Monda – The Mondas

Seit ich irgendwann im letzten Jahr zum ersten mal meine Nase in die einschüchternd massive Discografie von Monda aus New Jersey gesteckt habe hat sich die Band wiederholt als einer der nicht nur produktivsten sondern auch konsistentesten Lieferanten von catchy abgefuzzten Leckerbissen bewiesen, die sich irgendwo zwischen den Eckpunkten von Garage Punk, oldschooligem Indie Rock, Noise- und Power Pop bewegen. Auch lässt sich schwer übersehen, dass sie sehr gerne die Tapete wechseln und die Einrichtung neu arrangieren zwischen den Veröffentlichungen um die Sache frisch und spannend zu halten, was sich unter anderem auch schon mal in einem ausgeprägt psychedelisch-spacerockigen Abstecher in ihrem Schaffen rund um die 2024er Ponderous Leviathan LP niederschlug. Auf ihrem neuesten Album besinnen sie sich hingegen wieder ein gutes Stück weit auf die ihre Basics zurück und treffen wie gewohnt jederzeit den Nagel auf den Kopf, wie sie hier eine Fülle sowohl von ’50er bis ’60er Bubblegum Pop-Vibes als auch ’80er Art-/Indie Pop-Artefakte der Flying Nun und Sarah Records-Schule und diverse Schrammelartefakte der C86-Ära channeln in einem makellosen Bündel ausgesprochen simpler und liebevoll gefertigter Songs, die niemals ihre Wirkung verfehlen.

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Fen Fen – In Yer Sights

Fen Fen aus Detroit haben noch nie enttäuscht und auch ihre neueste LP trifft ins Schwarze. Schien sich ihr Sound bisher mit jeder neuen Veröffentlichung eine etwas elaboriertere Richtung zu entwickeln, was in einer fast schon Postcore-mäßigen Ästhetik auf ihrer letztjährigen National Threat LP gipfelte, bewegt sich ihr neuester Langspieler erstmals in die gegensätzliche Richtung mit einem rasiermesserscharfen Fokus auf ihre Garage Punk-Wurzeln in einem wunderbar kompakten Päckchen aus acht kurz angebundenen und geradlinigen aber ultrasolide konstruierten, ’77- und Proto Punk-infizierten Garage Punk-Nuggets.

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Dragnet – Dragnet Reigns!

Ist das tatsächlich schon die dritte Dragnet LP? Mann wie die Zeit vergeht! Aus irgendwelchen Gründen (Zeit und Energie vermutlich) hab ich der Band bisher nicht das volle Blog-Spotlight gegeben, das sie eigentlich verdient hätten und jetzt ist ein guter Zeitpunkt das nachzuholen, klingt die Band aus Melbourne mit Mitgliedern unter anderem von Vintage Crop, Gonzo und Teen Line doch tighter, runder, wacher und mehr auf-den-Punkt als je zuvor auf ihrer neuen LP. Die hat einerseits diesen leichten Hauch von Uranium Club der sich ja auch schon seit jeher durch das schaffen der erwähnten Vintage Crop zieht, aber hier ist auch genau so viel von einer markant verschrobenen, Synth-verschwurbelten, Eggpunk-mäßigen Energie an Bord die sich irgendwo zwischen den Stühlen von Bands wie alten Ausmuteants, US-Bands wie Smirk und Cherry Cheeks, Australiern wie Ghoulies, Aborted Tortoise und Electric Prawns 2 ausbreitet.

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Dog Lips – Danger Forward

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die neue LP dieser Band aus Portsmouth, New Hampshire dermaßen wuchtig bei mir einschlägt, was für eine massive Steigerung von so ziemlich allem, was sie bisher so gemacht haben! Gleich von Start weg etabliert der Opener Brain Feeder eine beachtlichen Vorschub mit einem Sound, in dem wuchtige Grooves und glitzernde, melodische Texturen kollidieren in einer Mischung aus Post-, Garage Punk und einer kleinen Dosis Postcore. Im weiteren Verlauf wird die Formel hier weiter erforscht und expandiert, ihre treibende Energie verstärkt und untermauert von teils erstaunlich simpler, oft aber auch ausgesprochen filigraner, immer perfekt ausbalancierter Songarchitektur.

