Zephyr Lake - Silken

zephyr lake
Wie­der mal was tol­les vom eu­ro­päi­schen Fest­land. Ze­phyr La­ke aus Bar­ce­lo­na ha­ben ihr neu­es Kurz­spie­ler-Tape am Start und dar­auf gibt's ast­rei­nen, Noi­se-af­fi­nen Punk­rock zu hö­ren. So in et­wa ei­ne Mi­schung von frü­hen Di­no­saur Jr mit ein paar Grunge-Ge­nen, an­ge­rei­chert um den Noi­se­rock von z.b. Fudge Tun­nel oder frü­hen Hel­met. Kann was.

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Bobsleigh Baby - Improved

bobsleigh baby
Aus Rom kommt die­ses quir­li­ge Klang­ge­bräu, das nur das Bes­te aus mo­der­nem Ga­ra­gen­rock und Post Punk auf­ein­an­der­pral­len lässt. Da­bei wer­den sie Freun­de der schrä­gen und an­ge­fräs­ten Sounds eben­so auf ih­re Sei­te zu zie­hen wis­sen wie auch das hib­be­li­ge Tanz­vieh, das nach neu­em Fut­ter für die In­dietanz­flä­che sucht. Denn so al­ten Kra­wall­ma­chern wie Cramps, The Fall oder The Bir­th­day Par­ty ste­hen sie ge­nau so na­he wie auch et­wa Gang of Four oder den Bands der ers­ten, noch un­ver­brauch­ten Dan­ce­punk-Wel­le um die Jahr­tau­send­wen­de.

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emu­sic
Ama­zon
iTu­nes

Thank you, Im­po­se Ma­ga­zi­ne!

Posse - Soft Opening

posse
In­die­rock aus Se­at­tle, wie er zu­rück­ge­lehn­ter und re­du­zier­ter kaum sein könn­te. Die Plat­te ver­langt nach der Ge­dult des Hö­rers um sich ent­fal­ten zu kön­nen, dann ent­wi­ckelt sie aber ei­ne Tie­fe, die sie von dem seich­ten Wohl­fühl­ge­du­sel der oft als Ver­gleich her­an­ge­zo­ge­nen Re­al Es­ta­te deut­lich ab­hebt. Mich per­sön­lich er­in­nert es eher an ei­ne mit or­dent­lich Be­ru­i­gungs­mit­teln und ein we­nig LSD ab­ge­füll­te ver­si­on der Pi­xies oder Yo La Ten­go. Manch­mal auch Pa­ve­ment. Das wür­de na­tür­lich al­les furcht­bar lang­wei­len, wenn nicht so her­vor­ra­gen­de Songs das Fun­da­ment bil­den wür­den.

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The Vagoos - Rehersal Room Demo 2014

the vagoos
Dem auf­merk­sa­men Le­ser wird es si­cher auf­ge­fal­len sein, das hier bis­her kaum Bands aus Deutsch­land vor­ka­men. Ge­nau­er ge­sagt: Drei. Wenn ich rich­tig ge­zählt ha­be. Das liegt nicht zwangs­läu­fig dar­an, dass hier nix geht. Eher dar­an, dass die deut­sche Pres­se und Blogs auf gan­zer Li­nie dar­in ver­sagt, auf un­ge­wöhn­li­che und her­aus­ra­gen­de Bands ab­seits von der ein­ge­fah­re­nen Hard­core­sze­ne und auf Mas­sen­ge­schmack ge­trimm­tem Al­ter­na­ti­ve­ge­döns auf­merk­sam zu ma­chen. Da hat selbst so ein hoff­nungs­lo­ser Plat­ten­wüh­ler wie ich Pro­ble­me, re­gel­mä­ßig auf et­was in­ter­es­san­tes zu sto­ßen. Und weil ich auch nicht in Ber­lin oder Ham­burg oder sonst ei­ner Sze­neme­tro­po­le woh­ne und da­her auch nicht je­des klei­ne Scheiß­kon­zert be­gut­ach­ten kann, wer­de ich da selbst auch nicht viel dran än­dern kön­nen. Da­her er­mu­ti­ge ich an die­ser Stel­le noch mal al­le, die's be­trifft: Wenn do et­was Mu­sik­mä­ßi­ges ver­bro­chen hast, wass hier rein passt, schick mir 'ne Mail. Wenn du so wen kennst: schreib mir auch. Wenn ich's für gut be­fin­de, wird es in der ei­nen oder an­de­ren Form hier auf­tau­chen. Es wird näm­lich mal Zeit, dass die Blog­sze­ne und der Mu­sik­un­ter­grund hier­zu­lan­de un­ab­hän­gi­ger wird von der alt­her­ge­brach­ten Pro­mo­ti­on­ma­schi­ne und selbst­stän­dig hö­rens­wer­te Mu­sik an die Ober­flä­che be­för­dert.

