Paro - They Want Your Heart

paro
Groß­ar­ti­ger Post­punk aus Ber­lin, ganz oh­ne die viel zu üb­li­chen Joy Di­vi­si­on-Ver­satz­stü­cke und auch oh­ne die bei deut­schen Bands meis­tens an­zu­tref­fen­den Go­thic-Ele­men­te. Sehr er­fri­schend. Statt­des­sen gibt's hier trei­bend-groo­ven­de Beats, Dub-Ein­flüs­se und noi­sig-dis­so­nan­te Gi­tar­ren­at­ta­cken. Her­kömm­li­che Song­struk­tu­ren: Fehl­an­zei­ge. Wenn ich 'nen Ver­gleich zu ir­gend­et­was ge­gen­wär­ti­gen zu zie­hen ver­su­che, schei­nen mir di­ver­se Pro­jek­te von Mi­ke Pat­ton halb­wegs na­he­lie­gend. Aber das hier ist ab­so­lut ei­gen­stän­dig und hat sol­che Ver­glei­che gar nicht nö­tig.
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The Future Primitives - Into The Primitive

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Pri­mi­tiv ist wirk­lich das ein­zi­ge pas­sen­de Wort, um den Sound die­ser Band aus Kap­stadt, Süd­afri­ka zu be­schrei­ben. Das ist Ga­ra­gen­rock in sei­ner ur­sprüng­lichs­ten Form, "Nuggets"-Style Pro­to­punk der spä­ten 60er/​ Frü­hen 70er. Ab und zu las­sen sie noch et­was 30th Floor Ele­va­tors oder Stoo­ges zu, viel neu­mo­di­scher wird's auf die­ser Plat­te aber nicht. Für die­ses Gen­re gilt: je düm­mer und ein­fa­cher es wird, des­to mehr Spaß macht das gan­ze. Al­so Hirn aus­schal­ten und aus­klin­ken, wir ver­lie­ren die Kon­trol­le…
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Cuddly Shark - The Road To Ugly

cuddly shark
Das zwei­te Al­bum der Glas­gower er­schien schon An­fang 2013, ist aber ir­gend­wie an mir vor­bei ge­gan­gen. Da­bei hat­te mir be­reits ihr in­zwi­schen schon vier Jah­re al­tes De­büt sehr ge­fal­len. Wir ha­ben es im­mer noch mit dem leicht Post­pun­ki­gen In­die­rock und ge­le­gent­li­chen Noi­se-Ein­flüs­sen zu tun, aber die Band hat ih­re Farb­pa­let­te deut­lich er­wei­tert, da kön­nen jetzt auch mal ge­wis­se Coun­try- oder Folk-Ein­flüs­se durch­schei­nen. Mehr ein­gän­gi­ge Me­lo­dien las­sen sie jetzt zu und das Song­wri­ting ist deut­lich ge­reift. Trotz­dem be­hält sich die Band ei­ne ge­wis­se Kan­tig­keit, die in die­sen eher weich­ge­spül­ten Zei­ten sehr gut tut. Wun­der­schö­ne Plat­te, mit der ich so gar nicht ge­rech­net hät­te.
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Porno Mags - Get On Top /​ Early Bird 7"

porno mags
Ga­ra­gen­punk-Band aus Chi­ca­go. Die A-Sei­te zeigt noch ei­nen leich­ten Wire-Ein­fluss, Plat­te um­ge­dreht gibt's dann ganz klas­si­schen Ga­ra­gen-/Pro­to­punk á la Saints & Ra­dio Bird­man. Drückt bei mir auf ge­nau die rich­ti­gen Knöp­fe. Jetzt ein Al­bum bit­te, ja?
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Fazit 2013

2013 war ein Jahr. Und In­die ist 2013 so was von ge­stor­ben. Oh­ne Scheiß.
Ich bin nicht mal be­son­ders trau­rig dar­über. Über­lasst sei­nen stin­ken­den Ka­da­ver der In­dus­trie, den Me­di­en, den Hip­stern und Arsch­lö­chern. Dann ha­ben sie we­nigs­tens was zum spie­len.

hipster

Life Model - Life Model EP

Life Model
Und wie­der 'ne ziem­lich coo­le Shoe­ga­zer-Band, aus Glas­gow dies­mal. Zur Ab­wechs­lung sind heu­te Ri­de der prä­gen­de Ein­fluss, oder auch Slow­di­ve mit deut­lich mehr Wumms. Und der ei­ne oder an­de­re plü­schi­ge Dream­pop-Mo­ment er­klärt sich da­mit ja von selbst. Trotz­dem kei­ne seich­te Ein­schlaf­mu­sik, groovt sich stel­len­wei­se so­gar rich­tig den Arsch ab.
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Ceremony - Distance

