ThE SAd - dEmo eP

CD_Cover_front
Zwei Spa­cken aus Al­zey spie­len ei­ne et­was ver­schol­len ge­glaub­te, vom bö­sen G-Wort ge­präg­te Form des 90er Al­ter­na­ti­ve Rock, an die man sich dank der Ni­ckel­ba­cki­sie­rung des be­sag­ten Gen­res auch kaum noch ern­in­nert. An­ge­neh­mer Flash­back und ein gu­ter Rea­li­tätscheck für die Jun­ge In­die-Ge­nera­ti­on. Macht bit­te al­le mal wie­der mal rich­ti­gen Krach, ja?
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Der Eisenrost

tokyo fist promo
Hab mir heu­te an­läss­lich der bri­ti­schen Blu­Ray Ver­öf­fent­li­chung mal wie­der den al­ten Shinya Tsuka­mo­to-Schin­ken To­kyo Fist rein­ge­tan. Sei­ne frü­hen An­ar­cho-Strei­fen wä­ren nicht was sie sind oh­ne die groß­ar­ti­gen Sound­tracks. Für die Un­ter­ma­lung von To­kyo Fist zeich­ne­te der Filmkomponist/​Experimentalmusiker Chu Is­hi­ka­wa und sei­ne Band Der Ei­sen­rost ver­ant­wort­lich. Der un­ten ver­link­te, von Tsuka­mo­to ge­film­te Clip ist auch im Bo­nus­ma­te­ri­al der bei Third Win­dow Films er­schie­ne­nen Disc ent­hal­ten.

Clip

Third Win­dow Films

Youth Avoiders - Youth Avoiders

Youth Avoiders
Her­aus­ra­gen­der Hard­core-Punk ist ein ra­res Gut und Youth Avoiders aus Pa­ris sind so mit das geils­te was ich in die­sem Be­reich seit lan­gem ge­hört ha­be. Das liegt vor al­lem dar­an, dass sie kei­nen Gen­re­pu­ris­mus ze­le­brie­ren und es sich statt­des­sen ir­gend­wo zwi­schen den Stüh­len Old­school Hard­core und Mitt­acht­zi­ger-Punk­rock ge­müt­lich ma­chen, mit leich­tem Wi­pers-Ein­schlag und auch et­was an ei­ne Hard­core-in­fi­zier­te Ver­si­on frü­her Lea­ther­face er­in­nernd.
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Michael Beach - Golden Theft

michael beach
Ei­gent­lich ha­be ich ja für die nächs­ten hun­dert Jah­re die Schnau­ze voll von Fol­ki­gen In­die­schramm­lern, aber die­se Plat­te hat mich dann doch noch mit Wucht er­wischt.
Das liegt mit­un­ter dar­an, dass der zeit­wei­se in San Fran­cis­co wie auch im aus­tra­li­schen Mel­bourne an­säs­si­ge Bar­de schwer­lich im arg über­stra­pa­zier­ten In­die-Folk Gen­re zu ver­or­ten ist. Man merkt doch schnell, dass sei­ne mu­si­ka­li­schen Wur­zeln viel tie­fer rei­chen, sei­ne Mu­sik ei­nen di­rek­te­ren Draht zu klas­si­schen ame­ri­ka­ni­schen Folk- und Blues-Tra­di­tio­nen hat als be­sag­te In­die-Lei­se­tre­ter. Er wirkt au­then­ti­scher, ehr­li­cher und mei­len­weit ent­fernt vom der­zeit vor­herr­schen­den Wohl­fühl­ge­schram­mel. In den ro­cki­ge­ren Mo­men­ten, wel­che die ers­te Al­bum­hälf­te do­mi­nie­ren, füh­le ich mich ge­le­gent­lich an die al­ten Blues­pun­ker Gun Club er­in­nert.
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Teenanger - Singles Don't $ell

Teenanger
Die Ga­ra­gen­punk-Ex­plo­sio­nen ih­res letzt­jäh­ri­gen Frights ha­ben sich wohl für im­mer in mei­nem Ge­hör­gang fest­ge­setzt und ih­re neue Plat­te (ähm…) hat jetzt auch end­lich ei­nen di­gi­ta­len Re­lease be­kom­men. Ent­täuscht nicht, das Teil. Tem­po ist jetzt et­was ge­dros­selt, da­für wur­den Song­wri­ting und Ar­ran­ge­ments ver­fei­nert und die Post­punk-Ele­men­te drän­gen mehr in den Vor­der­grund. Ein ge­lun­ge­ner Bas­tard et­wa aus Ra­dio Bird­man und al­ten Wire Plat­ten.
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Cheap Time - Exit Smiles