Und da­mit kom­men wir zum ein­gent­li­chen The­ma. The Va­goos aus Ro­sen­heim spie­len et­was, wo­von ich hier­zu­lan­de auch noch nicht viel ge­hört ha­be: Au­then­ti­schen Ga­ra­gen­rock. Ich mei­ne jetzt nicht die ver­wäs­ser­te MTV-Ver­si­on, die seit dem Er­folg von Hi­ves und Kon­sor­ten (lei­der) sehr re­gel­mä­ßig an­zu­tref­fen ist. Nee, ich mei­ne die al­te Nug­gets-Schu­le, die in­ter­na­tio­nal der­zeit quick­le­ben­dig ist und nun auch ih­ren Weg ins ver­schla­fe­ne Ro­sen­heim ge­fun­den hat. In bes­ter De­mo­qua­li­tät auf­ge­nom­men (Freun­de al­ter Dead Moon-Plat­ten wer­den sich so­fort zu­hau­se füh­len), be­her­ber­gen die fünf Songs na­tür­lich kei­ne be­son­de­ren Über­ra­schun­gen oder Ex­pe­ri­men­te, aber da­für ver­ste­hen und be­herr­schen die Jungs ihr Gen­re und ver­sor­gen uns mit fünf so ab­ge­han­ge­nen wie auch trei­ben­den Ga­ra­gen­ex­plo­sio­nen, die so­fort ins Blut und in die Bei­ne ge­hen. Su­per.

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Musikresteficken #1

Dum­mer­wei­se muss ich ne­ben die­sem Blog ja noch so was ähn­li­ches wie ei­nen ge­re­gel­ten All­tag auf die Rei­he krie­gen. Au­ßer­dem will ich ja auch ab und zu mal was Spaß ha­ben, ent­spannt ein Bier trin­ken oder ei­nen der tau­send Fil­me schau­en, die noch auf mei­ner Lis­te ste­hen. Und der Le­bens­un­ter­halt will ja auch erst mal ver­dient wer­den. In ei­nem Satz: Mei­ne Zeit ist durch­aus be­grenzt. Und weil ich nicht je­den Tag fünf Blog­posts ma­chen kann, fällt da ei­ne Men­ge hö­rens­wer­ter Mu­sik un­ter den Tisch. Des­halb star­te ich ein­fach mal die­se Ru­brik die eu­ren Brow­ser lahm legt und in der ich euch kom­men­tar­los mit ei­nem Hau­fen Mu­sik be­wer­fen wer­de, für die mir bis­her die Zeit zum Pos­ten fehl­te. Viel Spaß beim Durch­wüh­len. (mehr …)

Great Western Plain - Elastic Smile

great western plain
Ei­ne sehr in­ter­es­san­te und ei­gen­wil­li­ge Ver­öf­fent­li­chung ha­ben Gre­at Wes­tern Plain aus Port­land da raus­ge­hau­en, die sich mal wie­der je­der Ka­te­go­ri­sie­rung ver­wei­gert. Zu­sam­men­fas­send kann man sa­gen, das sie ei­ne Vor­lie­be für aus­la­den­de Jams und re­lax­te, flä­chi­ge Gi­tar­renar­ran­ge­ments ha­ben. Im Lau­fe der Plat­te strei­fen sie dann un­ter an­de­rem mo­no­to­nen Spa­ce­rock und Post Punk, noi­si­ges Ge­schred­der, al­ten In­die­rock frei nach Pa­ve­ment oder Se­bad­oh, an spät­ach­zi­ger So­nic Youth-Plat­ten er­in­nern­de Gi­tar­ren­har­mo­nien und ent­spannt vor soch hin rum­peln­den Ga­ra­gen­rock. Das al­les ver­schmilzt hier zu ei­nem ho­mo­ge­nen Gan­zen, das sich kein Fan von psy­che­de­lisch an­ge­hauch­tem, pun­ki­gem Krach ent­ge­hen las­sen soll­te.

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New Alaska - The Memoir Sings

new alaska
Die­se EP der Jungs aus dem eng­li­schen Stour­bridge fühlt sich an wie ein Kurz­trip durch al­les was Post­core in sei­ner krea­ti­ven Blü­te­zeit, die m.E. in den frü­hen Nuller­jah­ren vor­bei war, so groß­ar­tig ge­macht hat. Die Plat­te er­in­nert mich in ver­schie­de­nen Mo­men­ten im­mer wie­der an ganz un­ter­schied­li­che Lieb­lings­bands, die mich in mei­nen Teen­ager- und jun­gen Er­wach­se­nen­jah­ren ge­prägt ha­ben. Da ist der be­sag­te Post­core von Di­schord-Bands á la Ri­tes of Spring , Blue­tip oder Jaw­box. Oder der trei­ben­de Ga­ra­gen­core der Hot Sna­kes, Dri­ve Li­ke Je­hu na­tür­lich auch. Au­ßer­dem noch mit an Bord sind sub­ti­le An­klän­ge an da­ma­li­ge Noi­se­rock- und Ma­th­core Bands wie The Je­sus Li­z­ard, Shel­lac oder Cha­vez. Al­les in al­lem ei­ne will­kom­me­ne Bri­se fri­scher Luft in ei­nem Gen­re, das der­zeit zum über­wie­gen­den Teil ein­fach nur mü­de klingt und so ein­ge­fah­ren und ein­n­falls­los vor sich hin düm­pelt wie schon lan­ge nicht mehr.

