Ein kleiner Hardcore-Sammelpost: No, Blank Spell & Blazing Eye

Weil die kom­men­de Wo­che mu­sik­mä­ßig eh schon ei­ne ziem­li­che Schlacht wird und au­ßer­dem weil heu­te Sonn­tag ist, fas­se ich hier mal vier drei Ver­öf­fent­li­chun­gen zu ei­nem Blog­post zu­sam­men, die al­le ei­nes ge­mein­sam ha­ben: Al­le vier drei Bands spie­len Hard­core­punk der der­be­ren Sor­te, al­le he­ben ih­re Mu­sik durch ei­ne ge­wis­se Schief­la­ge oder ei­nen ge­ne­rel­len Hang zur Ex­zen­trik mei­len­weit über den Gen­re­durch­schnitt. Das mag ein ge­wis­ser Ga­ra­gen­ein­fluss sein wie bei No, ein leich­ter Hauch von Post­punk bei Blank Spell, oder bei­des wie im Fal­le Bla­zing Eye. Ge­ra­de das bri­ti­sche La­bel La Vi­da Es Un Mus Dis­cos, auf dem zwei die­ser Plat­ten so­wie auch die zu­letzt hier ge­pos­te­ten Dawn Of Hu­mans er­schie­nen, fällt mir in letz­ter Zeit po­si­tiv durch ei­ni­ge an­ge­nehm Quer­ge­dach­te Hard­core-Ver­öf­fent­li­chun­gen auf. Könn­te 'ne re­gel­mä­ßi­ge Ru­brik hier wer­den, mal ab­war­ten… Hier ent­lang zu den Streams →

Ugly Shadows - Ugly Shadows EP

ugly shadows

Tol­ler Post­punk von ei­nem Quar­tett aus Is­tan­bul. Düs­ter, kraft­voll und ein­gän­gig. Wer bei Tür­kei im­mer noch zu­erst an Dö­ner­bu­den-Pop denkt, der sei gleich noch mal an das Ding hier er­in­nert.

Total Babes - Heydays

total babes

Das ist be­reits das zwei­te Al­bum der Band aus Cleve­land, bei der un­ter an­de­rem der Cloud Not­hings-Drum­mer Jay­son Ge­rycz mit­mischt. Zu hö­ren gibt's ab­ge­han­ge­nen In­die­rock, mal ent­spannt, mal mit Feu­er unter'm Arsch, mit son­ni­gen Pop­me­lo­dien und ge­le­gent­lich auch ei­nem leich­ten Ga­ra­gen-Vi­be.



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Elephant Rifle - Ivory

elephant rifle

Noi­se­rock aus Re­no im Bun­des­staat Ne­va­da, der so­wohl äu­ßerst rau­bei­nig als auch in­tel­li­gent, aus­ge­feilt und sehr Ab­wechs­lungs­reich da­her­kommt. Das er­in­nert manch­mal das an die mar­kan­te Rhyth­mik von Jaw­box oder an me­lo­di­sches Quick­sand-Ge­rif­fe, aber auch die üb­li­chen Ver­däch­ti­gen aus dem 90er Am­phet­ami­ne Rep­ti­le-Ge­he­ge hört man raus. Da­zu noch ei­ni­ge Schlen­ker in Rich­tung Hard- und Post­core und auch ein blue­si­ger Slud­ge­rock-Aus­flug ist mit da­bei. Al­les auf ho­hem Ni­veau.


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Dirty Fences - Full Tramp

dirty fences

Der nächs­te Knal­ler mit dem Slo­ven­ly-Qua­li­täts­sie­gel. Das New Yor­ker Punk­quar­tett Dir­ty Fen­ces spielt ul­tra­ein­gän­gi­gen Rock'n'Roll mit power­pop­pi­gen 77er Vi­bes, leicht schmie­ri­gen 70er Hard­rock-Ein­flüs­sen und stre­cken­wei­se ga­ra­gen­mä­ßi­ger In­ten­si­tät.


