Tolles Indierock/Shoegaze-Zeugs aus Sterling, Virginia. Eher konservativ zwar, dafür aber mit einem guten Händchen für simple, mitreißende Melodien und einem leicht punkigen Einschlag. Gelegentlich hört man etwas Dinosaur Jr., Swervedriver oder Superchunk durch.
Neues Album der Psych-/Spacepunk-Band aus Phoenix, Arizona. Wieder auf Sacred Bones erschienen und wieder die zu erwartende Wucht. Kompromisslos wie eh und je, ist das wohl auch ihre kompakteste Veröffentlichung bisher. Durchgehend grandios.
Eine recht seltsame Platte haben Ace Romeo aus Sydney da rausgehauen. Eine, die sich partout auf kein Genre festnageln lassen will. Nach einem etwas Irreführenden Chiptune-Intro pendelt das so etwa zwischen Psychdedlic Rock der mal Kraftvoll walzenden, mal der entspannt groovenden Sorte, relaxtem Indierock, käsigem Dad-Rock und Powerpop der Marke Cheap Trick. Überhaupt erscheint mir alles auf diesem Album aus Papa’s Plattensammlung stibitzt. Vollkommen am Zeitgeist vorbei und genau deshalb so sympathisch.
Das Debütalbum der berliner Postpunkkapelle ist jetzt endlich auch digital erhältlich. Die Band lässt mich schon seit ihrer explosiven ersten 7″ nervös auf dem Stuhl wackeln und das warten zahlt sich jetzt aus. Im Vergleich zu damals sind sie hier mit überwiegend gedrosseltem Tempo unterwegs, haben aber nichts von der alten Energie eingebüßt, die sich auf dieser Platte in wahnsinnig tighten, motorisch zackigen Grooves entlädt.
Das londoner Rock’n’Roll Wunderkind Dan Melchior hat mal wieder seine alte Band zusammengetrommelt. Dabei ist ein neues Album rausgekommen mit wunderbar verspieltem, manchmal ausuferndem Psych- und Garagenrock und einer ausgesprochen breiten Klangpalette.
Noisepunk aus Rotterdam mit omnipräsenten Surf- und Psychedelic-Einflüssen. Als grobe Orientierungshilfe könnte man sie in der nähe von Crystal Stilts, frühen Wavves und No Age oder Crystal Antlers verorten.
Schon etwas älteres, dafür umso brillianteres Zeug aus Aomori, Japan. The Earth Earth spielen klassischen Shoegaze der alten MBV-Schule, ohne dabei zu sehr in bewährten Strickmustern hängen zu bleiben. Vielmehr nutzen sie den altbewährten Sound als Basis um eine Fülle verschiedener Einflüsse darin zu vereinen. Ein klanglich reichhaltiges und abwechslungsreiches Album.
Kitchen’s Floor aus Brisbane haben also ihrer Heimatstadt den Kampf angesagt. Oder sind es eher die Stadt und ihre Einwohner selbst, die mit den üblichen Widrigkeiten ringen? Auf jeden Fall erzählt die Platte von den kleinen Siegen und Niederlagen (überwigend von letzteren) des Lebens wie Opa vom Krieg und klingt dabei angepisst und melancholisch zugleich. Musikalisch bewegt sich die Platte dabei zwischen Sludgig-Noiserockig dahinschleppenden Momenten und abgefuzztem Indierock, alles auf hohem Niveau.
Neue EP der Kopenhagener Band. Die Entwicklung die mit dem ersten Album Seek Warmer Climes begann, wird hier lückenlos fortgeführt. Vom Punkgeschredder der ersten EP ist hier nichts mehr übrig, dafür kommt die atmosphörisch dichte Seite der Band in diesen formvollendeten, in tiefschwarze Goth-Brühe getränkten mini-Epen voll zur Geltung. Zusammengehalten von Adrian Toubros eindringlicher Stimme, packender als je zuvor.
Derber Noisepunk mit leichten Industrial- und Postpunk-Untertönen aus Toronto. Da wird nicht lange gefackelt sondern man kommt gleich auf den Punkt, bzw. voll auf die Zwölfe. Hat was von Spray Paint-meets-Scratch Acid-meets-Big Black.