Eine ausgezeichnet stinkende Lärmoffensive von einer Band aus Lexington, Kentucky hat das lokale Fanzine/Label General Speech da auf die Reise geschickt. Das Ding operiert irgendwo im Spannungsfeld von zeitlosem KBD-/Garagenlärm und altem Westküstenpunk; aktuellen Krawallmachern wie Crisis Man, Advlts oder Piss Test, einem gelegentlichen Angry Samoans-Vibe und dem hirngefickten Wahnsinn von Mentally Ill.
Frankreich ist jetzt nicht so das Pflaster welches ich normal mit dieser Art von Postpunk in Verbindung bringen würde, aber diese Band aus Rennes ist fraglos ein bereits sehr schmackhaft anmutendes Früchtchen. Das hat sicher noch ein paar Tage an der Sonne nötig um sein volles Aroma zu entfalten, macht aber auch im gegenwärtigen Stadium schon ordentlich was her.
Speck aus Los Angeles stachen schon auf ihrer ersten EP Psycho Babble im letzten Jahr deutlich aus der Masse heraus, indem sie ihren Postpunk – der damals vielleicht ein bisschen an Bruised erinnerte – mit einem für’s Genre eher ungewohnten psychedelischen Unterton anreicherten. Davon ist auf der neuesten EP nicht mehr viel zu vernehmen. Stattdessen hat ihre Musik seitdem eine satte Ladung Hardcore-Kawumms und Noise in sich aufgesogen, was in dieser Kombination ein bisschen an Anxiety oder Acrylics erinnern mag, und will sich auch sonst nicht allzu sklavisch an etablierte Genre-Strickmuster halten. Spannende Band.
Diese EP von einer Band aus Padang, Indonesien transportiert Garage Punk der schön fluffig-kruden Sorte, der unter anderem sicher auch Genießern von Erik Nervous, R.M.F.C. oder New Berlin gut in den Kram passt.
Der neueste Output auf ETT kommt aus Berlin und hat mal wieder ein paar Mitstreiter transkontinental einschlägiger Namen wie etwa Vexx, Cuntroaches, G.L.O.S.S. mit von der Partie. Ihre Debüt-EP liefert nach einem schon ausgesprochen unentspannten Demo eine einzige Reizüberflutung an derbe grobmotorischem Hardcore der Marke Kopfschuss. Platsch!
Schick rumpelndes Zeug von einer Band aus Vancouver. Was einem da auf ihrer ersten EP entgegengeplärrt kommt riecht stark nach einer Verschmelzung von zeitgenössischem Garage Punk mit ultraklassischem DC-Hardcore, ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Minor Threat und Gray Matter.