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Osis – Osis

Die Debüt-EP dieser Band aus Boston, Massachusetts suhlt sich regelrecht in einer unverfrohren altmodischen Pfütze aus oldschool Punk, Hard- und Postcore mit einer unterschwelligen Garage-Kante, einem Klangkostüm das so einige Akteure der frühen D.C. Postcore-Ära wie Gray Matter, Government Issue, Embrace, Rites Of Spring, Fire Party aber auch etwas abseitigere Westküsten-Bands á la Really Read, Tragic Mulatto und frühe Saccharine Trust heraufbeschwört, ausbalanciert mit ein paar leichtfüßigeren, straighter rockenden Momenten, die ein bisschen an klassische Germs- und Adoloscents-Schule denken lassen.

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Bronco Libre – Tunnels

Okay, hier ist wieder mal eine dieser auf französisch singenden (aber in diesem fall scheinbar nicht französischen), Oi-injizierten Garage Punk-Bands und ich habe nichts wirklich neues darüber zu sagen, aber auch überhaupt nichts dran zu kritisieren denn die Qualität ist hier problemlos auf einer Höhe mit dem besten des Genres und Freunde von so Bands á la Telecult, Stalled Minds, Distance, Nightwatchers, Litovsk oder, erst kützlich, Laxisme werden auch an dieser Platte ihren Spaß haben.

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Tee//Vee – Exercise Tape Number One

Na das ist ja mal durchweg appetitlicher Lärm der uns hier von einem Typen oder einer Band aus Indonesien erreicht, vier komplett überbelichtete und ausgesprengte Krawallattacken irgendwo zwischen den Eckpunkten von abgespacetem Art Punk aus der MX-80 und Chrome-Mottenkiste, japanischem Psych- und Garage Punk á la ’80er High Rise oder was auch immer für ein Les Rallizés Dénudés-Bootleg gerade griffbereit ist, gewürzt mit einem gesunden Schuss von breitbeinigem Motörpunk.

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Gripper – Demo 2025

Gripper aus Philadelphia haben da ja mal eine ganz vorzügliche Debüt-EP kreiert, die auf gewisse Art den unverblümt Hard-rockigen Spaß und die Power Pop-Hooks der frühen Sheer Mag Singles channelt, dabei aber weitgehend deren Southern Rock-Schnörkel umgeht und alle Basics perfekt auf der Reihe hat in einem tadellosen Bündel von zwei unverschämt infektiösen Power Pop-Juwelen und zwei ebenbürtig schreddernden, angemessen schmierigen Garage Punk-Sprengsätzen.

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Bront – #9

Nach sechsjähriger Stille kommt jetzt wie aus dem Nichts die zweite 7″ dieser Belgier über die lokale Garage Punk-Institution Belly Button Records angerollt und mein lieber Hund, ist das mal ein Knall des zeitgenössischen Lärms, der gleichermaßen von so Garage Punk-Klugscheißern wie Uranium Club und Vintage Crop inspiriert scheint wie auch dem Sprechgesang und den durchdachten Arrangements des US Post Punk/Postcore-Phänomems Straw Man Army, auch wenn es hier lyrisch, passend zur Musik, ungleich leichtfüßiger zugeht. Abrundend ist noch ein leichter Touch von Tyvek oder UV Race am Start, der sich im laufe der EP zunehmend einschleicht. Ich finde das ist eine perfekte kleine 7″. Ich bin so bereit für die nächste, die nach meinen Berechnungen so etwa um 2031 landen sollte.

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Bachelor Pad – Feel The Beat From The Tambourine

Catchy Garage Punk Shit erster Güte aus Sydney, der sich in vier Songs durch recht vielfältige Styles durchplündert. POSIWID und der Opener What A Time To Be Alive kommen dabei rüber wie ein Mix aus dem fuzzigen Power Pop von Sex Mex und der quirligen Egg-/Synthpunk-Action der Ghoulies, wohingegen der Synth-/Electro Punk von The Game an alte Digital Leather-Schinken erinnert sowie jüngere Zeiterscheinungen á la Spyroids und O-D-Ex. Der Rausschmeißer-Track B-52’s Tattoo könnte darauf auch der unbändigen Fantasie der texanischen Garage Punk-Exzentriker Trashdog ensprungen sein. Oh und war da nicht noch so eine Hundeband? Ja stimmt, ich denke an Melbourne’s wunderbar trashige Garage-/Synth Punk-Explosion Metdog!

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