Ceremony
Ce­re­mo­ny aus Fre­de­ricks­burg, Vir­gi­nia (nicht ver­wech­seln mit der gleich­na­mi­gen ka­li­for­ni­schen Ga­ra­ge-/HC-Band) dre­hen ja schon seit Jah­ren ih­re Run­den durch di­ver­se Mu­sik­blogs und -pu­bli­ka­tio­nen, aber so wirk­lich über­zeu­gen konn­ten sie mich bis­her nicht. Die bis­he­ri­gen Al­ben und EPs klan­gen mir ein­fach mal zu über­zu­ckert um auf Al­b­um­län­ge zu funk­tio­nie­ren, ein an­de­res mal ein­fach zu zer­fah­ren und un­aus­ge­reift. Dem al­len haf­te­te oft der Ge­ruch ei­ner Band an, die noch zu sich selbst fin­den muss.
Auf Di­stance ma­chen sie jetzt ei­nen ge­wal­ti­gen Sprung vor­wärts. End­lich fin­den sie hier ei­ne gu­te Ba­lan­ce zwi­schen Krach und Me­lo­die. Es scha­det auch nicht, dass hier ei­ni­ge ih­rer bes­ten Songs ver­sam­melt sind. Mu­si­ka­lisch ist das ir­gend­wo zwi­schen C86-Pop und dem frü­hen Pro­to-Shoe­ga­ze von The Je­sus And Ma­ry Chain zu ver­or­ten. Auch et­was Noi­se- und Ga­ra­gen­rock steckt da mit drin. Und nach wie vor ist das gan­ze mit ein­gän­gi­gen Pop­me­lo­dien gar­niert. Nur halt nicht mehr so auf­dring­lich. Ein biss­chen wie die pop­pi­ge­ren Mo­men­te von A Place To Bu­ry Stran­gers, wenn je­ne denn noch mal ein or­dent­li­ches Al­bum hin­krie­gen wür­den.
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The Losers - The Losers EP

the losers
The Lo­sers aus Green­vil­le, Il­li­nois brin­gen uns ei­nen Flash­back zu­rück in den Mitt­neun­zi­ger Col­le­ge Rock, et­wa wie ei­ne leicht an­ge­folk­te Su­per­chunk-Va­ri­an­te. Oder ein zwei­ter Be­schrei­bungs­ver­such: Le­mon­heads tref­fen auf Buf­fa­lo Tom. Die EP gibt's zum Preis eu­rer Wahl auf Band­camp.
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The Wytches - Robe For Juda 7"

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Tod und Ver­der­ben trans­por­tiert die­se Band aus dem bri­ti­schen Pe­ter­bo­rough. Auf ih­rem neu­es­ten Sie­ben­zöl­ler brin­gen sie zwei her­vor­ra­gen­de Frust­at­ta­cken aus Noi­se­rock mit of­fen­sicht­li­chen Grunge- und Ga­ra­gen­ein­flüs­sen. Er­in­nert ein we­nig an al­te Cho­ke­bo­re Plat­ten oder ans ers­te Ten Kens-Al­bum, aber auch die Pi­xies-ar­ti­ge Surf­gi­tar­re nimmt hier ei­ne pro­mi­nen­te Stel­lung ein.
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Red Hare - Nites Of Midnite

Red Hare
Was geht ei­gent­lich heu­te mit Di­schord? Vol.3
Das Di­schord-Uni­ver­sum ist klein und von Ban­din­zest ge­prägt, wo man auch hin­schaut. Je­des Ge­spräch über die­se Bands be­ginnt zwangs­läu­fig mit end­lo­sem Na­me­drop­ping, man ver­liert schnell den Über­blick, wer schon mal mit wem was ge­nau ge­macht hat. Die be­kann­tes­ten Ex-Bands in die­sem Fall sind Dag Nas­ty, Blue­tip, Re­ti­so­nic und noch ein gan­zer Hau­fen an­de­rer. Auf je­den Fall ist die Plat­te wie­der mal ein an­ge­neh­mer Flash­back in die Blü­te­zeit des DC-Hard-/Post­core, der sehr schön die noch deut­lich pun­ki­ge­re Pha­se der spä­ten 80er und ih­re Emo-Pro­to­ty­pen, mit dem eher ver­kopf­ten Sound der Mitt­neun­zi­ger ver­bin­det.
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