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Tropical Trash - UFO Rot

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Noi­se­trio aus Louis­vil­le. Spie­len ei­ne Ra­ke­ten­ge­trie­be­ne Fu­si­on aus Noi­se­rock und dre­cki­gem Ga­ra­gen­punk. Die ers­te Hälf­te geht mit Voll­gas ge­ra­de­aus, den Rest neh­men zwei lan­ge, eher ex­pe­ri­men­tel­le und leicht Post­pun­ki­ge Noi­se-Or­gi­en für sich in An­spruch. Wun­der­ba­rer Lärm, wie ge­macht für die­ses Scheiß­blog.


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Flyying Colours - ROYGBIV

LIFE126

Die zwei­te EP der Shoe­ga­zer aus Mel­bourne ist wie­der ein Voll­tref­fer. Der vor­läu­fi­ge Po­kal für's her­aus­ra­gen­de Shoe­ga­ze-Al­bum '15 geht zwar klar an Spec­tres, weil sie die Gren­zen des Gen­res aus­lo­ten und so­gar ein paar neue Im­pul­se zu set­zen wis­sen. Wem aber eher nach ei­ner au­then­tisch old­schoo­li­gen Va­ri­an­te ist, die mit aus­ge­zeich­ne­ten Songs auf re­lax­te aber be­stimm­te Art los­rockt, der wird hier dran sei­ne Freu­de fin­den. So­li­der zwei­ter Platz, bis­her.


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Rank/​Xerox - Rank/​Xerox

rank xerox

Ein et­was äl­te­res Fund­stück, das mir bis­her ver­bor­gen ge­blie­ben ist. Be­reits im Som­mer 2011 er­schien das Al­bum von Rank/​Xerox aus San Fran­cis­co, be­kam hier­zu­lan­de dann et­was spä­ter ei­nen Re-Re­lease auf Sa­bo­ta­ge Re­cords. Dre­cki­ger, dis­so­nan­ter Post­punk in Best­form mit sub­ti­len Noi­se- und Ga­ra­gen-Ten­den­zen.


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Maria False - When

maria false

Was auf den ers­ten Blick wie der mil­li­ons­te MBV-Ab­klatsch vor­kom­men mag, er­weißt sich bei ge­naue­rem zu­hö­ren doch als ei­ne glit­zern­de klei­ne Per­le für al­le, die des recht über­stra­pa­zier­ten Gen­res noch nicht über­drüs­sig ge­wor­den sind. Dank hoch­wer­ti­gem Song­ma­te­ri­al und aus­ge­feil­ter Ar­ran­ge­ments hebt sich die Band aus Ren­nes deut­lich vom ty­pi­schen Shoe­ga­ze-Ein­heits­brei ab.


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Blogempfehlung: RRRSoundZ

rrrsoundz

Am An­fang stand ei­ne ge­nia­le Par­ty­rei­he von ei­nem ge­wis­sen Hund in Mann­heim. De­ren Face­book­sei­te mau­ser­te sich mit der Zeit zu ei­ner wer­vol­len Res­sour­ce, auf der es un­men­gen gu­tes Zeug aus dem breit ge­fä­cher­ten In­die-, Elek­tro- und Avant­gar­de-Spek­trum zu ent­de­cken gab. Von ei­ner Ein-Mann-Show ist das gan­ze zu ei­nem klei­nen aber fei­nen Kol­lek­tiv von Mu­sik­ver­rück­ten und Plat­ten­wüh­lern ge­wach­sen und so­eben hat die­ser zu­sam­men­ge­nom­men doch recht Eklek­ti­zis­ti­sche Hau­fen den Sprung zu ei­nem aus­ge­wach­se­nen Blog voll­zo­gen. Der Hund ist be­gra­ben, lang le­be das RRR. Le­se­pflicht!