Witch Coast – Devil Vision

Irgendwie ist diese ziemlich geile EP bisher an mir vorbei gegangen. Fuzzpunk und Noisepop gibt’s darauf zu hören, der stark an frühe Wavves oder No Age erinnert, vermischt mit ein wenig Oh Sees-Psychedelia und der angenehm stumpfen Haudrauf-Garagenästhetik des ganz frühen Ty Segall.


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Death By Unga Bunga – Bye Bye / Into The Night 7″

Neues von den Indierockern aus Oslo, die schon mal vor einem guten Jahr mit ihrer letzten EP Fight einen guten Eindruck hinterließen. Die langsam vor sich her fuzzende A-Seite ist schon ganz nett, aber das eigentliche Glanzstück hier ist die unverschämt catchy geratene Powerpop-Glückspille Into The Night auf der B-Seite.


Scupper – Some Gauls

Die bisherigen zwei EPs der New Yorker Band ließen mich ja schon mehr als gespannt aufhorchen, aber mit einem derart starken Debütalbum hatte ich dann doch nicht gerechnet. Melodischer Indierock, Fuzz-, Jangle- und Powerpop wie man ihn in der dunklen Jahreszeit einfach mal braucht. Das klingt in etwa wie eine Schnittmenge aus Guided By Voices und The Clean; songmäßig werden hier laufend Treffer versenkt.



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Spark Unit – Blizzard

Vielleicht erinnert sich noch wer: Vor (gefühlten) zehn Jahren kam hier mal ‘ne Band namens Chicago Typewriter vor. Eine der (gefühlt) zweieinhalb guten Bands aus meiner Region. Hatte mich schon gefragt was aus denen geworden ist. Die Antwort kommt jetzt in Form einer ganz schön gelben EP und lautet: Eine andere Band ist aus denen geworden. Na ja, fast. Es sind wohl die meisten oder sogar alle Mitglieder erhalten geblieben, der Sound hat sich deutlicher in Richtung von 75% Noise Rock und 25% Postcore verschoben und erinnert an so einige der alten und neueren Genre-Hausnummern. Neben dem kantigen Riffing der unvermeidlichen Jesus Lizard kommen mit vor allem die walzenden Grooves von Tar in den Sinn. Außerdem die Repitition von METZ, der Drive von Drive (duh!) Like Jehu und diverses altes Gedöns aus dem BluNoise-Umfeld. Kann was.



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Mini Skirt – Mini Skirt 7″

Verdammt geile 7″ einer Band aus Byron Bay, Australien mit diesen sehr speziellen, gleichzeitig abgehangenen und endlos angepissten Vibes, die in der australischen Szene besonders gut zu gedeihen scheinen. Entsprechend fühle ich mich deshalb auch besonders an dortige (Garage-)Punks wie WOD oder Dumb Punts erinnert. Absolut treffsicher sind auch die bissigen Lyrics über Menschen, Dinge und Verhältnisse, die einfach zum Himmel stinken.


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Sesso Violento – Vicious

Die italienisch-britische Krawallband gibt sich auf ihrem neuesten nicht-ganz-Langspieler ein gutes Stück griffiger als bisher gewohnt, ich begegne dem mit etwas gemischten Gefühlen. Am besten sind die immer noch, wenn sie ohne Rücksicht auf Verluste auf die Scheiße hauen. In Living After Midnight lassen sie ein kleines bisschen Melodie zu, auch das kommt gut. Ein echtes Problem habe ich hingegen mit ihrem neuen Hang zum Breakdown. Ohne Scheiß: Der Breakdown muss endlich sterben, sonst sehe ich für Hardcore keine Zukunft.



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Gūtara Kyō – Gūtara Kyō

Die zweihundertste Veröffentlichung auf Slovenly Records! Dafür hat das derzeit wohl wichtigste Garagenlabel eine besondere Perle ausgegraben von einer Band aus Kobe, Japan. Kompakte fünfzehn Minuten von ungezähmten, maximal abgefucktem Garagepunk. Einfach zum durchdrehen!



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Imposition Man – Imposition Man

Teilelektronischer Postpunk auf dem Debüt-Tape eines Trios aus Graz und Berlin. Soundmäßig steht das aber definitiv eher der Berliner Szene nahe. So Diät mit einem Hauch von Big Black? Der Vergleich wackelt, aber mir fällt jetzt spontan auch nix besseres ein.



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Shit City – Sword City

Schön brachialer Noise Rock aus Philadelphia, der durch seinen weitgehenden Hang zur totalen Melodieverweigerung eine experimentell-no-wavige Note verpasst bekommt. Die fünf Songs dieser EP stammen aus einer Livesession für das freie Radio WKDU.


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Jetstream Pony – Like You Less / Had Enough 7″

Jetstream Pony sind eine Band aus Brighton mit durchaus bekannten Gesichtern. Unter anderem zählen die nämlich Beth Arzy und Shaun Charman zu ihrer Besetzung. Beide spielen derzeit bei Fireworks mit und letzterer war Mitglied der frühen Wedding Present (!!!). Auch auf dieser schicken 7″ fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Das ist erstklassiger Power- und Noisepop, den man in seinen Ursprüngen irgendwo zwischen C86 und frühem Shoegaze einordnen kann.

Girls In Synthesis – Suburban Hell 7″

Die Londoner Girls In Synthesis fielen hier vor einigen Monaten ja schon mal mit der digitalen Single The Mound / Disappear sehr positiv auf und ihre aktuelle 7″ setzt da noch einen drauf. Ordentlich zubeißenden Qualitätslärm im Spektrum von Noise Rock, Post- und Fuzz Punk gibt’s auf die Ohren, der mir besonders in Fucked und Solid Effect ein wenig wie eine Noise-Infizierte Variante von Wire rüberkommt.


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Curelight Wounds – Constant Mind

Die aktuelle EP dieser New Yorker Band gefällt mit einem Sound, der gekonnt Elemente aus 90er Indierock und Shoegaze vermischt und von einem kräftigen Postpunk-Motor vorangetrieben wird. Die alten Swervedriver ruft das ins Gedächtnis oder – wie z.B. im Noisepop-Highlight Hot House – frühe Wavves.


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Brandy – Laugh Track

Ultraprimitives, erbarmungslos walzendes und einfach verdammt geiles Zeug irgendwo im Spektrum von Noise und Garage, aus repetitiven Minimal-Riffs und knackigen Grooves gibt’s auf diesem Tape einer New Yorker Band zu hören. Etwa so als hätten sich Big Black und frühe The Fall zusammen in ein schäbiges Garage-Wunderland verirrt.



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