Okay, die Sleepies aus New York gibt es also auch noch. Schon ‘ne Weile her, das letzte Album ist bereits älter als dieses Blog. Ich sach mal die neue Platte haut rein. Das hat was von frühen The Men; sowohl die brachialen Noise- und Punkattacken von Leave Home als auch die vielseitige Verspieltheit von Open Your Heart kommen mir in Erinnerung, die Postpunkig groovende Seite von Useless Eaters und sogar die angepisste Melancholie von Protomartyrs zweiten Album Under Color Of Official Right bietet sich stellenweise als Vergleich an. Das alles eingebettet in einen auf den ersten Blick halbweg relaxten, unter der Oberfläche aber ordentlich blubbernden Indierock-Sound. Ein absolut willkommenes Comeback.
Toller Punkrock aus Seville, Spanien. Klingt etwa so als hätte man The Saints in Wipers-Panade gerollt und im siedenden Postpunk-Kessel knusprig gegart.
Garage-/Elektropunk ohne irgendwelchen überflüssigen Bullshit auf diesem Tape von einer Band, die vermutlich irgendwo in Kalifornien ihr Unwesen treibt.
Großartiger Punkrock aus Kansas City mit ausgeprägtem Hang zur Hymne. Hat was von Red Dons, Radioactivity oder Leatherface, also nur die besten Referenzen.
Aus der Asche der aufgelösten New Yorker Hardcorepunks Ivy kriechen jetzt JJ Doll hervor. Und wie zu erwarten, ist das wieder ganz wunderbar launiges bis angepisstes Hardcoregeschredder mit kleinen Spuren von Rock’n’Roll.
Eine durchweg runde EP liefert diese Band aus Chicago ab. Oldschooliger Garagepunk ohne Überraschungen, dafür mit um so mehr Feuer unterm allerwertesten.
Neues Album der Band aus dem dänischen Aarhus. Das ist ein geballter Nachschlag von ihrem Indierock, der ohne Umschweife melodisch und melancholisch geradeaus rockt.
Das neue Album der Garagerocker aus Adelaide ist die logische Fortsetzung der Entwicklung, die sich mit der letzten Platte schon andeutete. Geradezu sediert im Vergleich zu ihren früheren Werken. Über weite Strecken dominiert hier ein Gefühl der Resignation, wie der Kater nach der Sause, die unbequeme Landung nach dem Höhenflug. Psychedelische Jams, folkiges Geschrammel mit sinisterem Unterton und ein paar verhalten optimistische Lichtblicke in der Form von auf Sparflamme köchelnden Rockern.
Paws aus Glasgow legen ihren dritten Langspieler auf Fat Cat Records vor. Das klingt wie ein Flashback in die Nullerjahre und den euphorischen Indierock, wie er damals vorwiegend von der britischen Insel zu uns rüberschwappte.
Nicht mehr so ganz neu, aber bisher an mir vorbei gegangen ist diese schöne Platte von Black International aus Edinburgh. Ausgereifter Postcore/Noiserock mit viel Wumms und durchgängig starken Songs.
Eine neue Drecksladung der mysteriösen Band (ein oder zwei Mitglieder, vermutlich aus Italien. Oder Brasilien? Alles etwas unklar) irgendwo aus Großbritannien. Roher Hardcorepunk mit garagigem Vibe, schwarz wie ‘ne Jauchegrube und nicht weniger dreckig.