Schöne Splitveröffentlichung zweier Bands, die einene recht verspielte Herangehensweise an Garagepunk gemeinsam haben. Estrogen Highs aus New Haven, Connecticut spielen eine powerpoppige Variante davon mit einem gewissen Protopunk-Einfluss. Frustrations aus Detroit treten dagegen das Gaspedal zu beginn auch mal etwas beherzter durch, später dendiert das aber zunehmend in Richtung bluesiger Sludgepunk-Drones. Das sind interessante Entwicklungen von beiden Bands.
Wer bei dem Bandnamen zuerst an ein Jawbreaker-Album denkt liegt schon mal gar nicht so falsch. Unfun aus Vancouver spielen oldschooligen, emofizierten Punkrock, der seinen poppigen Kern in einen umso dreckigeren, wuchtigen Sound aus Noise-Gitarrenwänden verpackt.
Neues von den Postpunkern aus Brisbane. Ihr neues Tape ist ein gewaltiger Sprung nach vorne, begeistert mit leicht no-wavigem aber dennoch eingängigem Postpunk.
Bluesiger Garagepunk aus Omaha mit einem gewissen Gun Club- und Birdman-Vibe sowie einer ausgesprochen powerpoppigen Songpower, die mich an die großartigen Apache Dropout erinnert.
Ich fand ja schon die Distant Shores EP der Band aus Chicago schwer hörenswert, aber der hohe Qualitätslevel ihres zweiten Albums hat mich dann doch etwas überrascht. Ultraeingängiger Postpunk mit hundertprozentiger Trefferquote.
Schon wieder eins dieser Punkschepperduos á la Playlounge oder Solids. Us The Band aus Sydney überzeugen dabei neben mimimalistischem aber ordentlichem Songmaterial vor allem durch einem ungezügelten Vorwärtsdrang, den man seit dem Japandroids-Debüt selten so gehört hat.
The Astounds ist nix anderes als das Soloprojekt von Dean Wells, der bisher unter dem Namen The Capstan Shafts unzählige Platten veröffentlicht hat. Und so viel hat sich auch unter dem neuen Namen nicht verändert, ein wenig mehr fuzziger Garagenvibe vielleicht als auf seinen letzten Platten. Ansonsten bleibt er seinem liebenswert schrulligen Powerpop treu.
Veröffentlichungen auf Sub Pop gefallen mir ja immer am besten, wenn sich das sonst eher altersmilde Label auf seine dreckige Jugendzeit zurückbesinnt. Wie mit dieser Platte von So Pitted aus Seattle. Die ist ein ganz unverschämt knarzendes Stück Noiserock, der den ollen Kamellen auf Amphetamine Reptile oder Touch & Go so einiges schuldig ist. Unter der Oberfläche meine ich aber auch etwas zeitgenössischen Postpunk zu erkennen.