Baby Muffler – Baby Muffler

Neues Futter für warmherzige Eierköpfe kommt zu uns von einem (vermutlich) in Providence, Rhode Island ansässigen Typen oder vielleicht auch einem Duo, das hier eine Handvoll fluffiger und zuckersüßer Power Pop-Hymnen erster Güte abliefert in einem unprätentiösen Eggpunk-Kostüm, nicht unähnlich zu so Vertretern wie Gonk, Power Pants, Gee Tee, Music For Microwaves, 1-800 Mikey oder Rude Television. Die Hauptattraktion ist hier aber nicht so sehr der Sound sondern viel mehr das starke Songmaterial selbst in all seinem tadel- und schnörkellosen Pop-Glanz.

Album-Stream →

Sonic Youth Of Today – SYT 3

Das neue, ganz den Synth-Sounds gewidtmete Projekt Sonic Youth Of Today des Beta Máximo-Typen hat schon wieder alle Anzeichen dafür, ein ähnlich produktives Unterfangen zu werden wie das alte Ding. EP Nummer drei tritt die Sache los mit einer netten Coverversion der größten Fake-Punk-Nummer aller Zeiten und wohl auch eines der essenziellen Eggpunk-Urtexte, Village People's Food Fight, aber der wirkliche Speck sind hier die eigenen Songs, die schlicht und einfach Synth Punk in Bestform sind, so antriebsstark und pulsierend wie auch unwiderstehlich in ihrer catchyness und mit der unverwechselbaren Handschrift ihres Schöpfers.

Album-Stream →

Today’s Milk – EP3

Ich tu mich etwas schwer damit, mich für den ersten Song dieser Platte mit seinen fluffigen '90er Beats und Alternative Rock-Radio-Vibes anzufreunden, aber von da an gewinnt der Krempel dankenswerter Weise stark an Klasse. Tryna Do klingt ein bisschen wie die Saat eines Power Pop-Songs, rekonfiguriert in einen Fuzz-beladenen Saints- oder Stooges-Kontext. Put It Back tut ähnliche Dinge, aber fügt ein bisschen von einer Flying Nun Records-mäßigen Qualitat hinzu bevor die EP dann abschließt mit ihrem ausgereiftesten Song Gracia, der klingt wie vier Jahrzehnte von eingängigem, College Rock-verbundenem Gitarrengeschrammel herunterdestilliert auf ein kompaktes und perfektes zwei-Minuten-Format.

Album-Stream →

Family Dog – Familial God

Family Dog aus Nashville, Tennessee liefern mehr von ihrem aufregenden Irrsinn auf ihrer zweiten EP in Form von Garage- und Noise-versifftem Hardcore Punk, der eine tollwütige, entfesselte Performance mit einem unersättlichen kreativen Drang vereint und dieser gewissen Aura von Gefahr und Unvorhersehbarkeit, die eine Hardcoreplatte heutzutage einfach braucht um mich bei der Stange zu halten. Diese fünf Songs transportieren das zuhauf und jedes mal wenn du denkst du wüsstest wie diese EP sich abspielen wird, dauert es nicht länger als ein paar Takte bevor die Band eine scharfe Kurve zu einem ganz unerwarteten Ort nimmt.

Album-Stream →

Creaper – Bloodstains

Die Berliner Band schlägt genau die richtigen Saiten an in meinem neuralen Klangverarbeitungsapparat anlässlich ihrer Debüt-EP, auf der sie ausgesprochen schick eine sehr melodische und stark Song-basierte Geschmacksrichtung von Post Punk á la The Estranged, Daylight Robbery oder Sievehead mit einer angemessenen Dosis von Wipers-Action, einer Prise von Glam-durchtränktem '80er Goth-/Death Rock und obendrein einer ganzen Fülle von eingängigen Power Pop-Qualitäten vermengen.

Eye Ball – Of The Northern Americas

Hier gibt's exakt eine Minute von neuem Eye Ball-Material. Selbstredend ist das mal wieder verdammt gut womit das Label Knuckles On Stun da auf eine ultra-verschwenderische Kassette magnetisiert hat, wie alles von der Band bisher. Nur beim nächsten mal halt bitte so 30-60 davon auf ein Tape packen, damit das Unterfangen wenigstens ein gesundes Minimum an ökonomischem und ökologischem Sinn ergibt.

Wristwatch – Fix

III erscheint am 1. Januar auf No Coast Records.

Exek – Sidestepping

Prove The Mountains Move erscheint am 17. Februar auf DFA Records.

Ace Of Spit – Cole’s Chopper

Ace Of Spit II erscheint am 3. Januar auf Sinkhole Records & Wombat Cock.

Bleakness – The Left Behind

Blurred Visions erscheint am 27. Februar auf Vicious Circle Records.

Tacoblaster – Toxic Surfer

Digital Fun-Zone! erscheint am 30. Januar auf Howlin' Banana Records.