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Foul Swoops - sgc002

fouls swoops
Le­cke­res Tape von ei­ner Band aus South Ar­ling­ton, Vir­gi­nia. Prall ge­füllt mit in­fek­tiö­sen Hooks so­wie ei­ner ge­lun­gen ei­gen­wil­li­gen und un­er­war­tet me­lo­diö­sen her­an­ge­hens­wei­se an ih­ren trei­ben­den und gleich­zei­tig doch sehr zu­rück­ge­lehnt vor sich hin schred­dern­den Garagen-(Post-)Punk.

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Piles - Piles

piles
Wow, das ist ja mal ein un­er­war­tet kom­pro­miss­los vor­wärts­ge­prü­gel­ter Bro­cken aus me­lo­disch-noi­si­gem Post-/Punk-/In­die­ge­döns. Was Pi­les (nicht mit den ges­tern hier ge­fea­tureten Pi­le ver­wech­seln) aus Mil­wau­kee hier ab­feu­ern ist ge­nau mei­ne Kra­gen­wei­te. Wer drin­gend auf Nach­schub an schnel­lem me­lo­di­schem Krach mit ge­wis­sen Ähn­lich­kei­ten zu Ma­le Bon­d­ing, Ja­pan­dro­ids, No Age, frü­hen Wav­ves oder Cloud Not­hings sucht, wird hier ga­ran­tiert sei­nen Spaß dran ha­ben. Da­zu kom­men noch leich­te Ga­ra­gen- Post­punk- und Shoe­ga­ze-Ele­men­te, De­ckel drauf und fer­tig ist die Saue­rei.
Und mein Rat­schlag: Nicht da­nach goog­len, es sei denn ihr wollt un­be­dingt mit ganz und gar un­äs­the­ti­schem Bild­ma­te­ri­al kon­fron­tiert wer­den. Ich tra­ge kei­ne Ver­ant­wor­tung für even­tu­el­le psy­chi­sche Schä­den.

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Pile - Special Snowflakes /​ Mama's Lipstick 7"

pile
Die­se 45er Fris­bee­schei­be ist bei wei­tem mei­ne am sehn­lichs­ten er­war­te­te Ver­öf­fent­li­chung des noch jun­gen Jah­res. Ihr 2012er Al­bum Drip­ping, auf dem die Bo­stoner ih­ren leicht grungi­gen In­die-/Noi­se­rock um aus­ge­präg­te Post­core-Ele­men­te á la spä­te Fu­ga­zi oder die sträf­lich un­be­ach­te­ten Far­aquet er­wei­ter­te, zeig­te ei­ne Band die sich selbst ge­fun­den hat und da­bei noch am­bi­tio­nier­te und schlaue Song­kon­struk­te aus dem Är­mel schüt­tel­te als wür­den sie sich so­was mor­gens auf's Brot schmie­ren.
Auf ih­rem neu­es­ten Out­put stre­cken sie sich noch deut­lich wei­ter aus und stram­peln sich end­gül­tig frei von jeg­li­chen Ver­glei­chen, sie klin­gen mehr als je zu­vor nach sich selbst. Das gan­ze be­wegt sich wie­der­rum zu­neh­mend weg vom Post­core hin zu aus­ufern­den, ge­ra­de­zu pro­gres­si­ven Song­struk­tu­ren, aber kei­ne Angst, hier gibt es kein selbst­ver­lieb­tes Hip­pie­geg­nie­del zu hö­ren. Son­dern zwei per­fekt aus­for­mu­lier­te Kom­po­si­tio­nen, die zu­sam­men die epischs­ten und doch ab­so­lut bo­den­stän­di­gen zehn Mi­nu­ten In­die­rock er­ge­ben, die man in der ak­tu­el­len Mu­sik­land­schaft hö­ren wird.
Wenn sie die­ses Ni­veau bald noch auf ei­nem Lang­spie­ler hal­ten kön­nen, er­war­te ich nicht we­ni­ger als ei­nen hand­fes­ten Klas­si­ker. Bis da­hin schrei­ben an­de­re Bands schon mal Kon­zept-EPs über sie.
Klei­ner Hin­weis für al­le, die vor den ab­surd ho­hen Por­to­ge­büh­ren für die Schei­be zu­rück­schre­cken: Man kann die bei­den Songs auf der Band­camp-Sei­te ein­zeln als Down­load er­wer­ben, auch wenn's den Kom­plett­down­load nur im Bund­le mit der 7" gibt.