31Ø8 ist ein Soloprojekt eines gewissen Tyler Zypreksa aus London und das hier ist sein zweites – wie schon der Vorgänger selbstbetiteltes – Album. Das begrüßt einen im ersten Song mit einem Sound á la “Jesus And Mary Chain der Automatic-Phase treffen auf den Shoegaze von frühen Ride und einen Hauch von Madchester”. Im weiteren Verlauf hört sich die Platte durch wie eine Rundreise durch so ziemlich alles, was es im gleichen Zeitrahmen so an – vornehmlich britischem – alternativem Powerpop gab, angefangen mit dem Spektrum an C86-Style Bands der mittleren Achtziger und dann quer durch dessen spätere Abkömmlinge bis ca. in die mittleren Neunziger. Durchweg versiertes Songhandwerk mit gefährlichem Ohrwurmfaktor.
Das zweite Album der Noiserocker aus Chicago knüpft nahtlos an das ausgezeichnete Debütalbum an, mit Lärm aus hochkonzentrierten, rasiermesserscharfen Grooves, der sich in seinen Mitteln klar aus den uralten Genre-Traditionen bedient, dabei aber dennoch eine starke, eigene Stimme entfaltet.
Wow. Mit diesen verdammten Hippies aus Olympia, Washington hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet. Aber hier ist es. Sieben Jahre nach ihrer grandiosen Debüt EP und einem mittelgradigen, von einem bekannten Musikmagazin losgetretenen Hype. Und vier Jahre nach einem etwas durchwachsenen ersten Album, tauchte letzten Mittwoch ohne Vorwarnung plötzlich diese Platte bei Bandcamp auf. Darauf befinden sich wie zu erwarten ein paar der gewohnten Rocker mit dieser gewissen Mischung aus Euphorie und Melancholie, für die viele die Band so liebgewonnen haben. Vor allem werden hier aber auch die folkigen Einflüsse des ersten Albums weiter ausgebaut, auch für etwas Psychedelic und krautige Versatzstücke ist hier Platz. Und das funktioniert diesmal auch alles ganz ausgezeichnet, aufgrund des durchweg starken Songmaterials.
1. Bisher hab ich hier ja nur komplette Releases gepostet, die außerdem bereits erhältlich sind. Als Ergänzung kam dann vor geraumer Zeit der Twitteraccount dazu, in dem ich Songs kommender Veröffentlichungen und sonstige Einzel-Tracks abgeladen hab. Weil auf Twitter scheinbar eh keine Sau mitließt, wandern diese Songs jetzt regulär auf’s Blog, wie ihr unschwer sehen könnt wenn ihr etwas runterscrollt. Es bleibt aber bei den üblichen Minimal-Posts mit dem von Twitter vorgegebenen Zeichenlimit. Der Twitter Account läuft parallel dazu vorerst auch noch weiter.
2. Benutzt hier jemand Spotify? Ich hab gehört, dass ihr Kinder sowas gut findet. Deshalb hab ich einfach mal eine bisher privat geführte Playlist veröffentlicht, die so ziemlich alles enthält, was hier seit ca. einem halben Jahr im Blog auftauchte und zum Zeitpunkt des Blogbeitrags auf Spotify zu finden war. Die Playlist bekommt natürlich laufende Updates.
Ein “Demo” also. Von einer Band, die bereits eine EP und ein Album veröffentlicht hat. Dieser Krempel wurde ursprünglich als CD auf ihrer letztjährigen Japan-Tour verkauft. Darauf erzeugt das Trio aus Marseille schön groovenden, minimalistischen Postpunk mit leichtem Noise-Faktor, vorangetrieben von unbeirrt vorwärts pluckernden Beats aus der Konserve.
Auf dem Debütalbum dieser Band aus Cardiff setzt es Noiserock der eher klassischen Art. Irgendwann in den Neunzigern hätten Genrefans das vermutlich als eine eher kommerzielle Variante abgetan, die auf das breitere Alternative-Publikum schielt. Über zwanzig Jahre später wird mir hingegen ganz warm ums Herz, wenn mir auf einer aktuellen Platte so was charmant altmodisches begegnet.
Auf ihrem neuen Kurzspieler lassen die Powerpopper aus Perth den garagigen Unterton der letzten EP hinter sich und präsentieren zwei makellose Popsongs mit einem klaren Postpunk- und etwas subtilerem C86-Einfluss.