cheap timeMei­ne Fres­se, hab ich mich ges­tern noch über The Pam­pers äh… be­pisst, ha­ben In The Red Re­cords schon die nächs­te Gen­re-ver­wand­te Ver­öf­fent­li­chung am Start. Und zwar von den schon seit ei­ni­gen Jah­ren im Ga­ra­gen­um­feld recht um­trie­bi­gen Cheap Time aus Nash­ville. Es ist oh­ne Fra­ge ih­re bis­her bes­te und reifs­te Plat­te - so­weit man die­ses Gen­re über­haupt mit so was wie Rei­fe in Ver­bin­dung brin­gen kann - und wird oh­ne je­den Zwei­fel in di­ver­sen Jah­res­end-Lis­ten ga­ra­gen­af­fi­ner Blog­ger­kol­le­gen auf­tau­chen.
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The Pampers - The Pampers

pampersDie­sem Blog fehl­te bis­her noch ei­ne or­dent­li­che Ga­ra­gen­rock-Dröh­nung. Wird jetzt nach­ge­lie­fert. Die New Yor­ker Band macht ih­rem Na­men al­le Eh­re und scheißt den lei­dens­ge­prüf­ten Hö­rer zwan­zig Mi­nu­ten lang rück­sichts­los voll. Ei­ne der kom­pro­miss­los ro­ckends­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen in letz­ter Zeit. Ich muss jetzt erst mal die Win­deln wech­seln ge­hen.
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Dolfinz - Pagan Dating

Pagan DatingAuch schon was her, seit die­se Plat­te… äh, die­ses Tape zum durch­weg al­ber­nen Cas­set­te Store Day er­schien. Hab's auch erst jetzt über's Herz ge­bracht, mir die­ses voll­kom­men über­flüs­si­ge Ar­te­fakt aus Eng­land zu be­stel­len, ein Down­load hät­te mir ge­reicht. Den gibt's lei­der nur zu­sam­men mit dem Tape; doo­fe Idee. Nie­der mit dem Tape­fa­schis­mus!
Na­ja, die Plat­te Kas­set­te ist ein­fach zu geil um's sein zu las­sen. Me­lo­disch-Noi­si­ger Punk-/In­die Rock mit leich­ten Sur­fein­flüs­sen. Er­in­nert stel­len­wei­se et­was an das ers­te Ja­pan­dro­ids Al­bum, hat aber ge­nug ei­ge­nes Tem­pe­ra­ment un­ter der Hau­be um auf ei­ge­nen Fü­ßen zu ste­hen.
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Joey Fourr /​ H. Grimace - Nothing Beats Reality (Split EP)

joey fourr
Hüb­scher Split-Re­lease der Lon­do­ner aus dem Hau­se Bad Pain­tings. Joey Fourr's drei Songs klin­gen ein we­nig so als hät­ten sich Je­sus and Ma­ry Chain mit den Ra­mo­nes zu­sam­men­ge­tan und Big Black ih­ren elek­tri­schen Schlag­zeu­ger "Ro­land" ge­klaut. Groß­ar­ti­ger Noi­se trifft auf ein­gän­gigs­ten Pop. Als har­ten Kon­trast da­zu gibt's dann den eher düs­te­ren, Grunge-be­ein­fluß­ten In­die­rock von H. Gri­mace auf der Rück­sei­te.
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Surf Friends - Endorphines

surf friendsDie Neu­see­län­der mal wie­der, und na­tür­lich auf dem dor­ti­gen La­bel-Ur­ge­stein Fly­ing Nun Re­cords er­schie­nen. Wer den power­pop­pi­gen Out­put des La­bels bis­her schon moch­te, wird sich auch bei Surf Friends woh­lig warm auf­ge­ho­ben füh­len. Das wür­de mir ja nur ein mü­des Gäh­nen ent­lo­cken, wenn nicht auch der Qua­li­täts­stan­dard von Re­lea­ses der nach wie vor be­mer­kens­wer­ten neu­see­län­di­schen Sze­ne so ver­dammt hoch wä­re. Und auch hier ha­ben wie wie­der ein her­vor­ra­gen­des Al­bum aus dem Power­pop-/In­die­rock-Kos­mos mit leich­ten Psy­che­de­lic-Spreng­seln, über dass es nicht so viel neu­es zu sa­gen gibt, das aber um so mehr Freu­de zu be­rei­ten ver­mag.
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