Bootlicker – How To Love Life 7″

Mal wieder was neues von den Punks aus Vancouver. Ihr wisst was es zu erwarten gibt und sie wissen wie man abliefert. Sechs tadellose Krachausbrüche aus relativ oldschooligem, schnörkellosem Hardcorepunk mit Garagenzusatz.

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Girls In Synthesis – Now Here’s An Echo From Your Future

Nachdem die Londoner über die letzten paar Jahre verteilt bereits einen ganzen Arsch voll EPs rausgehauen haben und ihr Sound dabei zunehmend an Reife gewonnen hat, ist es jetzt auch keine besondere Überraschung, dass ihr Debütalbum eine durchweg stimmige Angelegenheit ist, die eigene Formel aus Post Punk-, Noise Rock- und Postcore-Elementen zu einer sauber rotierenden Präzisions-Maschine perfektioniert, während die Band weiterhin vorsichtig ihren Horizont erweitert – wie etwa mit dem gewissen Wire meets Big Black-Vibe in Set Up To Fail oder den tristen, an frühe Uniform erinnernden Doomscapes in Human Frailty.

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Rancher – Choke

Das Elektropunk-/noise-Duo aus River Falls, Wisconsin legt hier eine weitere leckere EP vor, auf der sie erneut ganz schön danach klingen als schwenkten Big Black komplett auf elektrische Klangerzeugung um und machten dann gemeinsame Sache mit den Primitive Calculators, bewaffnet mit Krawallwerkzeugen aus dem Baumarkt anstelle von Gitarren.

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I Am The Fly – I Am The Fly 7″

Nun, eigentlich rate ich ja mit gutem Grund davon ab, mich mit physischen Tonträgern zu bemustern, weil das in gefühlten 99% der Fälle einfach einer reinen Verschwendung von Geld und natürlichen Ressourcen gleichkommt. Digitale Files lassen sich einfacher entsorgen. Aber wie dem auch sei, was da von einem Duo aus der mehr oder weniger direkten Nachbarschaft auf schwarzem PVC hereingeflattert kam hat dann doch mal ein unerwartetes Maß an Charme und Klasse – ordentlich vorwärts getriebener Synthpunk, wie man ihn in jüngerer Zeit vielleicht mit Bands wie Le Prince Harry, Clarko, Powerplant oder R. Clown assoziieren möchte, inklusive englischer Lyrics aus der Klaus Meine-Grabbelkiste, was letztendlich nur noch weiter zum putzigen DIY-Charakter der drei Songs beiträgt.

Verspannungskassette #6

Seite A

Tracklist:

USA Nails – New Life
Glen Schenau – Jhumble
Salem Trials – Head On Rong
Flat Worms – Terms of Visualization
The Cowboy – El Poño
Shepparton Airplane – What It’s Worth
Tom Lyngcoln – Trust Fun
Metz – Acid
Heads. – Push You out to Sea
Macros – Salmon Shorts
Uk Gold – Off Duty Nuns
Brain Bagz – Hot Creepers
Needs – Feeding the Mesolimbic Dopamine Reward Circuit
Help – 2053

Seite B

Tracklist:

Aus – Am Puls der Zeit
Health Plan – Food Grief
DeStructos – The Sight
Knowso – Fucker Such As You
Liiek – One Two
Lithics – Beat Fall
Nag – Polarize
Clock Of Time – Rotten Master
Permanent Collection – West Coast Fever
Protomartyr – Michigan Hammers
Scottibrains – Aristorats
Keith Ival – Little Boy
Gum Country – Somewhere

Cells – They Drew First Blood

Eine neue EP von Maestro Voltaire’s zweitbekanntesten Projekt Cells. Muss ich dazu überhaupt noch was sagen? Sieben neue Häppchen hirn- und fuzzgefickter Hardcorepunk-Glückseligkeit.

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Clock Of Time – Pestilent Planet

Mal wieder eine weitere Berliner Band, deren Mitglieder zuvor bereits in anderen Ecken des 12XUniversums Wellen geschlagen haben, und zwar in Bands wie Diät, Ausmuteants und Vexx, wobei Diät aber der naheliegendste Vergleich davon ist – vielleicht mit einem etwas ausgeprägteren 80er Death Rock vibe. Außerdem gibt’s Ähnlichkeiten etwa zu einer verlangsamten Inkarnation der Pretty Hurts, zu Criminal Code oder den österreichischen Kollegen Red Gaze zu berichten.

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Help – 2053

Ihre Debüt-EP vor einem Jahr war ja schon ein ausgezeichnetes Stück zeitgenössischer Krawall, aber was die Band aus (vermutlich) Portland für den neuen Langspieler auf die Beine stellt ist da noch mal eine ganz unerwartete Wucht aus Noise Rock und Postcore des höchsten Kalibers. Was den allgemeinen Sound angeht, stehen sie definitiv mit beiden Füßen in der Gegenwart und erinnern mich an Genossen wie Tunic, Death Panels, John (timestwo), USA Nails oder Girls In Synthesis. Auch wenn diese Platte nicht wirklich neue Pfade erschließt, wird dafür aber wirklich alles zu Gold, was Help hier anfassen – dabei hilft sicher auch die Tatsache, dass für jeden Song eine smarte und tragfähige Komposition als Fundament dient. Ein perfekter Strudel aus antriebsstarken Rhythmen, ultrafiesen Bassgrooves, unheilvollen Kracheruptionen und – wie man es schon auf der EP bestaunen durfte – einem mit Bedacht dosierten und deshalb besonders effektiven Sinn für Melodie, welcher das ganze Drama noch mal locker aufs nächste Level zu heben vermag.

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Keith Ival – Keith Ival

Eine EP voller solide gebauter, ultraklassischer oldschool Indierock-Schönheit, die einerseits einen Zeitsprung in die späten 80er/frühen 90er darstellt – ich denke da etwa an Sebadoh, frühe Eric’s Trip und ein paar Echos der C86-Generation – gleichermaßen aber auch an deutlich jüngere Bands á la Rat Columns, The Molds, Omi Palone oder Ovlov erinnert.

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Jetzt hab ich auch von Twitter endgültig die Schnauze voll. Warum benutzen wir diesen Scheiß noch?

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, alle Twitter-Accounts zu löschen. Die Firma Twitter.inc muss endlich die Konsequenzen ihres Handelns spüren. Damit das passiert, müssen wir alle – und alle die wir kennen – verdammt noch mal aufhören, durch unsere Präsenz zum Erfolg der Plattform beizutragen. Das gleiche gilt natürlich für Facebook.
Es gibt schon seit längerer Zeit bessere, unkommerzielle, dezentrale Plattformen. Wir müssen sie nur mal benutzen.