruft er die Brachialität alter Big Black-Platten in Erinnerung und lässt dabei die atmosphärische Dichte der aktuellen Generation düsterer Postpunk-Bands wie etwa Ceremony, Merchandise oder A Place To Bury Strangers mit einfließen.

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Baston – Alamo 7″

baston
Toller Gararagenpop aus Frankreich. Die Band aus Rennes spielt eine deutlich Shoegaze-beeinflusste, powerpoppige Variante des Genres. Schön zu sehen, was derzeit so auf europäischem Boden an tollen Bands aufsprießt. Nur bei uns in Doofland ist natürlich immer noch überwiegend tote Buchse.