Margy Pepper – 3
Auf der Debüt-EP dieses Trios aus Olympia, Washington gibt’s recht eigenwilligen Indierock mit starker psychedelischer Note zu hören.
Auf der Debüt-EP dieses Trios aus Olympia, Washington gibt’s recht eigenwilligen Indierock mit starker psychedelischer Note zu hören.
Title Tracks, die Band um den ehemaligen Q And Not U Drummer John Davis, betraten erstmals 2009 die Bildfläche mit einer grandiosen 7″ auf Dischord Records. Nicht lange darauf folgten zwei solide Alben und nach einer fünfjährigen Pause haben die Powerpopper aus Washington jetzt ihr bisher stärkstes Album am Start, mit durchweg hochwertigem Songmaterial aus einer nie versiegenden Quelle mitreißender, melancholischer Melodien.
Neo Neos aus Minneapolis können auch einfach keine Minute stillsitzen, haben jetzt bereits die sechste Veröffentlichung in weniger als sechs Monaten am Start. Darauf gibt sich ihr Garage Punk wieder ein kleines Stück weniger abgefuckt zugunsten erkennbarer Songs. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dauert es nach meinen Berechnungen noch so 12-15 Veröffentlichungen und geschätzte anderthalb Jahre, bis sie beim seichten Indiepop angekommen sind.
Der neue Langspieler der Death Pedals aus London ist mal wieder eine sehr schöne Attacke auf das Trommelfell geworden. Ihre explosive Mischung aus Noiserock und Stonerpunk will unbedingt laut gehört werden.
Den aus Sydney haben gerade ihre Debüt-EP via Rice Is Nice raus. Darauf gibt’s ausgezeichneten, relativ düsteren Synth- und Postpunk auf die Ohren.
Das zweite Album dieser Band aus dem kanadischen Halifax weiß auf ganzer Linie zu überzeugen mit powerpoppigem Punkrock, der etwas an Rats Rest erinnert, außerdem leichte Spuren von Wipers und dem Indierock und Postcore der 90er/00er Dischord-Ära mit an Bord hat. In einigen Momenten ruft es mir auch die großartigen aber leider sehr in Vergessenheit geratenen Moving Targets in Erinnerung.
Ausgezeichnetes Shoegaze-Gedöns auf der Debüt-EP von Haiku Garden aus Slowenien.
Das neue Langspieltape der Noiserocker aus Vancouver gibt sich ein ganzes Stück zugänglicher als noch sein Vorgänger, bleibt aber eine ausgesprochen bissige Angelegenheit und entfaltet mit seinen kompakten, minimalistisch-repetitiven Grooves ein beachtliches Drehmoment.
Die neueste EP der noise-infizierten Postpunker aus Rhode Island knarzt natürlich mal wieder ganz formidabel.
Der erste Langspieler der Berliner entpuppt sich – wie es ja auch nicht anders zu erwarten war – als ein ein wuchtiger Bastard aus ebenso düsterem wie kompromisslosem Postpunk. Ganz geringfügig im Tempo gedrosselt, verglichen mit der letzten EP (auf Albumlänge sicher eine gute Entscheidung), ohne dabei an Druck und Entschlossenheit einzubüßen. Die Platte packt einen vom ersten Moment am Kragen und gibt dann für die nächsten dreißig Minuten nicht mehr nach. Ein definitiver Höhepunkt des ausklingenden Jahres.
Ein neuer Kurzspieler der Garagerocker aus Minneapolis mit zwei ganz anstandslos vorwärts polternden Songs. Das macht Appetit auf des neue Album, das in zwei Wochen erscheinen soll.
Instrumentalen Surfrock finde ich sonst eher zum einschlafen, aber dieser Kurzspieler von Tommy Hillfinger aus Sheffield trifft bei mir voll ins Schwarze, nicht zuletzt durch einen ausgesprochen garagigen Drive und Genre-untypische Noiserock-Anleihen.
Arschtretend schräger Garage-/Synthpunk irgendwo zwischen Ausmuteants und Strange Attractor.
Ist ja eher selten, dass ich hier Compilations poste. Aber die zweite Ausgabe von Killed By Deathrock aus dem Hause Sacred Bones hat – ebenso wie der Vorgänger – innerhalb der Masse von in der reichen Punkhistorie rumfleddernden Compilations mal wieder eine wärmste Empfehlung verdient mit zehn vergessenen Perlen der 80er Jahre im Grenzbereich von Postpunk, Goth, New Wave- und SynthPop, von Bands zwischen vage vertraut und nie von gehört. Neben den Punk 45 Compilations von Souljazz Records gehört das hier zur absolut essentiellen Vergangenheitsbewältigung.