Eine sehr coole kleine Debütveröffentlichung von einer Band aus Buenos Arires. Alles dreht sich um einen mehr oder weniger oldschooligen, Saxophon-veredelten und vage an die Downtown Boys erinnernden Garage- und Art Punk-Sound, der auch ein paar Abstecher etwa in die Postpunk-Zone oder ’77-getränkten Powerpop zulässt, was die Sache immer spannend hält. Noch geht nicht jeder Versuch zu 100% auf (Ya no soy hat als Song einfach zu wenig Fett auf den Rippen), aber das meiste fluppt doch ganz vorzüglich.
Als Gegengewicht zum letzten Beitrag ist hier mal ein musikgewordener Shitpost von einem Typen aus Seattle, der zufällig auch in der einen oder anderen lokalen Szene-Legende seine Finger mit drin hatte. Eine Rockoper in vierzehn Akten, die auf ein handliches 7″-Format eingeschrumpft wurde und sich etwas anfühlt wie eine Verschmelzung aus 80er Nomeansno, frühen Minutemen und Saccharine Trust… aber vermutlich hab ich jetzt schon zu viel drüber nachgedacht.
Nicht viel verändert sich jemals in der Musik von Needles//Pins aus Vancouver und in so Scheißjahren wie den letzten anderthalb kann diese Vertrautheit überaus beruhigend wirken. Sie spielen immer noch diese gewisse Art von Punk Rock… ihr wisst schon. Die vollkommen unsubtile und ganz uncool aufrichtige, die emotionale, melodische, euphorische, Folk- und Americana-getränkte Machart, die immer zu peinlichem Mitgesinge und emotionalem Ausdruck im Publikum führt. Einfach abartig. Ich vermisse es gerade so sehr…