Es hat etwas gedauert, aber so langsam ist diese großartige Band aus Philadelphia und ihre einzigartige, in unbestechlichem Punk- und DIY-Spirit geerdete Melange aus Soul, Garage- und Southern Rock in aller Munde. Und das vollkommen zurecht, denn mit jeder ihrer (wohlbemerkt von Anfang an unglaublich starken) EPs haben sie ihr Rezept graduell verfeinert und sich als zuverlässig dreckige und schrullige Hitmaschine bewährt. Mit etwas Glück könnten sie dieses Jahr erfolgsmäßig explodieren, selten hab ich’s einer Band so sehr gewünscht.
Das noch etwas grobere Debütalbum der New Yorker war ja schon mehr als nur vielversprechend, aber das hier ist auf einem ganz anderen Level. Kontrollierter und zurückgenommener, kanalisieren und bündeln sie die Energien zu einem ausgefuchsten und äußerst dynamischen Stück Noiserock, das an die Blütezeit des Touch&Go-Universums erinnert.
Eine wundervolle Benefiz-Single der Shoegazer aus San Diego mit zwei gelungenen Daniel Johnston Coverversionen. Die Erlöse gehen an die National Alliance on Mental Illness, eine Organisation, die Hilfen für Menschen mit psychichen Krankheiten anbietet. Eine ausgezeichnete Wahl natürlich, Songs dieses Künstlers zu covern, dessen unbestreitbares Genie sein Leben lang von schweren psychischen Problemen ausgebremst und überschattet wurde.
Der Postpunk dieser Band aus Cardiff schwimmt in einer dunkelgrauen Goth-Brühe, gibt sich dabei dennoch ausgesprochen eingängig und hat ordentlich Wumms.
Ich erinnere mich vage daran, dass die Noiserocker Valina aus Linz vor einigen Jahren schon mal ein wenig durch die Musikmedien geisterten. Und dass ich damals nicht so wirklich beeindruckt war. Die neue, wie bereits die Vorgänger von Steve Albini produzierte EP ist dagegen ein ganz anderes Kaliber. Komplexer und druckvoller Noise-/Mathrock mit ausgefeilten und dichten Arrangements. Und das letzte was wir von Valina zu hören bekommen, denn die Band hat sich kürzlich aufgelöst.
Hinter diesem Projekt aus (vermutlich) Brisbane steckt ein gewisser Ethan Kernaghan, der bisher vor allem Weirdo-Postpunk der kaputteren Sorte zu verantworten hatte. Auf diesem Demo verschieben sich die Koordinaten dann aber eher in Richtung oldschool Hardcore mit definitiver Schieflage und Lyrics, deren Ironiegrad ich ums verrecken nicht zu bestimmen vermag.
Toller Postpunk/-core aus Vancouver, irgendwo zwischen klassischer Dischord-Schule und neuerem Zeug á la Die! Die! Die! oder Les Savy Fav. Plus gelegentlich etwas wenig Garagevibe, dann lässt es mich an Hot Snakes oder Obits denken.
Neues von den Postpunkern aus Folkestone in Form einer neuen 7″, die hierzulande auf dem berliner Label Grave Imprint erscheint. Zwei starke neue Songs plus zwei bereits von ihrem letzten Tape auf Vanity Pill bekannte Nummern ergeben zusammen eine hübsche kleine Sprengladung.
Der Titel ist Programm auf dieser hübschen EP einer berliner Band. Blastbeats: Check! Beatles-Psychedelia: haufenweise mit an Bord. Und obendrein jede Menge Shoegaze-Zeugs der recht punkigen Ausprägung und überhaupt mit einer ungewöhnlichen herangehensweise an das Genre. Macht Bock auf das bereits angekündigte zweite Album.