Neutrals – Personal Computing
Personal Computing 7″ erscheint am 4. Dezember auf Slumberland Records.
Personal Computing 7″ erscheint am 4. Dezember auf Slumberland Records.

Schwer zu glauben, dass ich über diese Ein-Mann-Band erst etwas früher in diesem Jahr gestolpert bin, als der Typ ein absolutes Killertape namens Survey of the Animal Kingdom rausgehauen hat. Aber wie auch immer… wichtiger ist, dass er inzwischen schon ein weiteres Album am Start hat, das erwartungsgemäß wieder jede Menge dummen Spaß aus ein bisschen oldschool US Westküstenpunk, zeitlosem Garage Punk und außerdem reichlich KBD-mäßigem Eigenwillen auf Lager hat. In der gegenwärtigen Szene möge man etwa an Launcher, Liquid Assets, Freakees und Fried E/M denken… oder aber an vergangene Artefakte von The Mentally Ill, Noxious Fumes. Darüber hinaus sorgt diesmal eine großzügige Schicht aus Synths für einen angenehm vertrauten Ausmuteants-Vibe.
Album-Stream →
Lip aus Baltimore, Maryland fielen mir zum ersten mal durch eine Split mit Nag vor geraumer Zeit auf. Klar gibt es zu den Postpunkern aus Atlanta auch einige Parallelen hier, aber noch eher würde ich ihnen anlässlich ihrer neuesten EP eine Nähe zu Sievehead, Rank Xerox oder Criminal Code zuschreiben, wobei ihr Sound aber noch eine deutlichere oldschool Goth- und Deathrock-Tendenz mitbringt. Das ruft mir dann eher Disjoy ins Gedächtnis oder – als etwas aktuelleren Vergleich – Clock of Time.
Album-Stream →
Garage Punk aus Melbourne, der ein bisschen rüberkommt wie eine Verschmelzung aus geradeaus rockendem Zeug wie Mini Skirt, Flat Worms, Ex-Cult mit deutlich verspielteren Genre-Vertretern vom Schlage Dumb, Vintage Crop.
Album-Stream →
Eine weitere solide EP von Moth aus Melbourne – diesmal etwas weniger Synth-lastig als der Vorgänger. Erneut hat das Ähnlichkeit zu etablierten Garage-Hausnummern wie Useless Eaters, Ex-Cult, Ausmuteants oder frühen Teenanger, sowie zu einigen Warttman Inc.-Acts á la Research Reactor Corp., Set-Top Box. Außerdem gibt es mit Digital Crisis noch einen Ausflug in Richtung des düsteren Postpunks, welcher dann etwa an Exit Group, Diät oder Rank/Xerox erinnert.
Album-Stream →
Hardcore Punk aus Nashville, der loslegt wie ein Zeitsprung in die frühzeit des Genres, sowohl bezüglich der kompromisslosen Wucht als auch einer Kreativität, die sich nicht viel um etablierte Muster und Konventionen schert. Mit jeder verstreichenden Minute wird es daraufhin nur noch spannender. Oft auf ungewöhnlich melodischer Gitarrenarbeit oder Garage-mäßigem Riffing aufbauend, findet ihre ganz unbelastet die Punk-Vergangenheit plündernde Herangehensweise gleichermaßen gut in der Gegenwart platz, irgendwo in der Nähe von Bands wie Cement Shoes oder Pink Guitars.
Album-Stream →
Zwei Jahre nach einer vielversprechenden, wenn auch stellenweise noch etwas unausgereiften ersten LP, bekommen wir hier einen deutlich konsistenteren Nachfolger dieser Band aus Auckland, Neuseeland geliefert. Ihre tendenziell eher abstrakten, jedoch immer einprägsamen, in den Randbereichen von Post Punk, Noise Rock und Industrial angesiedelten Kompositionen erinnern mich wahlweise mal an Bands wie Girls In Synthesis, Haunted Horses, Ice Balloons oder Tunic – mit einem subtilen Lightning Bolt-Faktor obendrein.
Album-Stream →
Nach ’ner 7″ auf Total Punk im Frühjahr, bekommen wir jetzt einen langspielenden Eindruck von der rohen Energie des Trios aus Louisville, Kentucy verpasst und erneut bürgt mit Goner Records eine einschlägige Garage-Hausnummer für Qualität. Erwartet nichts schlaues oder originelles von ihrer Musik. Erwartet viel mehr etwas durchweg vertrautes in saumäßig gut. Eine freidrehende Sprengladung aus ultraklassischem Garage Punk mit 77er Duftnote – straight und simpel, aber von vortrefflicher Durchschlagkraft.
Album-Stream →