Eine frische Ladung abgefuckter Lo-Fi Garage Punk-Juwelen von einer Combo aus Barcelona, die mich an so viel erinnert was gerade gut ist im Genre. Wie ein kaputter Bastard aus R.M.F.C., Neo Neos, Erik Nervous, Alien Nosejob im Hardcoremodus… außerdem kann man Ähnlichkeiten zu ihren Stadtnachbarn Prison Affair attestieren. Moment, sind das etwa die gleichen Leute?
Diese Band aus Melbourne war schon mal früher unterwegs, und zwar war das irgendwann in den 90ern mit einem Sound, den man eher als den typischen, leicht emofizierten Postcore-Style jener Zeit beschreiben kann mit Echos von Chavez, Slint und Polvo. Ihre ersten neuen Songs in einem Vierteljahrhundert sind dagegen aber alles andere als ein nostalgischer Neuaufguss ihrer alten Tricks. Stattdessen präsentieren sie einen rundum erneuerten Postpunk-Sound, der klar in der Gegenwart zuhause ist und sich gut zwischen Bands wie Sleepies, Gotobeds oder Drahla mischt, dabei gleichzeitig aber auch recht zeitlos und gereift im besten Sinne klingt, was ab und an auch mal leichte Moving Targets oder Volcano Suns-Vibes wachruft.
Ist schon ein paar Jahre her, seit ich zuletzt von den Londonern gehört hab. Auf ihrer neuesten und – so scheint es – letzten EP klingt ihr minimalistischer Post Punk mit Spuren von Crass und neueren Bands wie Marbled Eye, Rank/Xerox oder Labor fast als wäre seitdem keine Minute verstrichen. Geht für mich voll in Ordnung so. Gut möglich sogar, dass die Aufnahmen noch aus der gleichen Zeit stammen wie die 2017 erschienene Malarial Bog EP.